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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//studium-lehre/beratung-und-betreuung/international-office/going-abroad/auslandspraktikum/praktikumsbericht-aus-den-usa/
Datum: 24.08.2019, 01:16Uhr

Praktikum in den USA – Washington, D.C

Mein Name ist Mathies und ich studiere inzwischen im neunten Semester Energie- und Wassermanagement an der Hochschule Ruhr West.

"Im neunten Semester?" denkt ihr euch? Okay, ich war nicht der schnellste. Aber dafür hab ich zwei Semester in der Türkei, genauer gesagt in Istanbul, studiert und mache im Moment mein Praxissemester in Washington D.C. Falls ihr euch die Frage stellt, ob es wichtiger ist, Auslandserfahrung zu sammeln oder in der Regelstudienzeit euer Studium abzuschließen: ich kann euch nur empfehlen aus Deutschland heraus zu kommen, mal was anderes zu sehen und eine neue Perspektive zu gewinnen. Aber das ist schließlich nur meine Meinung dazu. Falls ihr ein bisschen mehr darüber erfahren wollt, was ich hier mache, wie es dazu gekommen ist und wie es mir gefällt, dann lest bitte weiter.

Das Praktikum

Seit dem 1. Mai 2015 mache ich ein Praktikum in einer kleinen Firma in Bethesda, Maryland. Bethesda ist nicht Washington, D.C., allerdings gehört es mit zum Ballungsraum Washington, der in den USA oftmals als DMV bezeichnet wird (District of Columbia, Maryland, Virginia). Kurz gesagt: Washington ist nur eine U-Bahnstation entfernt. Ich lebe in Washington, D.C., arbeite aber in Maryland.

Mein Praktikum mache ich bei einer kleinen Firma, die im Feld „Public Policy and Economics“ tätig ist. Wir erstellen Wirtschaftlichkeits- und Kosten-Nutzen-Analysen, oftmals von Infrastrukturprojekten, jedoch auch von anderen politischen Maßnahmen und staatlichen Institutionen, wie etwa Universitäten. Fragestellungen reichen dabei von „Was ist die wirtschaftliche Auswirkung der Universität X für ihre Serviceregion und den Staat Y?“ bis hin zu „Die Auswirkungen von Militärausgaben als zusätzlicher ökonomischer Faktor auf Hawaii“. Dabei gestaltet sich mein Anteil daran als Mischung aus Recherche, Texterstellung und -bearbeitung und Datenaufbereitung in Excel, teilweise mit ökonomischen Modellen. Zunächst habe ich zwar als Praktikant angefangen, inzwischen darf ich mich aber „Research Analyst“ nennen. 

Natürlich haben mir meine Vorgesetzten anfangs verstärkt über die Schulter geschaut, weil sie  sicherstellen wollten, dass das, was ich schreibe ihrem Standard genügt und auch in der Form an den jeweiligen Auftraggeber herausgegeben werden kann. Ich habe das allerdings begrüßt, da ich mich natürlich auch erst mal an das Lesen, Aufbereiten und Verfassen wissenschaftlicher Texte auf Englisch gewöhnen musste. Zwar war mein Englisch bereits anständig – nicht zuletzt aufgrund meines vorherigen Aufenthalts in der Türkei. Allerdings ist es eben noch einmal etwas Anderes, sich in einem komplett englischsprachigen Umfeld zu bewegen, Redewendungen und Ausdrucksweisen zu verstehen und anzuwenden und indirekte Formen der Kommunikation, wie etwa Gestik und Humor, zu verstehen. Aber keine Sorge, nach spätestens ein paar Wochen hat man es raus. Inzwischen bin ich ein paar Monate hier und es fällt mir fast schwerer einen komplexen deutschen Satz zu bilden, als mich auf Englisch auszudrücken. Klingt vielleicht komisch, stimmt aber insofern, als dass Deutsch im Vergleich einfach die schwierigere Sprache ist.

