Studentischer Vierfacherfolg auf Europas größter Mensch-Technik-Interaktion Konferenz
Mittwoch 15. Juli 2026
Dass die Lehre am Institut Informatik der Hochschule Ruhr West immer topaktuell und am Puls der Zeit ist, sollte ja kein Geheimnis mehr sein. Ein weiteres Beispiel dafür ist ein herausragender Erfolg von gleich vier studentischen Gruppen unter der Supervision von Prof.'in Dr. Sabrina Eimler und ihrem Team bei der diesjährigen Ausgabe der Konferenz „Mensch und Computer“ (MuC). Studierende aus dem Projektmodul im Master „Mensch-Technik-Interaktion“ und dem Mastermodul „Psychologie der Mensch-Technik-Interaktion“ werden ihre Projekte vom 30. August bis 02. September 2026 an der Universität Duisburg-Essen vorstellen. Prof.'in Dr. Sabrina Eimler zu den beeindruckenden Leistungen: „Im Institut Informatik zeigen wir einmal mehr, wie projektbasiertes Lernen und gesellschaftliche Verantwortung auf einem sehr hohen Niveau ihren Weg in den wissenschaftlichen Diskurs finden. Wir sind sehr stolz auf das Engagement und den Ehrgeiz unserer Studierenden. Unsere Konzepte setzen sich auch in peer-review Verfahren durch.“
Bei „Inside the Blockchain: Embodied Microlearning in Virtual Reality“ (Autor:innen: Okan Biyikli, Hussein Al Hakim, Gian Luca Dossena, Ramón-Darius Imort, André Helgert, Prof.'in Dr. Sabrina Eimler) geht es um die Nutzung von Virtual Reality als Lernumfeld. Das abstrakte Thema Blockchain wird durch körperliche Interaktion anschaulich vermittelt. Mit Hilfe des Fitnessgeräts ICAROS erkunden die Teilnehmenden eine metaphorische Blockchain-Umgebung und erlernen kryptografisches Hashing, Konsensmechanismen und verteilte Datenstrukturen. In einer Studie mit 24 Personen zeigten sich deutliche Lernfortschritte, insbesondere bei Inhalten, die direkt visuell erfahrbar waren.
Der Beitrag „App-solutely SDGo! Bridging the Gap to Sustainability through a Web Based Urban Scavenger Hunt“ (Autor:innen: Emily Rudolf, Aiden Danny Mäder, Lukas Erle, Prof.'in Dr. Sabrina Eimler) beschreibt die Entwicklung und Evaluation einer Anwendung, die die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN über eine ortsbasierte Schnitzeljagd im urbanen Raum Bottrops erlebbar macht. Ziel ist es, die abstrakten Nachhaltigkeitsziele direkt mit dem Alltag in Bottrop zu verknüpfen. Die Nutzer:innen. Besonders die standortbezogenen Mini-Games und „To Do“-Karten motivierten.
Im Rahmen von „Econauts: A Gamification- and Microlearning-based (mobile) Approach to Foster Action Competence within the Circular Economy Transition“ (Autor:innen: Anna Sophia Brokuf, Adrian Weiner, André Helgert, Prof.'in Dr. Sabrina Eimler) wurde eine mobile Lernanwendung entwickelt, die das Thema Circular Economy über strukturiertes Microlearning und Gamification praxisnah vermittelt. Die App führt Nutzer:innen durch acht Stufen der Kreislaufwirtschaft. Sie umfasst vier eigens entwickelte Mini-Games zu zentralen Kompetenzen wie Mülltrennung, Lieferkettenverständnis, Reparaturfähigkeit und Ressourcenschonung. In einer Evaluation mit sieben Expert:innen aus dem Bereich Circular Economy wurde die Anwendung als sehr nutzerfreundlich bewertet. Zudem wurde ihr ein hoher didaktischer Nutzen für die Vermittlung von Kreislaufwirtschaft bestätigt.
Der Beitrag „Connecting with Rural Identity: A Low Threshold Web Based Digital Spoil Heap Tour“ (Autor:innen: Geena Harmuth, Jil Uboreck, Lukas Erle, André Helgert, Prof.'in Dr. Sabrina Eimler) zeigt die Entwicklung eines offenen und digitalen Lernangebots das die historische, kulturelle und soziale Bedeutung der Halde Haniel für das Ruhrgebiet vermittelt. Das Projekt wurde im Austausch u.a. mit Bürgerinitiativen wie der IG Halde Haniel entwickelt und greift damit die Ziele der UN für hochwertige Bildung und nachhaltige Städte auf und verbindet sie mit einem selbstbestimmten, ortsbezogenen Lernformat: Besucher:innen können die ehemalige Bergbauhalde als eine Art digitales Museum eigenständig erkunden. Da die vielfältigen Bezüge von Industriegeschichte, heutiger Nutzung und Zukunftspotenzialen für viele bislang kaum sichtbar waren, soll die Anwendung Wissen vor Ort zugänglich machen. Die Evaluation zeigt eine gute Usability des Prototyps. Das Feedback der Teilnehmenden fließt in die Weiterentwicklung und den Einsatz der Anwendung auf der Halde Haniel ein.
Wir freuen uns mit unseren Studierenden über diesen tollen Erfolg und wünschen viel Erfolg bei der Präsentation der Beiträge im September.