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Recherchestrategie der HRW Bibliothek

Literaturecherche

Einstieg

In diesem Leitfaden wird vorgestellt, wie man bei der Literaturrecherche für Hausarbeiten und Abschlussarbeiten vorgehen kann.
Das Bibliotheksteam steht darüber hinaus jederzeit gerne für Rückfragen, persönliche Beratungen sowie Schulungen zur Verfügung. Weitere Informationen finden man hier.
Grundsätzlich ist bei der Verwendung von Quellen auf eine korrekte Zitierweise zu achten. Sämtliche verwendete Quellen sind in der Arbeit ordnungsgemäß anzugeben.

Bei der Literaturrecherche ist die Wahl passender Suchbegriffe entscheidend: Eine zu eng gefasste Suche kann zwar sehr präzise Ergebnisse liefern, aber auch dazu führen, dass keine Treffer angezeigt werden. Umgekehrt generiert eine zu allgemeine Suche viele Ergebnisse, die jedoch häufig irrelevant sein können.

Daher bietet es sich an verschiedene Suchbegriffe auszuprobieren und diese gezielt zu variieren. Wenn das Thema zum Beispiel Technologien behandelt, mit denen Maschinen umweltfreundlicher gestaltet werden können, reicht die Suche nach „Klimaschutz“ allein nicht aus. Hier ergänzt man die Suchanfrage durch spezifischere Begriffe wie „klimaschonende Technologien“ oder „Klimaschutz Maschinenbau“.

Um das Thema breit abzudecken, nutzt man Synonyme, verwandte Begriffe sowie Unter- und Oberbegriffe oder sogar Übersetzungen in andere Sprachen. Es kann hilfreich sein, eine Tabelle anzulegen, in der alle relevanten Begriffe gesammelt werden.

Beispiel: Bei einer Arbeit zum „Klimawandel in Europa“ könnten zusätzlich die Begriffe „Erderwärmung“ oder „Klimaveränderung“ (Synonyme) sowie „Klimaschutz“ (verwandter Begriff) verwendet werden. Statt nur nach „Europa“ zu suchen, bieten sich auch einzelne Länder (Unterbegriffe) oder globale Bezüge (Oberbegriff) an.

Zur Unterstützung bei der Suche nach passenden Begriffen können Thesauri wie der Standard-Thesaurus Wirtschaft oder bibliothekarische Normdateien wie die Gemeinsame Normdatei (GND) hilfreich sein.

Je nach Recherchewerkzeug und Thema kann es zudem sinnvoll sein, einzelne Suchbegriffe separat zu recherchieren – etwa bei einem Thema wie „Buchdruck im Mittelalter“, indem man zunächst nur nach „Buchdruck“ sucht.

Wie spezifisch der Suchbegriffe sein sollten, hängt vom jeweiligen Tool und dem Thema ab, weshalb Erfahrung und Ausprobieren hilfreich sind.

Dokumentiert man außerdem die Suchanfragen und deren Ergebnisse sorgfältig, erleichtert das die Übersicht und hilft bei der späteren Auswertung.

Jedes Rechercheinstrument funktioniert unterschiedlich. Daher empfiehlt es sich, vor Beginn einer Suche stets die Hilfeseiten des jeweiligen Angebots zu nutzen. Je nach den verfügbaren Suchfunktionen sollten die Recherchestrategien für jede Datenbank individuell angepasst werden. Dieselbe Suchanfrage kann auf verschiedenen Plattformen zu sehr unterschiedlichen und unterschiedlich guten Ergebnissen führen.

Die Suchfunktionen können nicht nur von Datenbank zu Datenbank variieren, sondern auch innerhalb verschiedener Suchfelder einer Plattform unterschiedlich sein. So ist es beispielsweise sinnvoll, in der Freitextsuche verschiedene Wortformen zu berücksichtigen. Teilweise wird dies von den Rechercheinstrumenten übernommen, siehe Stemming, teilweise muss dies durch mehrere Suchen oder den Einsatz von Boole’schen Operatoren händisch erfolgen. Bei einer Autorensuche hingegen möchte man in der Regel genau den eingegebenen Suchstring finden.