Ich konnte mich relativ gut im Firmenumfeld etablieren und kann nun größtenteils selbstständig arbeiten – natürlich werden die Ergebnisse immer noch abgeglichen und kontrolliert. Alles in allem ist das Arbeitsumfeld angenehm, die Leute sind nett und zuvorkommend und ich fühle mich wirklich wohl. Das ist auch der Grund, warum ich mein Visum nun bis April 2016 verlängern werde. Mehr zur Organisation des Praktikums kommt jetzt.

Kontakt zum Career Service:

Özcan Tek
Berater Career Service

Dezernat IV
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 05

Telefon: +49 208 88254-228

oezcan.tek hs-ruhrwest "«@&.de

Die Organisation

Ihr wollt auch ein Praktikum in den USA machen? Kein Problem. Ich erzähle euch in diesem Text wie es geht. Hier ist alles, was ihr braucht. Die einzelnen Abschnitte dürfen als Checkliste verwendet werden, zu der ich kurz etwas erzähle.

Dokumente

Dazu gehören englischer (!) Lebenslauf, Leistungsnachweis, Reisepass und natürlich die nötigen Visumsunterlagen. Hierbei wird euch allerdings auch die jeweilige Visumsagentur helfen, die ihr euch aussucht. Mehr dazu später.

Englischkenntnisse

Jemand, der auf Englisch nur Smalltalk betreiben kann, sollte sich dessen bewusst sein. Schönert auf dem Papier besser nicht eure Englischkenntnisse, denn im Endeffekt werdet ihr einen offiziellen Sprachnachweis brauchen. Euer Supervisor bei eurer host company kann in den Visumsunterlagen ein Häkchen setzen, um zu bestätigen, dass ihr ihn im Interview mit euren Sprachkenntnissen überzeugt habt. Falls ihr es nicht schafft, sie/ihn zu überzeugen, könnt ihr einen TOEFL ablegen und diesen Score nutzen und in eure Unterlagen einfließen lassen. Alternativ kann ein Sprachtest an der Hochschule absolviert werden, der umsonst von der HRW angeboten wird.

Selbstständigkeit

Das ist wohl die wichtigste Eigenschaft, die ihr braucht, wenn ihr euch dazu entschließt, eine längere Zeit im Ausland zu verbringen. Ich betone das, weil es unabdingbar ist. Niemand wird euch an die Hand nehmen und haargenau beschreiben, wie die Organisation von A bis Z funktioniert, wenn ihr euch nicht selbstständig dahinterklemmt und recherchiert. Dieser Text hier gibt einen groben Überblick, allerdings kann ich nicht alles im Detail beschreiben.

Wie fange ich an?

Lebenslauf

Zuerst braucht ihr einen Lebenslauf. Einen Lebenslauf auf Englisch zu verfassen, heißt nicht seinen deutschen Lebenslauf ins Englische zu übersetzen. Die US-Firma interessiert sich nicht für deinen Notenschnitt (es sei denn er ist herausragend), nicht für belegte Kurse (es sei denn sie beinhalten haargenau das, was bei der Stelle gefragt ist) und nur bedingt für deine akademische Ausbildung. Achievements (Errungenschaften) sind das Wichtigste. Was hast du genau bei deinem Praktikum gelernt? Wie hat dich dein Nebenjob selbstständiger werden lassen? Für wieviele Menschen hast du im AStA eine Party, Messe oder einen Grillabend organisiert? Solche Fragen sollten beantwortet werden. Verfangt euch nicht in Details. Für weitere Informationen wendet euch an den Career Service der HRW, der mir selbst enorm weitergeholfen hat, meinen englischen Lebenslauf zu verbessern.

Praktikumssuche

Wo findet ihr am besten ein Praktikum? Das hängt ganz davon ab, wohin ihr möchtet. Wenn ihr nicht gerade in eine der großen Metropolen (z.B. San Francisco Bay Area, Los Angeles, New York, San Diego, Dallas, Atlanta oder auch Washington, D.C.) möchtet, dann könnt ihr getrost auf US Webseiten suchen wie z.B. internmatch.com, indeed.com oder monster.com. Der Wettbewerb von Bewerbern "auf dem Land" wird weniger groß sein, weshalb ihr ruhig diesen "offiziellen Weg" gehen könnt.

