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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//studium/studienangebot/bachelor/maschinenbau/nicolas-schneider-mb-2020/
Datum: 25.09.2021, 01:59Uhr

Studierende über ihren Studiengang ...

Ausgezeichnet und gefördert

Nicolas Schneider über sein duales Maschinenbau-Studium, seine Arbeit bei Siemens und wie es sich online lernt

Als Pilot alles der Flugzeugtechnik überlassen und nur im Notfall entscheidend eingreifen? Oder als Maschinenbauer die Antriebstechnik optimieren? Routine oder Kreativität? Das waren die Fragen, die sich Nicolas Schneider noch vor seinem Schulabschluss stellte. Beantwortet hat der Leipziger sie mit „Maschinenbau in der dualen Variante“.

Das heißt, an seinem 18. Geburtstag packte er seine Sachen und zog nach Mülheim an der Ruhr, begann im Wintersemester 2015/16 sein Maschinenbaustudium und parallel die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik. Zunächst war es eine Doppelbelastung: drei Tage bei Siemens mit anderen Auszubildenden praktisch arbeiten und lernen, die anderen beiden Wochentage an der HRW studieren. Also Ingenieursmathematik büffeln, Konstruktionslehre und Mechanik verstehen. Dazu noch Chemie und Physik. In den höheren Semestern kamen noch Informatik, Mess- und Regelungstechnik und auch BWL hinzu.

„Doch alles, was ich im Unternehmen gesehen, praxisnah gelernt und erfahren hatte, konnte ich mit den Studieninhalten verknüpfen. Wer weiß, wie große Gasturbinen funktionieren, kann ihre Leistungen berechnen und optimieren“, erzählt Schneider. „Ein duales Studium in der ausbildungsintegrierten Version ist arbeitsintensiv, aber auch sehr spannend und eine sehr gute Kombination aus Theorie und Praxis.“ Doch er hätte auch sehr viel Spaß an seinem Ingenieursstudium und seiner Ausbildung gehabt, erzählt er. Neben der Arbeit unterstützte er als Tutor jüngere Fachsemester in Chemie und Physik.

Der Spaß und das hohe Interesse zeigten sich auch in einer verkürzten Ausbildungszeit: In weniger als zwei Jahren hatte Nicolas Schneider seine IHK-Prüfung abgelegt und auch sein Maschinenbaustudium verkürzte er um ein Semester. Im Juni 2019 schloss der 22-Jährige als einer der Besten ab. Seine Abschlussarbeit zum Thema ‚Untersuchung der NOx-Emission und der Verbrennungsstabilität einer Gasturbine mit Hilfe von künstlicher Intelligenz‘ wurde ausgezeichnet und die Leistung mit einem Preis der Krane Teichmann GmbH, Essen, honoriert.

Nach dem Bachelorabschluss bot ihm Siemens einen dualen Arbeitsvertrag an. „In Kooperation mit Siemens zu arbeiten, ermöglicht mir ein Masterstudium. ‚Technisches Produktionsmanagement‘ verbindet Inhalte aus Maschinenbau und industrieller Fertigungstechnik mit betriebswirtschaftlichen Aspekten. Den Studienort zu wechseln, kam durch den Job nicht infrage. Außerdem ist die HRW jung, modern und ich schätze die Nähe zu den Professoren sehr.

Besonders als Bachelorstudent war ich oft in den Sprechstunden, habe immer jemanden angetroffen, der weiterhelfen konnte. Während der Bachelorarbeit hatte ich alle vier Wochen einen Termin mit Prof. Dr. Joachim Friedhoff und wir haben die Meilensteine besprochen. Wenn man es zulässt und annimmt, wird man an der HRW ziemlich gut betreut“, betont Nicolas Schneider. Auch jetzt in der Corona-Krise gibt es Online-Kontakte zu den Professoren in Sprechstunden oder in Vorlesungen. Schneider versucht konstruktiv und konzentriert zu lernen, der Kontakt fehle ihm jedoch schon. „Am Campus zu sein, ist schöner – die Lernatmosphäre ist toll, der Austausch mit Kommilitonen einfacher und unkomplizierter“, so Schneider.

Durch den Kontakt zu Professoren und seine Arbeit als Tutor ist der Wahl-Mülheimer gut vernetzt und hatte so auch vom Stipendienprogramm der HRW erfahren. 2017 bewarb er sich erstmals für ein Deutschland-Stipendium. Insgesamt dreimal unterstützte der Unternehmerverband Rhein-Ruhr den zielstrebigen jungen Mann. Mit der Begründung, solche Fachkräfte müssten unterstützt und in der Region gehalten werden.

Nach dem Masterabschluss, den Schneider für das Frühjahr 2021 plant, möchte er schon gern in Mülheim bleiben. „Mülheim hat schöne Ecken und man ist schnell in anderen Städten der Metropole Ruhr.“ Außerdem sei Siemens ein attraktiver Arbeitgeber. Innerhalb des Konzerns könne man auch zeitweise Standorte wechseln. Parallel steigt er auch noch in ein Start-up ein, dass er zusammen mit einem ehemaligen Siemens-Kollegen gegründet hat. Es geht um Datenanalyse, um Künstliche Intelligenz und wie damit in Online-Shops die Preise für Produkte optimiert und Gewinne maximiert werden können.