Im Folgenden stellen wir einige der wichtigsten Konzepte kurz vor:

 

  • Stemming:

Viele Rechercheinstrumente bieten eine Freitextsuche an, die ähnlich wie bei Google funktioniert: Mit der Eingabe einer Wortform, beispielsweise „Vogel“, werden auch andere Wortformen wie „Vögel“ berücksichtigt und gefunden. Dies kann die Recherche erleichtern, kann jedoch in manchen Fällen auch unerwünschte Treffer erzeugen.

  • Boolesche Operatoren

Boolesche Operatoren sind bestimmte Wörter oder Zeichen, mit denen Suchbegriffe logisch miteinander verknüpft werden können. Sie ermöglichen eine präzisere Steuerung der Suchanfragen:

BegriffA UND BegriffB: Beide Begriffe müssen in den Suchergebnissen enthalten sein. Z.B. „Maschinenbau UND Klimaschutz“ findet Literatur, in denen beide Begriffe vorkommen.

BegriffA ODER BegriffB: Mindestens einer der beiden Begriffe muss in den Suchergebnissen vorkommen; es können auch beide enthalten sein. Z.B. „Klimaschutz ODER Nachhaltigkeit“ findet Literatur zu Klimaschutz, zu Nachhaltigkeit und Literatur, in der beides vorhanden ist.

BegriffA NOT BegriffB: Die Suchergebnisse müssen BegriffA enthalten, dürfen jedoch BegriffB nicht beinhalten. Z.B. „Klimaschutz NOT Deutschland“ findet Literatur zum Thema Klimaschutz, der nicht auf Deutschland bezogen ist.

  • Trunkierungen

Mit Trunkierungen können Sie Suchbegriffe durch Platzhalterzeichen erweitern, um verschiedene Wortformen oder Endungen zu erfassen.

Beispielsweise ermöglicht die Suche nach „Schul*“, alle Begriffe zu finden, die mit „Schul“ beginnen, wie etwa „Schulbuch“, „Schulweg“ oder „Schulgebäude“.

Die verwendeten Platzhalterzeichen variieren je nach Rechercheinstrument. Häufig kommen das Sternchen (*) oder das Fragezeichen (?) zum Einsatz, gelegentlich auch Prozentzeichen (%) oder andere Symbole. Auch hier empfehlen wir, vor der Recherche die Hilfeseiten der jeweiligen Datenbank zu konsultieren.

In den meisten Datenbanken ist eine sogenannte Rechtstrunkierung möglich, bei der Suchbegriffe am Ende erweitert werden können. Eine Linkstrunkierung – also eine Erweiterung am Anfang des Suchbegriffs – ist seltener verfügbar.

 

Wo suche ich?

Für einen ersten inhaltlichen Überblick zu einem Thema können allgemeine Ressourcen wie Google oder Wikipedia genutzt werden. Dabei ist jedoch besonders darauf zu achten, dass die Quellen, die dort gefunden werden, seriös sind. Diese allgemeinen Quellen sind in der Regel nicht zitierfähig.

Nach einer ersten Orientierung folgt die eigentliche Literaturrecherche. Hierbei ist es wichtig, ausschließlich wissenschaftliche und zitierfähige Quellen zu verwenden. Solche findest du am besten über bibliothekarische Suchmaschinen und spezialisierte Datenbanken.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Recherchewerkzeuge von weniger spezifischen zu immer spezialisierteren Angeboten zu nutzen – also beispielsweise zunächst Google, anschließend den Bibliothekskatalog, gefolgt von allgemeinen Datenbanken und schließlich spezialisierten Fachdatenbanken.

Die Auswahl der geeigneten Recherchewerkzeuge hängt zudem von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Sprache der Literatur, dem wissenschaftlichen Anspruch sowie dem Zugang zu den jeweiligen Ressourcen.

Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Recherchewerkzeuge kurz vor:

In Bibliothekskatalogen sind sämtliche physischen Bestände der Bibliotheken sowie die elektronischen Ressourcen verzeichnet, die für die Einrichtung lizenziert wurden.

Vorteile:
Der Katalog bietet einen niederschwelligen Einstieg in die Recherche und ermöglicht in der Regel einen einfachen Zugang zu den gefundenen Medien – sei es durch direkte Entnahme von Büchern aus dem Regal oder den Zugriff auf elektronische Medien über das Hochschulnetz.