Sollte euch jedoch eine dieser Metropolen reizen, wird es schon etwas schwieriger. Ihr solltet euch vor Augen führen, dass 16 der 20 besten Universitäten der Welt in den USA situiert sind. Das heißt, ihr habt genügend Konkurrenz, die zwischen euch und einem Praktikum in Downtown Manhatten oder Palo Alto steht. Glaubt mir, ich habe fast ein halbes Jahr Bewerbungen geschrieben, Unternehmen recherchiert, oben genannte Webseiten durchforstet und noch mehr Bewerbungen geschrieben. Solang ihr nicht mit Topnoten und sonstigem außerschulischen Engagement aufwarten könnt, sind die Chancen verschwindend gering, sich von anderen Bewerbern abzusetzen. Und selbst dann kann es eng werden. Was auch daran liegt, dass (Pardon, aber es stimmt) die HRW im überregionalen Wettbewerb noch ein größtenteils unbeschriebenes Blatt ist, vom internationalen Ruf ganz zu schweigen. Dies lässt keine Rückschlüsse auf die Qualität der Bildung zu, die sie anbietet. Allerdings kann es schwierig werden, wenn die anderen Bewerber für ein Praktikum UCLA, CalTech, Brown oder Cornell auf dem Briefkopf stehen haben. Im folgenden Abschnitt erzähle ich euch, wie es für mich trotzdem funktioniert hat.

Wie oben bereits beschreiben habe ich monatelang versucht ein Praktikum auf oben genannten Seiten zu ergattern.Washington, D.C. und die gesamte Metropolregion sind der Fixpunkt in den USA für nationale und internationale Politik, große Militärdienstleister und regierungsnahe Arbeit im weitesten Sinne. Dementsprechend schwierig ist es, einen Praktikumsplatz zu bekommen, wenn ihr an diesen Dingen interessiert seid, in dieser Stadt ein Praktikum bekommen wollt und den oben beschriebenen offiziellen Weg geht. Diese Struktur lässt sich ebenfalls auf alle anderen oben genannten großen Städte (mit wechselnder Branche) übertragen. Tut euch selbst den Gefallen und verschwendet eure Zeit nicht damit.

Falls ihr Stellen findet, auf die euer Profil passt, euch dort bewerbt und keine Rückmeldung bekommt, könnt ihr euch sicher sein, dass die Firma sich gemeldet hätte, wenn Interesse an euch vorhanden gewesen wäre. Generell suchen Unternehmen am laufenden Band nach vielversprechenden Bewerbern und besonders in den USA ist es keine Seltenheit, dass diese aus der ganzen Welt kommen können. Renommierte Organisationen bekommen auch in der Regel mehr Bewerbungen, als sie Stellen zu vergeben haben. Aber ich denke, dass ihr das wisst. Bewerbt euch für ein oder zwei Monate. Falls es klappt - wunderbar! Falls nicht, dann lest einfach weiter. "Wie soll es denn sonst gehen?" fragt ihr euch? Nunja, ihr solltet eben den inoffiziellen Weg gehen.

Der alternative Weg

Als ich nach mehr als vier Monaten erfolgloser Suche meine Visumsagentur (auch dazu mehr später) angerufen habe und nach Rat gefragt habe, wurde mir gesagt ich sollte am besten in amerikanischen Branchenbüchern nach potentiellen Arbeitgebern suchen. Internetseiten wie der Thomas Register sind so etwas wie das Äquivalent zu den Gelben Seiten in den USA. Dort habe ich mir unabhängig von Stellenausschreibungen vielversprechende Firmen und ihre Internetseiten angeschaut, Notizen gemacht und so versucht mir möglichst detailliert ein Bild von dem jeweiligen Unternehmen zu machen. Auf der Basis dieser Informationen konnte ich mich letztendlich dafür oder dagegen entscheiden, ob ich mich bei einem Unternehmen bewerben wollte. Ich habe eine Exceldatei erstellt, in der ich die nötigen Kontaktinformationen der jeweiligen Firmen sammeln und sie nach Interesse meinerseits priorisieren konnte. Das habe ich so lange gemacht, bis ich 10-20 Unternehmen gesammelt hatte, die ich gerne kontaktieren wollte. Auf thomasnet.com kann man die Firmen nach produziertem Gut oder Branche sowie Firmensitz ordnen. Das war auf jeden Fall sehr hilfreich.

