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Seite: /virtual-exchange/
Datum: 30.09.2020, 18:02Uhr

Digitaler Auslandsaufenthalt

HRW erhält Förderung zur Digitalisierung internationaler Hochschulkooperationen


Mülheim an der Ruhr, 10. September 2020:  Während der Corona-Pandemie baute die Hochschule Ruhr West konsequent ihre digitalen Lehr- und Lernangebote aus. Um diesen Digitalisierungsschub auch für internationale Hochschulkooperationen zu nutzen, bewarb sich die HRW um eine Förderung durch das Programm „International Virtual Academic Collaboration (IVAC)“. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wählte jetzt 50 Projekte aus. Die Hochschule Ruhr West gehört mit ihren nationalen und internationalen Partnern zu den geförderten Projekten.

Mit dem im Projekt „Virtual Exchange+“ macht die Hochschule Ruhr West zusammen mit der Hochschule Harz (Wernigerode) und ihren Partnerhochschulen in den USA digitale internationale Erfahrungen für ihre Studierenden erlebbar. „Aufgrund von finanziellen oder zeitlichen Einschränkungen oder auch familiären Verpflichtungen können sich nicht alle Studierende ein Auslandssemester leisten, obwohl es für ihr Berufsleben sehr wichtig wäre. Mit unserem digitalen Projekt Virtual Exchange+ erreichen wir nun genau diese Studierenden. Sie können Kontakte über geographische und soziale Grenzen hinaus knüpfen, ihre digitalen Kompetenzen vertiefen, andere Menschen und Kulturen in kurzen Aufenthalten kennenlernen. Eine Erfahrung von fast unschätzbarem Wert“, ist Prof. Dr. Susanne Staude überzeugt. „Für die HRW, die Hochschule Harz und auch für die amerikanischen Hochschulen ist es eine ganz wunderbare Chance, die sich in der Corona-Krise ergeben hat“, so Staude.

Internationale Partner sind die Wayne State University (WSU), die Michigan State University (MSU) und die Iowa State University (ISU). Alle drei Hochschulen liegen im Norden der USA. Einer Region, die sich, ähnlich wie das Ruhrgebiet, im Strukturwandel befindet. Die drei Universitäten haben Studierende mit sehr diversem Bildungshintergrund, haben Studierende aus nichtakademischen Elternhäusern, die jobben müssen, um ihr Studium zu finanzieren. Damit sind sie vergleichbar mit der HRW und ihren Studierenden.

In diesem Wintersemester und auch im folgenden Sommersemester treffen sich die Studierenden dieser Hochschulen – Corona-bedingt zunächst online. Studierende aus den US-amerikanischen und deutschen Hochschulen werden Projekte zusammen bearbeiten. Dieser Ansatz ermöglicht die einfache Integration der internationalen Lernerfahrung in die bestehenden Lehrpläne. „Um allen Teilnehmer*innen eine gewisse Auslandserfahrung zu ermöglichen und eine gute Teamarbeit zu unterstützen, sollten die Kurse zu Beginn und am Ende von einer gemeinsamen Woche eingerahmt werden. So werden alle Studierenden eine Woche lang sowohl Gast als auch Gastgeber sein“, erläutert Prof. Staude die Pläne. „Bedingt durch Covid-19 müssen wir diese Auslandsaufenthalte zunächst verschieben und hoffen, dass wir im Februar oder März diesen Austausch ermöglichen können.“

Kurse für Studierende

Ab dem Wintersemester 2020/21 bieten die HRW und ihre us-amerikanischen Partneruniversitäten verschiedene Kurse (von Kommunikation bis Datenanalyse) in virtueller Zusammenarbeit an.

Der 1. Kurs beschäftigt sich mit Krisenkommunikation in den Sozialen Medien. Lehrende sind Prof. Dr. Simone Roth (HRW) und Prof. Dr. Jeff Stoltman (WSU). Studierende des Moduls „Social Media Marketing“ an der HRW und „Consumer Behavior“ an der WSU werden projektbasiert gemeinsam an Consumer Insights und relevanten Social Media Inhalten in Krisenzeiten arbeiten.

Prof. Dr. Joachim Friedhoff (HRW) und Prof. Dr. Frank Peters (ISU) bieten die Lehrveranstaltung „Computer Aided Product Development and Manufacturing“ an. Studierende entwerfen und entwickeln ein Produkt und fertigen einen Prototyp, z. B. mit 3D-Druckern oder Fräsen. Den Umgang und das Arbeiten an einer Fräsmaschine lernen die Studierenden mit VR-Brillen.

Der 3. Kurs beschäftigt sich mit der „Anwendung von Data Science im Ingenieurwesen“. Lehrende sind Prof. Dr. Christian Weiß (HRW) und Dr. Yaoxian Huang (MSU). In diesem Kurs wenden die Studierenden Methoden der von Data Science an, um ingenieurwissenschaftliche Unternehmens- oder Produkionsdaten zu analysieren. Sie beurteilen dann die technischen und ethischen Grenzen der digitalisierten Datenauswertung.

Doch nicht nur Studierende sollen zusammenarbeiten. Für Lehrende wird es eine Reihe von Online-Schulungsseminaren geben. Themen sind Pädagogik multidisziplinärer, projektbasierter Lehr- und Lernszenarien, Online-Kollaborationstools, Bewertungsmethoden. Für September 2021 ist eine Konferenz für alle teilnehmenden und interessierten Dozent*innen aller Partneruniversitäten geplant.

Gefördert wird das Projekt „Virtual Exchange+“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bis Ende 2021 erhalten die HRW und ihre Partnerhochschulen 220.000 Euro, z. B. um die Reisen der Studierenden und Dozent*innen zu finanzieren.

Beatrice Liebeheim-Wotruba

Referat Hochschulmarketing & Kommunikation
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 03

Telefon: +49 208 88254-251
Handy: +49 151 55 11 7450

beatrice.liebeheim-wotruba hs-ruhrwest "«@&.de