Nachteil:
Der Bibliothekskatalog umfasst ausschließlich jene Ressourcen, auf die die Bibliothek Zugriff gewähren kann. Eine erschöpfende Suche zu einem Thema ist daher hier nicht möglich.

Nähere Erläuterungen zum HRW-Katalog finden sich weiter unten.

Datenbanken verzeichnen Literatur zu bestimmten Themen oder sind nach weiteren Kriterien wie beispielsweise Medientypen (Aufsätze, Audio- bzw. audiovisuelle Medien etc.) eingeschränkt.

Vorteil:
Sie bieten einen guten Überblick über die publizierte Fachliteratur und ermöglichen eine gezielte Recherche innerhalb spezifischer Fachgebiete.

Nachteil:
Der Zugang zu den Volltexten ist teilweise nur nach Anmeldung oder Bezahlung möglich.

Eine Übersicht allgemeiner und fachspezifischer Datenbanken mit Zugangsmöglichkeiten über die Hochschule Ruhr West sowie sortiert nach Fachbereichen findest du hier:
Datenbanken der HRW

Beispiele für weitere wichtige Datenbanken sind:

Google:
https://www.google.com/
Für eine erste Orientierung sinnvoll, aber zur gezielten Recherche nach wissenschaftlichen Texten nur bedingt geeignet. Der Top-Treffer ist mittlerweile meistens eine KI-Zusammenfassung und darf nicht alleinige Basis von Aussagen sein.

Google Scholar:
https://scholar.google.com/
Die Google-Suchmaschine für wissenschaftliche Texte. Es werden zahlreiche Open Access Publikationen, aber auch  lizenzpflichtige Produkte durchsucht. Als alleinige Suche ist Google Scholar nicht ausreichend, da immer wieder wichtige Quellen fehlen und zum Teil auch Publikationen zweifelhafter Qualität und Herkunft angezeigt werden.  

Base (Bielefeld Academic Search Engine):
https://www.base-search.net/
Umfangreiche Suche auf wissenschaftlichen Schriftenservern, so genannten  Repositorien, soweit vorhanden direkter Zugriff auf die zugehörigen Volltexte.

Statista:
https://de.statista.com/homepage
Kommerzieller Anbieter mit Statistiken und Dossiers aus nahezu allen Fach- und Lebensbereichen. Der Zugang ist über die HRW für die Angehörigen der Hochschule lizenziert.

Dimensions:
https://www.digital-science.com/products/dimensions/
Visuell aufbereitete Daten, kostenloser Zugang nach Anmeldung.

DOAJ:
https://doaj.org/
Directory of Open Access Journals: Verzeichnis seriöser Open Access Zeitschriften. Suche sowohl nach Zeitschriften als auch Aufsätzen möglich.

OpenAlex:
https://openalex.org/
Datenbank mit starker Verknüpfung zwischen den Titeln, bspw. Zitationen, Themen, Autor:innen usw.

LinkedIn Learning:
https://sso.hs-rw.de/idp/profile/SAML2/POST/SSO?execution=e1s1
Das Portal LinkedIn Learning  bietet zahlreiche Trainingsvideos auf Deutsch und Englisch.
Das Portal enthält Videos unter anderem aus den Bereichen: 
Office-Anwendungen, Projektmanagement, 3D & CAD, Programmieren, Server, Video & Audio, Bildbearbeitung & Fotografie, Design & Illustration, Schlüsselkompetenzen und vieles mehr.
Der Zugang zu LinkedIn Learning ist ausschließlich per Shibboleth/SSO Login mit den HRW-IT-Zugangsdaten möglich. 
Der Zugang erfolgt entweder über den angegebenen Link oder durch Eingabe der HRW-Mailadresse auf der LinkedIn Learning Startseite, es erfolgt dann eine Weiterleitung zum SSO/Shibboleth Login. 
Für Android und IOS stehen im App- bzw. Playstore Apps unter dem Namen "LinkedIn Learning" zur Verfügung, mit denen Videos heruntergeladen und auch offline genutzt werden können. In der App erfolgt die Identifikation ebenfalls durch Eingabe der HRW-Mailadresse, woraufhin eine Weiterleitung auf die SSO/Shibboleth Login-Seite erfolgt.

