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Labor

Technische Diagnostik

Eine Studentin der Hochschule Ruhr West führt eine Werkstoffprüfung mit einem mobilen Prüfgerät auf einer Metalloberfläche durch. Die praxisnahe Lehre an der HRW vermittelt Grundlagen in Materialanalyse und Qualitätssicherung.

Labor in Kürze

Standort
Campus Mülheim
Raum
03.EG.028
Organisationseinheit
Wirtschaftsinstitut
Verantwortliche Person
Prof. Dr. Karla Ohler-Martins
Zugang
Nach individueller Absprache

Zustandsbewertung von Maschinen und Werkstoffen

Das Labor für Technische Diagnostik dient der präzisen Untersuchung des Zustands von Maschinen, Anlagenkomponenten und Werkstoffen. Ziel ist es, kritische Zustände frühzeitig sichtbar und messbar zu machen. Dazu werden unter anderem Infrarotthermografie, Viskositäts- und Ölanalysen, Ultraschalldiagnostik, Schwingungsdiagnostik sowie tribologische Untersuchungen eingesetzt.

Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen rund um Reibung, Verschleiß, Schmierzustände, strukturelle Auffälligkeiten und Condition Monitoring. Die Verfahren helfen dabei, Fehlerquellen zu identifizieren, die Lebensdauer technischer Systeme zu bewerten und die Zuverlässigkeit industrieller Anlagen zu erhöhen.

Studierende lernen im Labor reale technische Diagnostikverfahren kennen und wenden diese praktisch an. Sie erfassen Messdaten, werten diese aus und nutzen sie zur Bewertung des Zustands technischer Systeme.

 

Typische Tätigkeiten

Studierende bearbeiten im Labor für Technische Diagnostik praktische Aufgaben, Praktika, Projektarbeiten und Abschlussarbeiten rund um Zustandsüberwachung, Werkstoff- und Maschinenanalyse sowie datenbasierte Diagnostik.

Typische Tätigkeiten sind:

  • Durchführung von Messungen mit Ultraschallgeräten
  • Untersuchung von Bauteilen und Werkstoffen mittels Ultraschalldiagnostik
  • Analyse von Schwingungen an Maschinenbauteilen
  • Anwendung von Schwingungsdiagnostik zur Erkennung von Auffälligkeiten
  • Durchführung von Infrarotthermografie zur Sichtbarmachung thermischer Zustände
  • Bestimmung von Viskosität und Ölzuständen
  • Durchführung von Öl-Analysen zur Bewertung von Schmierstoffen
  • Untersuchung von Reibung und Verschleiß in tribologischen Versuchen
  • Bewertung von Schmierzuständen und Verschleißmechanismen
  • Erfassung, Auswertung und Interpretation technischer Messdaten
  • Nutzung von Messdaten zur Zustandsbewertung technischer Systeme
  • Anwendung von Condition-Monitoring-Methoden
  • Einsatz datenbasierter Verfahren, z. B. Maschinelles Lernen, zur Analyse diagnostischer Daten
  • Nutzung digitaler und erweiterter Technologien, z. B. Augmented Reality, im Kontext technischer Diagnostik

 

Austattung

Zur Ausstattung gehören unter anderem:

  • Reibungssimulationsanlage
  • Infrarot-Kameras
  • Schwingungssimulation
  • stationäres Öl-Kreislaufsystem
  • mobiles Öl-Messgerät
  • Viskosimeter
  • Ultraschallmessgerät
  • Demomaschinen
  • Druckluftsystem
  • mobiles Schwingungsanalysegerät

 

Forschung und Transfer

Das Labor für Technische Diagnostik wird regelmäßig im Rahmen von Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten genutzt. Dabei bearbeiten Studierende praxisnahe Fragestellungen aus den Bereichen Condition Monitoring, technische Zustandsbewertung, tribologische Analyse, Öl- und Schmierstoffdiagnostik, Ultraschallprüfung, Schwingungsanalyse und Infrarotthermografie.

Darüber hinaus ist das Labor für Forschungs- und Transferaktivitäten sowie für nationale und internationale Kooperationen nutzbar. Es war unter anderem Teil internationaler Zusammenarbeit, beispielsweise im Rahmen eines COIL-Projekts mit der PUC-Rio, und steht auch künftig für vergleichbare Kooperationen bereit.

Kooperationen können insbesondere in folgenden Bereichen anschließen:

  • Technische Diagnostik industrieller Systeme
  • Zustandsüberwachung und Condition Monitoring
  • Schwingungsdiagnostik und Vibrationsanalyse
  • Ultraschalldiagnostik
  • Öl- und Schmierstoffanalyse
  • Tribologie, Reibung und Verschleiß
  • Infrarotthermografie
  • datenbasierte Zustandsbewertung
  • Maschinelles Lernen in der technischen Diagnostik
  • Augmented-Reality-Anwendungen für Diagnose- und Wartungsprozesse

Kontakt für Unternehmenskooperationen

 

Nutzung und Zugang

Das Labor für Technische Diagnostik wird genutzt für:

  • Lehre / Lehrveranstaltungen
  • Praktika
  • Projektarbeiten
  • Abschlussarbeiten
  • Veranstaltungen und Workshops
  • Schüler:innenangebote
  • Forschung
  • Transfer und Kooperationen

Die Nutzung ist nur im Rahmen von Lehrveranstaltungen, nach individueller Absprache für Studierende oder im Rahmen von Projekt- und Abschlussarbeiten möglich. 
Das Labor ist nicht öffentlich zugänglich.

 

Passende Studiengänge

Eine Studentin der Hochschule Ruhr West nutzt eine Wärmebildkamera zur Analyse eines Modellhauses. Das Bild zeigt praxisnahes Lernen im Bereich Energieeffizienz und Gebäudetechnik an der HRW.
Bachelor of Science (B.Sc.)
Industrieanlage bei Sonnenaufgang mit Kühltürmen und weitläufigem Fabrikgelände – Symbolbild für Industrieproduktion, Energieversorgung und technologische Infrastruktur. Das Motiv steht für Themen wie Energiewirtschaft, Industrie 4.0 und nachhaltige Transformation.
Master of Science (M.Sc.)
Studierende führen im Labor eine Ultraschalluntersuchung mit einem robotischen Assistenzarm durch; eine Person liegt auf der Untersuchungsliege, eine andere zeigt auf das Ultraschallbild.
Bachelor of Science (B.Sc.)
Studierende arbeiten praxisnah in Fertigungszellen
Master of Science (M.Sc.)

Kontaktperson

Porträtfoto von Ohler-Martins Karla
Prof. Dr.-Ing. Karla Ohler-Martins

Wirtschaftsinstitut

Lehrgebiet: Industrieservice

Kontaktperson

Porträtfoto von Ohler-Martins Karla
Prof. Dr.-Ing. Karla Ohler-Martins

Wirtschaftsinstitut

Lehrgebiet: Industrieservice