Wie geht's weiter? Einfach anrufen! Emails gehen schnell verloren, werden ignoriert oder übersehen. Deshalb solltet ihr zum Hörer greifen und einfach anrufen. Bei vielen Firmen landet man zwar nur auf dem Anrufbeantworter, allerdings solltet ihr euch davon nicht abschrecken lassen, sondern es einfach weiter versuchen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass besonders Firmen, die keine Stellenausschreibungen auf ihrer Homepage hatten die Eigeninitiative schätzen, die es ihnen vermittelt, wenn ein Student selbstständig auf sie zu kommt und Interesse an ihnen zeigt.

In meinem Fall waren die Leute am anderen Ende der Leitung davon beeindruckt, dass ich einfach von Deutschland aus angerufen habe und haben mir deshalb das Praktikum gegeben. So hatte ich gerade einmal vier Wochen nach meinem oben angesprochenen Telefonat mit der Visumsagentur ein Praktikum in Washington, D.C.

Das Visum

Für die Organisation des nötigen J1-Visums, welches ein Praktikumsvisum für Studenten ist, braucht ihr eine Mittlerorganisation. Diese Mittlerorganisationen stellen alle nötigen Dokumente zur Verfügung, die ihr braucht, um euch für solch ein Visum zu bewerben. Die maximale Dauer eines J1 in den USA ist 12 Monate für immatrikulierte Studenten und 18 Monate für alle Absolventen, die vor weniger als einem Jahr ihr Studium abgeschlossen haben. Außerdem solltet ihr euch der Tatsache bewusst sein, dass die Kosten eines Visums für sechs Monate etwa 1200€ betragen. Dazu kommen ca. 150€ Bearbeitungsgebühr für das amerikanische Konsulat, das das Visum letzten Endes ausstellt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Krankenversicherung. Ich bin bei der amerikanischen Visumsagentur CIEE, welche mit meiner deutschen kooperiert, über mein Visum krankenversichert. Inwieweit andere deutsche Agenturen mit anderen amerikanischen Organisationen zusammenarbeiten und ob das bei diesen Alternativen anders ist, weiß ich selbst nicht. Da ist dann eure eigene Recherche gefragt. Eine Zusatzversicherung („private Auslandsreise-Krankenversicherung“) über die jeweilige deutsche Krankenversicherung, in meinem Fall über die TKK, kostet für 6 Monate etwa 100€. Ach ja, und ihr solltet die Kosten für den Flug nicht vergessen. Diese betragen für einen Flug in die USA in der Regel mindestens 600€. Kein günstiger Spaß also. Warum also macht man so etwas? Weil Arbeitserfahrung in den USA sehr viel Wert ist, weil die interkulturelle Erfahrung einen definitiv persönlich weiter bringt und weil die USA ein tolles Land sind, in dem man jede Menge cooler Leute kennen lernen und eine Menge erleben kann. 

Einen guten Überblick über potentielle deutsche Mittlerorganisationen gibt die Webseite: www.educationusa.de/de/praktikum/mittlerorganisationen. Seid euch der Tatsache bewusst, dass keine dieser Mittlerorganisationen ein Visum ausstellen kann, ohne dass ihr selbstständig ein Praktikum gefunden habt. Manche Organisationen könnt ihr bezahlen, damit sie euch ein Praktikum suchen. Allerdings ist dies nicht nur sehr teuer, sondern meist auch der schlechtere Weg, da der persönliche Kontakt in den USA einen höheren Stellenwert einnimmt als in Deutschland. Und ihr wollt nicht bei einem Unternehmen landen, was ihr vorher kein bisschen kennt. Zumindest würde ich das nicht wollen. Außerdem haben manche Organisationen feste Partnerfirmen, an die sie Praktikanten vermitteln. Falls ihr diese in Anspruch nehmt, könnt ihr wiederum nicht wirklich mitbestimmen, wohin es für euch geht. Daher ist der oben genannte Weg mit Sicherheit (zumindest nach meiner persönlichen Erfahrung) der beste.