Livivo:
https://www.livivo.de/
Thema Lebenswissenschaften, teilweise Zugriff auf Volltexte

Nautos/DIN-Normen (ehemals Perinorm):
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://nautos.de/VWW/login
Hier findest du die von der HRW lizenzierten DIN-Normen und VDI-Richtlinien. Für den Zugriff auf die DIN-VDE Normen (Elektrotechnik) steht das Portal des VDE-Verlages zur Verfügung, das wir ebenfalls lizenziert haben.

EconBiz:
https://www.econbiz.de/
Betriebs- und Wirtschaftswissenschaften, teilweise Zugriff auf Volltexte

Wiso
https://hsb-ruhr-west.digibib.net/eres/redirect?id=141765&source=digilink&bibid=1393&url=https%3A%2F%2Fhs-ruhrwest.idm.oclc.org%2Flogin%3Furl%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.wiso-net.de
Umfangreiches von der HRW lizenziertes Datenbankportal mit Schwerpunkt in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Technik. Neben großen Literaturdatenbanken und zahlreichen Fachzeitschriften umfasst Wiso ein sehr umfangreiches und tagesaktuelles Pressearchiv sowie eine Firmendatenbank. Mit kostenfreier Anmeldung sind unterschiedliche automatische Suchvorgänge und die regelmäßige Übermittlung neuer Dokumente per E-Mail individuell konfigurierbar.

DWA-Regelwerk:
https://hsb-ruhr-west.digibib.net/eres/record/digilink:171052?q-al=DWA&count=20&start=1&context=std&hitcount=6&pos=6
Regelwerk der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall

Beck-online:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://beck-online.beck.de/Home
Von der HRW lizenzierte juristische Fachdatenbank mit Zugriff auf führende Kommentare, Rechtsprechungsdatenbanken sowie Fachzeitschriften.

Materialatlas:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://www.materialatlas.com
Datenbank mit Informationen zur Beschaffenheit zahlreicher Baumaterialien und Werkstoffe.

ACM Digital Library:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://dl.acm.org/
Portal mit den vollständigen Volltexten der elektronischen Publikationen der Association for Computing Machinery (ACM): Zeitschriften, Kongressberichte, Newsletter, Reviews, Special Interest Groups u.a.

Business Source Premier (EBSCO):
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=http://search.ebscohost.com/login.asp?profile=ehost&defaultdb=bsp
Business Source Premier enthält die Volltexte von ca. 2.100 wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften, mehrheitlich in englischer Sprache. Außerdem enthält die Datenbank Fallstudien, Firmenprofile, SWOT-Analysen, Marktanalysen, Verweise auf Artikel aus rund 6.000 Wirtschafts- und Fachzeitschriften und vieles mehr. Artikel, deren Daten angezeigt werden, die aber im Volltext nicht enthalten sind, können im Regelfall über die Fernleihe bestellt werden.

IEEE Xplore:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=http://ieeexplore.ieee.org/
Dieses sehr umfangreiche Volltext-Archiv ist eine herausragende Quelle vor allem für die Fach- und Teilgebiete der Elektrotechnik und Informatik und ist für in diesem Bereich Forschende bei der Recherche sehr bedeutsam. IEEE Xplore enthält die aktuellen Zeitschriften der IEEE, die Tagungsberichte aller IEEE Veranstaltungen und die IEEE Standards (Normen). 
Im Suchfeld muss ein englischsprachiger Suchbegriff eingegeben werden, die Publikationen der IEEE erscheinen grundsätzlich in englischer Sprache.

WTI Technik / TEMA Technik und Management/DKF Kraftfahrzeugtechnik:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://wtiweb.wti-frankfurt.de/hs-ruhrwest
Die Literaturdatenbanken von WTI Technik, die insbesondere die TEMA-Datenbank mit ihren zahlreichen Teilen sowie die Datenbank DKF umfassen, liefern bibliographische Hinweise mit Abstracts auf die deutsche und internationale elektronische und gedruckte Fachliteratur im Bereich Ingenieurwissenschaften/Technik und verwandte Gebiete. 
Als klassiche Literaturdatenbank enthält das Angebot von WTI-Technik keinerlei Volltexte. Soweit die HRW-Bibliothek gefundene Titel nicht selbst lizenziert hat und die Titel auch nicht frei verfügbar sind, können diese jederzeit per Fernleihe bestellt werden. Diese kann im Reiter "Fernleihe" im KatalogPlus/DigiBib abgesendet werden.

