EPEAI 2026: KI wird zum zentralen Wirtschaftsfaktor
Mittwoch 8. Juli 2026
Die Konferenz Economic Perspective on AI“ (EPEAI) des HRW-Forschungsschwerpunkts KI aus ökonomischer Perspektive hat einmal mehr deutlich gemacht: Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein technologisches Zukunftsthema, sondern entwickelt sich zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor. Die EPEAI fand Mitte Juni an der University of Salford in England statt. Gastgeber war Prof. Gordon Fletcher, dessen jüngstes Buch die Rolle von Software und digitalen Systemen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz beleuchtet.
Das Konferenzformat wurde 2023 von Prof. Dr. Isabel Lausberg und Prof. Dr. Michael Vogelsang in Mülheim ins Leben gerufen und 2024 in Johannesburg/Südafrika fortgeführt. Seitdem hat sich der Fokus deutlich verschoben: von konzeptionellen Beiträgen über Fallstudien hin zu messbaren wirtschaftlichen Effekten, etwa auf dem Arbeitsmarkt.
„KI ist nicht mehr nur eine Frage technologischer Innovation, sondern längst eine strategische Steuerungsaufgabe. Unternehmen müssen bewerten, welche KI-Investitionen wertschöpfend sind und wie sich die Transformation gezielt steuern lässt“, sagt Prof. Dr. Isabel Lausberg, Professorin für Controlling an der HRW. Prof. Dr. Michael Vogelsang, Professor für Volkswirtschaft und quantitative Analyse, ebenfalls an der HRW, ergänzt: „Besonders spannend wird sein, welche Rolle agentische Systeme auf Basis großer Sprachmodelle in zwei Jahren in Wirtschaft, Arbeit und Organisationen einnehmen werden.“
Mit der nächsten EPEAI soll die internationale Vernetzung weiter ausgebaut werden. Der Call for Papers für die vierte Konferenz wird voraussichtlich Anfang 2027 veröffentlicht.