KI in der Wissenschaft: HRW beim AI in Science Summit
Montag 19. Oktober 2026
Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) die wissenschaftliche Forschung? Und wie kann Europa bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien unabhängiger werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der AI in Science Summit 2026 in Dublin. Prof. Dr. Christian Weiß von der Hochschule Ruhr West (HRW) nahm an der internationalen Konferenz teil und brachte neue Denkanstöße für den Einsatz von KI in Forschung und Lehre mit.
Der AI in Science Summit brachte Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen, um über die Zukunft von KI in der Wissenschaft zu diskutieren.
Europas KI-Zukunft zwischen Anspruch und Abhängigkeit
„Meine wichtigste Erkenntnis war, dass das Thema KI in der Wissenschaft auf EU-Ebene zwar sehr ernst genommen wird, aber noch um Lösungen gerungen wird“, berichtet Weiß.
Kritisch sieht er die Abhängigkeit von großen US-Technologieunternehmen. Aus seiner Sicht wäre ein international konkurrenzfähiges europäisches Large Language Model (LLM), also ein großes KI-Sprachmodell, ein wichtiger Schritt zu mehr technologischer Eigenständigkeit.
Für die Wissenschaft sei diese Entwicklung besonders relevant, da KI zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor werde.
KI als Werkzeug für die wissenschaftliche Forschung
Auch an der HRW beschäftigt man sich bereits damit, wie KI die wissenschaftliche Arbeit unterstützen kann. Weiß sieht hier noch weiteren Diskussionsbedarf und möchte das Thema stärker in den Fokus rücken.
Dabei geht es an dieser Stelle weniger um KI als eigenständigen Forschungsgegenstand, sondern vielmehr um ihren Einsatz als Werkzeug im wissenschaftlichen Alltag. KI kann beispielsweise dabei helfen, große Datenmengen auszuwerten, komplexe Zusammenhänge zu analysieren oder wissenschaftliche Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.
Neue Impulse für die Forschung an der HRW
Der AI in Science Summit zeigte, welche Bedeutung Künstliche Intelligenz für die Zukunft der Wissenschaft hat. Neben technologischen Entwicklungen standen dabei auch Fragen nach europäischen Lösungen und wissenschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt.
Für die HRW nimmt Weiß insbesondere einen Impuls mit: Während er die Hochschule beim Thema KI in der Lehre bereits gut aufgestellt sieht, möchte er die Diskussion über den Einsatz von KI zur Unterstützung der Forschung noch weiter stärken.