VDE Normen:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://www.normenbibliothek.de
Neben den über Nautos im Volltext zugänglichen DIN-Normen und VDI Richtlinien hat die HRW Bibliothek die Volltexte der DIN-VDE-Normen lizenziert. Diese Normen sind ebenfalls Teil des DIN-Regelwerks, werden jedoch vom VDE-Verlag zu seinen eigenen Bedingungen verlegt und vom Verlag über die eigene "Normenbibliothek" auf dem Campus und per VPN-Zugang bereitgestellt. Es handelt sich hier um ein webbasiertes Angebot, das eine unbegrenzte Zahl möglicher Parallelzugriffe ermöglicht. Ein Herunterladen von Normen als PDF oder der Ausdruck aus der Anwendung heraus ist bei den VDE-Normen nicht möglich, die Normen können ausschließlich webbasiert genutzt werden. „Copy and Paste“ von Textteilen ist jedoch möglich.

PsycINFO:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=http://search.ebscohost.com/login.asp?profile=ehost&defaultdb=psyh
Psycinfo ist die bibliographische Fachdatenbank der American Psychological Association (APA). Da es sich um eine ausschließlich bibliographische Datenbank handelt, enthält sie selbst keine Volltexte. Dafür findet man in ihr zahlreiche Nachweise und Abstracts hauptsächlich englischsprachiger Literatur (Zeitschriftenaufsätze, Monographien, Aufsätze aus Sammelwerken, technische Reports, Dissertationen) zur Psychologie und zu psychologischen Aspekten aus den Disziplinen Medizin, Psychiatrie, Gesundheitswesen, Soziologie, Pädagogik, Pharmazie, Physiologie, Linguistik, Anthropologie, Recht und Betriebswirtschaft. 
Titel, die in der Datenbank gefunden werden, auf die über die HRW Bibliothek aber kein direkter Zugriff besteht, können im Regelfall über die Fernleihe bestellt werden.

IBISWorld:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://my.ibisworld.com
Mit rund 4.000 Branchenberichten weltweit bietet die IBISWorld-Datenbank ausführliche Marktanalysen für Deutschland, das Vereinigte Königreich, Australien, Neuseeland, die USA, Kanada, China sowie wichtige globale Märkte. Jeder Bericht enthält sowohl quantitative als auch qualitative Trendanalysen über branchenspezifische Schlüsselstatistiken, operative Bedingungen, Produkt- und Marktsegmente und das Wettbewerbsumfeld inklusive bedeutender Branchenakteure. 
Wichtige externe Einflussfaktoren sowie weitere branchenrelevante Treiber fließen in IBISWorlds exklusive Fünfjahresprognosen über die Branchenentwicklung ein.

EHI Handelsdaten:
https://hs-ruhrwest.idm.oclc.org/login?url=https://www.handelsdaten.de/
Achtung! Solltest du beim Aufrufen der Datenbank nicht direkt als HRW-Angehörige:r erkannt werden, lade bitte die Seite direkt neu (refreshen), dann sollte der Zugang funktionieren. Danke! 
Das Portal EHI Handelsdaten.de, ein Angebot des EHI Retail Institute, bündelt Daten, Zahlen und Fakten speziell zum Themenfeld Handel mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die auf handelsdaten.de zum Download zur Verfügung gestellten Informationen stammen aus der empirischen Forschung des EHI Retail Institute und von ca. 170 ausgesuchten Drittquellen. Die Daten können als Diagramme bequem in einer Bilddatei (JPG) oder als Rohdaten in Tabellenform (Excel) heruntergeladen und so z.B. für Lehrveranstaltungen, Haus- und Abschlussarbeiten usw. vielfältig eingesetzt werden. Redaktionell aufbereitete Handelsthemen sowie Branchen- und Unternehmensportraits ermöglichen einen schnellen thematischen Überblick. Der Zugriff auf die Datenbank ist aus dem Hochschulnetz und von Zuhause und Unterwegs per VPN möglich.

