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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//studium/studienangebot/bachelor/bauingenieurwesen/exkursionen-und-projekte/auslandssemester-graz/
Datum: 01.12.2021, 04:46Uhr

Studierende im Auslandsemester leiten Exkursion in Graz

Stimmen der Studierenden der HRW, die derzeit in Österreich ihr Auslandssemester absolvieren 
Farah Prause, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen Bau, aktuell Fachhochschule Joanneum/ Graz 
Robin Allenstein, Bachelor Bauingenieurwesen, aktuell Technische Universität Graz 
Moritz Schulze, Bachelor Bauingenieurwesen, aktuell Bachelorarbeit bei der Porr AG/Graz


Graz. Montag, der 26.11.2018. Es ist ziemlich früh. 05:50 Uhr um genau zu sein. Dennoch ist irgend etwas anders. 

Nein, es ist nicht der Regen oder die grauen Wolken, welche die Stadt Graz schon seit etwa zwei Tagen dominieren. Heute kommen endlich die sieben Studierenden der Hochschule Ruhr West aus Mülheim an, welche sichtlich froh sind in der Steiermark angekommen zu sein. 

Nachdem die nicht vorhandenen Regenschirme aufgespannt wurden, ging es Richtung Hostel. Dies war nicht die schlechteste Idee, angesichts der 14-stündigen Busfahrt. Für die studierenden hieß es nun regenerieren und vielleicht auch noch die ein oder andere Stunde zu schlafen, bevor es zur Besichtigung der Baustelle des Murkraftwerkes ging.

Pünktlich um 13:00 Uhr begrüßten sich nicht nur die Studierenden untereinander am ausgemachten Treffpunkt. Auch die Professoren*innen Gelien, Grammou und Ludwig trafen, wie erwartet „Just-In-Time“ mit dem Flugzeug in Graz und somit auch pünktlich zur ersten geplanten Exkursion ein.

Der Tross machte sich unter der Führung der „Wahlgrazer“ Farah Prause, Moritz Schulze und Robin Allenstein auf den kurzen Fußweg Richtung Murkraftwerk. Dort angekommen erhielt die Gruppe eine Tolle und abwechslungsreiche Führung, welche sich nicht nur um das Thema des Bauingenieurwesens drehte, sondern sich auch mit dem nachhaltigen Aspekt „erneuerbarer Energien/Wasserkraft“ befasste. Die lustige Art des steirischen Pensionärs, welcher die Führung leitete, sorgte für ausgelassene und lustige Stimmung während der Exkursion. Sie zeigten aber auch, dass es nicht nur bei dieser Reise darum ging besonders viel über das Bauingenieurwesen an sich zu lernen. Die Eindrücke, welche die Studierenden innerhalb der vier Tage in Graz sammeln konnten, waren sicherlich nicht nur auf das Fachspezifische beschränkt.

Nach der Besichtigung durfte die Gruppe sich nochmals frisch machen, bevor es am Abend in ein typisch österreichisches Lokal ging. Bei gutem Schweinsbraten, Wiener Schnitzeln, Kasspatzln und frisch gebrautem Bier wurde der Abend gesellig zusammen verbracht und ausgeklungen.

AUFSTEHEN! Der Dienstag versprach noch besser zu werden. Es war trocken und die Sonne lächelte leicht von oben. HERRLICH! 

Das Programm für diesen Tag war klar. Vormittags wurde die TU Graz besichtigt. Dies sollte unter der Obhut von mir, Robin Allenstein, geschehen. Organisiert wurde ein Lehrveranstaltungsbesuch, eine kurze Führung über das Gelände der TU Graz und ein Besuch des riesigen Wasserbaulabors. Die Organisation im Vorhinein funktionierte reibungslos. Durch unkomplizierten E-Mailkontakt konnte das Programm relativ schnell und kurzfristig fixiert werden. Hierfür möchte ich mich nochmals ausdrücklich bei den zuständigen Professoren seitens der TU Graz, bei Herrn Professor Meckmann und bei den beiden Studierenden der TU Graz (Anna und Manuel) herzlich bedanken. 

