Innovation zum Anfassen: Besuch aus Wirtschaft und USA im FabLab
Sonntag 20. September 2026
Zwei Besuchergruppen, ein gemeinsames Interesse: Wie können Innovation, Nachhaltigkeit und Unternehmertum praktisch gestaltet werden? Im HRW FabLab auf dem Prosper-Gelände in Bottrop standen am gleich zwei Besuche auf dem Programm.
Den Auftakt machte eine Gruppe von Unternehmen aus der Elektro- und Elektronikbranche. Im Rahmen einer Workshop-Reihe der Effizienz-Agentur NRW stellte das Projekt #digital.zirkulär.ruhr Ansätze für Circular Design und eine nachhaltige, zirkuläre Wertschöpfung vor.
Bei einem Rundgang durch das FabLab erhielten die Teilnehmenden zunächst Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Anschließend ging es in die Halle 4, wo das Team die Recyclingstraße präsentierte. Dort lassen sich Filamentreste aufbereiten und zu neuem, druckbarem Filament verarbeiten. So können Materialien aus dem 3D-Druck möglichst lange im Kreislauf gehalten werden.
Anschließend wechselte die Gruppe ins benachbarte Labor CDEL. Prof. Dr. Saulo H. Freitas Seabra da Rocha zeigte dort unter anderem, wie sich Produkte wie Akkuschrauber in ihre Einzelteile zerlegen lassen, um Materialien und Komponenten genauer zu untersuchen und für neue Anwendungen nutzbar zu machen.
Internationale Gäste aus den USA
Parallel dazu empfing das FabLab eine Delegation der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer. Vertreterinnen und Vertreter amerikanischer Start-ups, Hochschulen und Wirtschaftsförderungsorganisationen informierten sich über die Entwicklung des Prosper-Geländes und die Möglichkeiten, mit denen die Hochschule Ruhr West junge Gründerinnen und Gründer unterstützt.
Initiiert wurde der Besuch durch die HRW Startups, die den Kontakt zur Delegation hergestellt hatte. Prof. Dr. Michael Schäfer stellte die verschiedenen Förderprojekte des FabLabs vor und führte die Gäste durch die Laborräume.
Dabei konnten die Besucherinnen und Besucher die Angebote des FabLabs nicht nur kennenlernen, sondern auch selbst ausprobieren. Besonders der 3D-gedruckte Basketball und die Quantum MiniLab Kits sorgten für Interesse. Der praktische Zugang vermittelte den Gästen unmittelbar, wie das FabLab Menschen für Technologie, Innovation und eigene Projekte begeistert.
Auch diese Gruppe besuchte im Anschluss das CDEL und erhielt Einblicke in die Arbeit des Labors.
Austausch über Grenzen hinweg
So unterschiedlich die beiden Besuchergruppen auch waren – eines verband sie: das Interesse an neuen Technologien, praktischen Lösungen und den Möglichkeiten, Innovation gemeinsam voranzutreiben. Die beiden Besuche boten zugleich zahlreiche Gelegenheiten für Austausch und Networking.
Für das FabLab-Team waren die Veranstaltungen ein weiterer Beleg dafür, wie vielfältig die Zielgruppen des Labors sind – von Unternehmen aus der Region bis hin zu internationalen Start-ups und Hochschulvertreterinnen und -vertretern. Auch wenn ein intensiver Besuchstag am Ende müde macht, bleibt vor allem die Freude darüber, die Arbeit und Vision des FabLabs mit immer neuen Menschen teilen zu können.