  • AV-Portal (-> https://av.tib.eu/): Portal für frei zugängliche Wissenschaftliche Videos
  • Pixabay (→ https://pixabay.com/de/): Frei Zugängliche Grafiken und Fotos



       

Repositorien

Repositorien sind Server, auf denen Dokumente gespeichert werden und in der Regel über eine Suchmaske gefunden und je nach Lizenzregelungen abgerufen werden können. Es gibt sowohl fachliche als auch institutionelle Repositorien. Institutionelle Repositorien stellen Medien wie Dissertationen, Hochschulschriften oder Veröffentlichungen der Mitglieder der jeweiligen Einrichtung zur Verfügung. Fachliche Repositorien hingegen sammeln Medien zu bestimmten Themenbereichen.

Im Repositorium der Hochschule Ruhr West können beispielsweise Abschlussarbeiten anderer Studierender sowie Publikationen der Hochschule eingesehen werden.

Bitte beachte dabei: Bachelor- und Masterarbeiten gelten in der Regel nicht als wissenschaftliche Quellen.

Es kann hilfreich sein, zu recherchieren, welche Hochschulen ähnliche Fachbereiche haben, um deren Repositorien gezielt zu durchsuchen.

Eine Übersicht über Open-Access-Repositorien bietet beispielsweise die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V.: DINI-Zertifizierte Publikationsdienste 

Darüber hinaus bietet die Suchmaschine BASE (Bielefeld Academic Search Engine) unter https://www.base-search.net/ einen umfassenden Überblick über mehr als 12.000 eingebundene Datenbanken, darunter zahlreiche Repositorien.

 

EconStore:
https://www.econstor.eu/?locale=de
Wirtschaftswissenschaftliche Veröffentlichungen

SSOAR:
https://www.ssoar.info/ssoar/
Sozialwissenschaftliche Publikationen

Renate:
https://oa.tib.eu/renate/home
Repositorium für Naturwissenschaften und Technik

Zenodo
https://zenodo.org/
Fachübergreifend und neben Volltexten auch offene Roh- bzw. Forschungsdaten

Bei der Weiterverwendung von Forschungsdaten Dritter sind zudem die jeweiligen Lizenzbestimmungen zu beachten. Diese regeln, ob und in welchem Umfang Inhalte weiterverwendet oder verbreitet werden dürfen. Die am weitesten verbreiteten Lizenzformen sind die Creative Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen). Weitere Informationen hierzu findest du unter: Creative Commons (-> https://de.creativecommons.net/was-ist-cc/).

Metasuchmaschinen

Vorteil:
Metasuchmaschinen ermöglichen die gleichzeitige Suche über mehrerer Datenbanken, was einen schnellen und umfassenden Überblick verschafft.

Nachteil:
Da mehrere Datenbanken parallel durchsucht werden, können die spezifischen Suchfunktionen einzelner Datenbanken nicht immer vollständig genutzt werden. Wir empfehlen daher, bei besonders vielversprechenden Ergebnissen direkt in der jeweiligen Datenbank über deren eigene Suchoberfläche zu recherchieren.

Ein Beispiel für eine Metasuchmaschine ist der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK)

Autor:innen, die bereits zu einem Thema publiziert haben, veröffentlichen häufig auch zu ähnlichen Fragestellungen. Es kann daher sinnvoll sein, gezielt nach solchen Autor:innen zu suchen, um weitere relevante Literatur zu entdecken.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Literaturverzeichnisse von Arbeiten einzusehen, die thematisch überlappen oder ähnlich gelagert sind. Diese Verzeichnisse bieten oft wertvolle Hinweise auf zusätzliche Quellen.

Sollte der Volltext – und damit das Quellenverzeichnis – nicht verfügbar sein, können Tools wie OpenAlex oder ResearchRabbit hilfreich sein, um Literaturquellen und Vernetzungen zwischen Publikationen nachzuvollziehen.

