SENSORICA 2026: Innovationen in Sensorik, KI und Messtechnik an der HRW
Montag 29. Juni 2026
Die digitale Transformation von Industrie, Mobilität und Gesundheitswesen basiert auf präzisen Messdaten, intelligenten Sensorsystemen und leistungsfähigen Analyseverfahren. Genau diese Zukunftstechnologien standen im Mittelpunkt der SENSORICA 2026, die am 18. Juni 2026 bereits zum elften Mal an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr stattfand.
Mit 17 eingereichten Beiträgen, 15 Fachvorträgen und rund 50 Teilnehmenden aus Wissenschaft und Industrie bot die Veranstaltung erneut ein vielfältiges Forum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Sensorik, Messtechnik, Künstliche Intelligenz, Medizintechnik und industrielle Digitalisierung. Organisiert wurde die Fachkonferenz vom Institut Mess- und Sensortechnik der HRW.
Ob intelligente Produktionsanlagen, nachhaltige Infrastruktur oder moderne Gesundheitsversorgung – Sensorik und Messtechnik sind heute in nahezu allen Lebensbereichen unverzichtbar. Die SENSORICA 2026 zeigte, wie aktuelle Forschung dazu beiträgt, diese Technologien weiterzuentwickeln und innovative Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu schaffen.
„Die SENSORICA steht seit vielen Jahren für den erfolgreichen Austausch zwischen Wissenschaft und Anwendung. Die vorgestellten Forschungsarbeiten zeigen eindrucksvoll, wie Sensorik, Messtechnik und Künstliche Intelligenz dazu beitragen können, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen – von der industriellen Digitalisierung bis hin zu innovativen Anwendungen im Gesundheitswesen“, so Prof. Dr. Marvin Kaminski.
Sensorik als Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Marvin Kaminski startete die Konferenz mit Beiträgen zu feld- und wellenbasierten Sensorsystemen für industrielle und Umweltanwendungen. Vorgestellt wurden unter anderem Forschungsarbeiten zu digitalen Zwillingen zur Analyse elektromagnetischer Wechselwirkungen, innovativen Verfahren zur Überwachung industrieller Prozesse, Radarsystemen sowie neuen Ansätzen zur Material- und Qualitätsbewertung.
Im weiteren Verlauf reichte das Themenspektrum von KI-gestützten Analyseverfahren über moderne Bildverarbeitung bis hin zu Biosensorik, Medizintechnik und Robotik. Die Vielfalt der Beiträge verdeutlichte, wie eng Sensorik, Datenanalyse und Künstliche Intelligenz heute zusammenwirken und welche Bedeutung sie für Industrie, Umwelttechnik und Gesundheitswesen haben.
Künstliche Intelligenz erweitert die Möglichkeiten der Messtechnik
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf KI- und Machine-Learning-Verfahren zur Analyse komplexer Messdaten. Die präsentierten Forschungsarbeiten zeigten, wie moderne Algorithmen dabei helfen, industrielle Prozesse zu optimieren, Qualitätsmerkmale automatisiert zu erkennen und datenbasierte Entscheidungen zu unterstützen.
Vorgestellt wurden unter anderem Machine-Learning-Verfahren zur Qualitätsbewertung von Fahrzeugtests, KI-gestützte Schweißprozessoptimierung sowie intelligente Bildanalyseverfahren für industrielle Anwendungen. Die Beispiele zeigten, wie Künstliche Intelligenz zunehmend zu einem wichtigen Werkzeug moderner Mess- und Sensortechnik wird.
Die Kombination aus Sensorik, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz gilt als zentrale Voraussetzung für zukünftige Entwicklungen in Industrie 4.0, Smart Manufacturing und intelligenten Assistenzsystemen.
Innovative Anwendungen für Medizin und Gesundheitsversorgung
Besondere Aufmerksamkeit galt den Vorträgen aus den Bereichen Biosensorik, Medizintechnik und Robotik. Vorgestellt wurden unter anderem neue Verfahren zur Laktatmessung für klinische Anwendungen, KI-gestützte Biomarkerüberwachung sowie robotergestützte Ultraschalldiagnostik mit haptischem Feedback.
Die Forschungsarbeiten zeigten das Potenzial moderner Mess- und Sensortechnik für eine präzisere und patientenorientierte Gesundheitsversorgung und unterstrichen die Bedeutung interdisziplinärer Forschung für die Entwicklung zukünftiger Gesundheitstechnologien.
Austausch und wissenschaftlicher Nachwuchs
Neben dem wissenschaftlichen Programm stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auch die hochsommerlichen Temperaturen von 31 Grad hielten die rund 50 Teilnehmenden nicht davon ab, intensiv über aktuelle Forschungsthemen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Die SENSORICA fördert seit vielen Jahren die Vernetzung zwischen Hochschule, Forschungseinrichtungen und Unternehmen und schafft Raum für neue Kooperationen und gemeinsame Innovationsprojekte.
Gleichzeitig bietet die Konferenz Nachwuchswissenschaftler:innen und Studierenden die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit wissenschaftlichen Vorträgen zu sammeln und ihre Forschung einem Fachpublikum vorzustellen.
Ein besonderes Highlight war die Besichtigung des Wasserwerks Styrum/Ost der RWW in Mülheim an der Ruhr. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in moderne Verfahren der Wasseraufbereitung und nachhaltigen Trinkwasserversorgung und konnten die Bedeutung zuverlässiger Mess- und Sensortechnik in einer kritischen Infrastruktur unmittelbar erleben.
Plattform für Innovation und Wissenstransfer
Die SENSORICA 2026 bot Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und stärkte den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Das Abstractbook mit allen Beiträgen erscheint in den kommenden Wochen und bietet einen umfassenden Überblick über die auf der SENSORICA 2026 vorgestellten Forschungsarbeiten.
Die nächste SENSORICA ist bereits in Planung. Auch 2028 wird die Hochschule Ruhr West Forschende, Unternehmen und Anwender:innen erneut zum Austausch über aktuelle Entwicklungen in Sensorik, Messtechnik und digitaler Transformation nach Mülheim an der Ruhr einladen.
Mit der SENSORICA 2026 unterstreicht das Institut Mess- und Sensortechnik der Hochschule Ruhr West erneut seine Rolle als wichtiger Forschungspartner für Industrie, Gesundheitswesen und öffentliche Einrichtungen. Die Konferenz zeigt, wie anwendungsorientierte Forschung an der HRW zur Entwicklung intelligenter Technologien und nachhaltiger Lösungen für die Herausforderungen von morgen beiträgt.