Sobald ihr ein Praktikum habt, kann euch jede der oben zu findenden Mittlerorganisationen die nötigen Unterlagen für ein Visum ausstellen. Ihr habt dann die Wahl. Ich habe meine Organisation mit College Council abgewickelt und kann nur Positives berichten. Das wäre der letzte Geheimtipp den ich hier für euch habe.

Und jetzt?

Jetzt wisst ihr alles, was ich euch in kurzer Form erzählen kann und euch auf die Suche eines Praktikums in den USA möglichst gut vorbereitet. Also, viel Erfolg und verzweifelt nicht, wenn es zwei Monate nicht funktioniert. Wie gesagt, bei mir hat es fast ein halbes Jahr gedauert. Jetzt bin ich aber hier, bin zufrieden mit meinem Praktikum und fühle mich rundum wohl. Ich werde wohl innerhalb des nächsten Monats anfangen meine Bachelorarbeit zu schreiben und werde danach weiterhin hier arbeiten. Ich hoffe, nach meiner offiziellen Zeit als Praktikant, die im April 2016 endet, auch als Vollzeitangestellter hier übernommen zu werden, um so noch mehr Erfahrung hier sammeln und mich auf zukünftige Positionen in Deutschland besser vorbereiten zu können.

Zum Abschluss noch zwei Fragen, die ich gebeten wurde in diesem Text zu beantworten:

1. Warum die Ostküste der USA?

Washington, D.C., reizte mich insofern, als dass es mir die Möglichkeit bot, mein politisches Interesse mit einem privatwirtschaftlichen Hintergrund zu verbinden. Zudem ist die Stadt wunderschön und es ist zum Beispiel ein irres Gefühl zu wissen, dass der Vizepräsident der USA nur fünf Kilometer die Straße runter sein Regierungsanwesen hat. Alles in allem ist es wirklich sehr schön hier, die Menschen sind freundlich, zuvorkommend, auf einem hohen Bildungsniveau und die Stadt bietet neben zig Museen (die hier im Übrigen fast alle umsonst sind) auch laufend Festivals, Stadtläufe oder sonstige Aktivitäten an. Ich kann Washington als Zielort nur empfehlen.

2. Wie kommt Ihnen Ihr HRW Studium beim Praktikum zu Gute?

Ich persönlich konnte während meines Studiums feststellen, dass es mich aus Deutschland heraus zieht. Zumindest vorerst. Meine Zeit in der Türkei hat mich persönlich enorm weiter gebracht und mein Englisch auf ein sehr gutes Niveau gehoben, sodass ich gut auf die USA vorbereitet war. Zudem hat es mir gezeigt, dass ich gerne noch mehr von der Welt sehen will, bevor ich irgendwann sesshaft werde. Dies habe ich insofern der HRW zu verdanken, als dass sie mir die Möglichkeit bot ins Ausland zu gehen und die kurzen Wege und der nahe Kontakt zu International Office und Studiengangsleitung die Organisation sehr erleichtert haben. Dies merke ich auch jetzt wieder bei der Organisation meiner Bachelorarbeit. Außerdem muss ich sagen, dass die vielen Präsentationen und Gruppenarbeiten mich gut auf die Arbeit an Projekten vorbereitet hat, wie ich sie nun auch im professionellen Umfeld erlebe. Des Weiteren hat der Kurs International Water Problems im Rahmen des Energie und Wassermanagement-Studiums mein Interesse an internationalen Politikgegebenheiten und Interessenkonflikten geweckt, was letztendlich den Ausschlag dazu gab, mich in diese Gegend und diese berufliche Richtung zu orientieren.

Zum Schluss möchte ich alle Kommilitonen an der HRW einladen, sich bei mir zu melden, falls sie eine Frage zu diesem Text oder meinem Praktikum haben oder sie es auf oben genanntem oder sonstigem Weg hierhin verschlagen sollte.

Also, das war es erst einmal von mir. Beste Grüße in die Heimat aus den USA.

Mathies Wähner