Besonders die Führung auf dem Campus der TU Graz beeindruckte die Studierenden und Professo-ren*innen. Die sogenannten „Zeichensäle“, aber auch die alte und ehrwürdige Aula hinterließen bleibenden Eindruck bei der bunten Truppe. 

Den krönenden Abschluss dieses Vormittags lieferten uns dann Herr Dr. Alfred Hammer und sein Arbeitskollege. Beide zeigten uns im Wasserbaulabor, was es heißt „praxisnah“ und in einem um-fänglich ausgestatteten Labor, Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben.

Nachdem wir uns von der TU Graz verabschiedeten, war Moritz Schulze an der Reihe. Er organisierte nicht nur die Besichtigung des Murkraftwerkes, sondern auch die Führung, durch den sich im Bau befindenden Wohnbaukomplex im Osten von Graz. Dabei gab uns der für das Bauprojekt verantwortliche Oberbauleiter einen ersten Überblick über das Gesamtprojekt. Nachdem alle offenen Fragen zum Bauprojekt geklärt wurden, begann dann die eigentliche Führung durch den großen Wohnbaukomplex. Sowohl die Tiefgaragen, als auch die obersten Stockwerke des Neubaus wurden aufgesucht und begutachtet. Nach der gut zweistündigen Führung wurden wir durch den Oberbauleiter überrascht. Es war nicht nur 15 Uhr, sondern auch die sogenannte „Jausenzeit“. Bei geschmierten Brötchen und einem bzw. mehreren Kaltgetränken, wurde noch ein wenig geklönt und sich über Gott und die Welt unterhalten.

Am Abend trafen sich die Professoren*innen und Studierenden auf dem Weihnachtsmarkt in der Grazer Innenstadt. So wurde bei dem ein oder anderen Glühwein und einem heißen Würstl der „Feierabend“ eingeleitet...

Am Mittwoch war dann auch schon der letzte offizielle Teil der Exkursion, der Besuch der Fachhochschule Joanneum. Wir trafen uns um 8.20 vor dem Gebäude für Bauplanung und Bauwirtschaft, wo wir von Frau Kofler, der Institutsleitung, in Empfang genommen worden sind. Frau Kofler hatte eine Halbstündige Präsentation vorbereitet, in welcher die Professoren*innen und Studierenden Informationen über die Hochschule im Allgemeinen, das Institut, Kooperationen und Forschungsmöglichkeiten erhalten haben. Nach der kleinen Einführung besuchten wir die Vorlesung Interdisziplinäre Projektarbeit des 5. Semesters, in welcher die Studiengänge Baumanagement und Architektur zusammenarbeiten. Die leitenden Professoren gaben uns eine Einführung in das Thema, welches die Studierenden dieses Jahr behandeln. Sie entwerfen und bemessen eine Feuerwehr für einen kleinen Ort Nähe Graz. Vom Erstentwurf bis hin zur Statik erarbeiten sich die Studierenden das Ergebnis in fünfer Gruppen. Nach der theoretischen Erläuterung durften wir den Studierenden über die Schulter gucken und Ihre Zwischenergebnisse begutachten. Es war erstaunlich zusehen was die Gruppen in den letzten zwei Monaten auf die Beine gestellt haben.  

Im Anschluss bekamen die Studierenden eine kleine Führung über den Campus, während sich die Professoren*innen mit Frau Kofler und weiteren Kollegen zusammen setzten um die Kooperationen der beiden Hochschulen weiter auszubauen. 

Um 15 Uhr wurde sich dann für das letzte Highlight der Exkursion am Hauptplatz getroffen, von welchem aus die Stadtführung unter der Leitung von Moritz gestartet hat. Er zeigte die wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Graz, darunter waren der Schlossberg, die Burg und die Murinsel. 

Am Abend trafen wir uns noch einmal zu einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant "Area 5", einem der fünf Bausatzlokalen hier in Graz. Dort tauschten wir uns gegenseitig über die Erfahrungen der letzten Tage aus und führten angeregte Unterhaltungen.

Donnerstag ging es dann leider schon wieder für unseren Besuch aus Deutschland nachhause. Ich denke die Exkursion war für alle Teilnehmer eine Bereicherung und wir denken gerne daran zurück.