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Neuigkeiten

HRW erhält Forschungsförderung für mathematische Grundlagenforschung

Donnerstag 11. Juni 2026

Förderbescheid Monte Carlo und Quasi-Monte Carlo C Weiß

Die Hochschule Ruhr West erhält im Rahmen des Programms „HAW-ForschungsAkzente“ eine Förderung für das Forschungsprojekt „Monte Carlo und Quasi-Monte Carlo“. Das Projekt von Prof. Dr. Christian Weiß wird von 2027 bis 2030 durchgeführt und stärkt die Forschung in den Bereichen Mathematik und wissenschaftliches Rechnen.

Mathematische Grundlagen für moderne Berechnungsverfahren

Monte-Carlo- und Quasi-Monte-Carlo-Methoden stellen eine zentrale Schnittstelle zwischen der numerischen Mathematik und der Zahlentheorie dar. Sie spielen unter anderem eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von optimalen Algorithmen sowie bei der Analyse von Zufallszahlengeneratoren für wissenschaftliche Berechnungen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen neue theoretische Erkenntnisse im Bereich der Gleichverteilungstheorie. Darüber hinaus werden mathematische Methoden zur Analyse und Bewertung von Zufallszahlengeneratoren weiterentwickelt.

Forschung und Open-Source-Software

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Weiterentwicklung der Open-Source-Softwarewerkzeuge LatticeTester und LatMRG. Die Programme ermöglichen die Analyse und Bewertung von Zufallszahlengeneratoren und unterstützen Forschende weltweit bei der Durchführung mathematischer und stochastischer Berechnungen.

Die Forschungsergebnisse und Softwarelösungen werden als Open Access und Open Source veröffentlicht und stehen damit der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft frei zur Verfügung.

„Das Projekt verbindet mathematische Grundlagenforschung mit der Entwicklung frei verfügbarer Softwarewerkzeuge. So können neue theoretische Erkenntnisse unmittelbar für die wissenschaftliche Gemeinschaft nutzbar gemacht werden“, sagt Prof. Dr. Christian Weiß.

Beitrag zum Forschungsschwerpunkt MARTA

Das Projekt stärkt den HRW-Forschungsschwerpunkt MARTA – Mathematical Research for Technical Applications. Dort werden mathematische Methoden erforscht und weiterentwickelt, die einen Beitrag zu technischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen leisten.

Durch die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Gnewuch von der Universität Osnabrück sowie Prof. Pierre L’Ecuyer von der Université de Montréal ist das Projekt in ein internationales Forschungsnetzwerk eingebunden.

Mit der erfolgreichen Einwerbung der Fördermittel stärkt die HRW ihre Forschungsaktivitäten in der numerischen Mathematik und im wissenschaftlichen Rechnen. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die Bedeutung mathematischer Grundlagenforschung innerhalb des Forschungsschwerpunkts MARTA.