KI-Tools und Recherche

Künstliche Intelligenz ist keine Suchmaschine. Die von KI-Tools generierten Antworten können zwar korrekt sein, müssen es jedoch nicht zwangsläufig, da diese Systeme keine Fakten speichern, sondern Texte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten erzeugen. Insbesondere bei Tools, die nicht speziell für die wissenschaftliche Recherche entwickelt wurden, können bis zu 100 % der angegebenen Literaturangaben fehlerhaft sein – beispielsweise, weil Quellen schlichtweg nicht existieren oder Zitate falsch wiedergegeben werden.

Daher ist es unerlässlich, die Ergebnisse von KI-Anwendungen stets sorgfältig auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Gleichzeitig bietet die Fähigkeit von KI, große Datenmengen zu analysieren, zu strukturieren und Muster zu erkennen, auch im Bereich der Literaturrecherche und wissenschaftlichen Arbeit insgesamt erhebliche Arbeitserleichterungen und kann unterstützend eingesetzt werden.

Es gibt zunehmend KI-gestützte Werkzeuge, die speziell für die Literaturrecherche konzipiert sind. Im Folgenden findest du Beispiele. Auch hier gilt: Prüfe alle Ergebnisse kritisch!

R Discovery:
https://discovery.researcher.life/
KI-gestützte Literaturrecherche

Semantic Scholar:
https://www.semanticscholar.org/
KI-generierte Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Texten.

Open Knowledge Maps:
https://openknowledgemaps.org/
Zeigt thematische Blasen an und ordnet die dazu gehörigen Quellen an. Überschneidungen der Themen sind möglich.

Research Rabbit:
https://www.researchrabbit.ai/
Bietet die Möglichkeit, Verbindungen zwischen Literatur darzustellen und sich so immer weiter durch die Suche zu hangeln. So wird angezeigt, welche Autor:innen miteinander zusammengearbeitet haben und welche Texte zitiert wurden sowie von welchen Texten der ausgewählte selbst zitiert wurde. Bei Research Rabbit ist eine Anmeldung notwendig, ansonsten ist die Nutzung aber kostenlos.

Wie komme ich an die gefundenen Medien dran?

Um zu prüfen, ob die gefundene Literatur in unserem Medienbestand vorhanden ist, nutze bitte unseren Katalog Plus. Dort sind alle Medien verzeichnet, die im Bestand der Bibliothek vorhanden sind oder über uns lizenziert wurden.

Zusätzlich ermöglicht der Katalog Plus die Bestellung von Fernleihen aus anderen Bibliotheken. Zu der Recherche dieser kommst du über den Reiter „Fernleihe“ oder „Bibliotheken in NRW“. Bei letzterem kannst du die Fernleihe bequem über den Link „Wie komme ich dran?“ aufgeben. Es können sowohl Bücher (Bestellung Bücher) als auch einzelne Aufsätze (Bestellung Aufsätze) für jeweils 1,50 € bestellt werden. Bücher können entweder nach Bottrop oder Mülheim geliefert werden. Aufsätze erhälts du als Scan direkt per E-Mail.

Datenbanken und E-Journals findest du gesondert unter dem Tab „Datenbanken“.

Solltest du keine Fernleihe wünschen, kannst du auch eigenständig nach Beständen anderer Bibliotheken suchen:

Für Bücher bietet sich beispielsweise die Verbunddatenbank für NRW (NRW Verbunddatenbank) an, in der die Bestände der meisten wissenschaftlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verzeichnet sind. Ähnliche Datenbanken existieren in nahezu allen Bundesländern.

Einen deutschlandweiten Überblick verschafft der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK).

Für Zeitschriftenbestände – gedruckt sowie teilweise elektronisch – steht die Zeitschriftendatenbank (ZDB) zur Verfügung

Bücherregale in der 4. Etage der Bibliothek
Außenansicht von Gebäude 3 am Campus Mülheim
Informationstheke und Selbstverbucher in der Bibliothek in Mülheim
PC-Arbeitsplätze in der Bibliothek in Mülheim
Lernplätze in der Bibliothek in Mülheim
digitale Ordnerstruktur
3D-Modell der Bibliothek aus Vogelperspektive
Mitarbeiterin der Bibliothek an der Informationstheke