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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//studierende-bei-strassennrw-unterwegs/
Datum: 01.12.2021, 02:38Uhr

Studierende bei Straßen.NRW unterwegs

Studierende erhalten Einblicke in Planung und Umsetzung von Straßen- und Radschnellwegprojekten

Die Sehnsucht der Studierenden nach einem Einblick in die Praxis ist groß: Etwa 50 Studierende, die an der HRW in einem der drei Baustudiengänge eingeschrieben sind, hatten sich um einen der 15 verfügbaren Plätze beworben, um einen Einblick in die Aufgaben des Landesstraßenbetriebs NRW zu erhalten. Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Regionalniederlassung Bochum, Ahmed Karroum, startetet das informative und kurzweilige Programm. neun Mitarbeiter:innen aus vier Abteilungen empfingen die Studierenden, um ihnen die typische Abfolge der Planungsschritte für ein Neu- oder Ausbauprojekt im Straßen- und Radschnellwegbau zu erläutern.

Fragen wie „Wie müssen Büger:innen beteiligt werden?“ oder „Welchen Bedetung haben die sogenannten Träger von öffentlichen Belangen?“ konnten anhand von aktuellen Projekten anschaulich beantwortet werden. Mit großem Interesse verfolgten die Studierenden die Ausführungen zum aktuellen Stand der Planungen zum Radschnellweg 1, der derzeit an der Hochschule Ruhr West endet und ab 2022 in Richtung Duisburg verlängert wird. Aber auch der Kurzvortrag zur Digitalisierung von Lichtsignalanlagen ließ erkennen, welches Potenzial die intelligente Steuerung der Verkehrsströme besitzt; derzeit laufen Pilotprojekte, um den Datenaustausch zwischen der Ampelanlage und dem Fahrzeug zu erproben und zu optimieren. Eine Voraussetzung, um sicheres autonomes Fahren zu ermöglichen.

Nach drei Stunden erfolgte ein Ortswechsel. Mit dem Bus ging es nach Lünen, wo derzeit die Bundesstraße 54 ausgebaut und an den Verkehrsbedarf angepasst wird. Im Besprechungscontainer der Baustelle vermittelte das Team der Bauüberwachung von Straßen.NRW zunächst einen Überblick zum Gesamtprojekt, anschließend ging es in das weitgestreckte Baufeld. Hier gab es viele Details zu bestaunen, die auf den ersten Blick gar nicht erkennbar waren: Dazu zählten der Bau von drei Regenrückhaltebecken, die Bewegung von Erdmassen oder der Umgang mit kontaminiertem Untergrund. Spannend wurde es, als der Niederlassungsleiter seinen Mitarbeiter fragte: „Und, was macht Deinen Job besonders interessant?“ Seine Antwort: „In der Regel passiert immer etwas, mit dem ich morgens nicht gerechnet hätte. Das ist die eigentliche Ingenieurleistung. Einen kühlen Kopf bewahren und Probleme lösen!“

Nach einem langen Exkursionstag machte sich Prof. Dr. Peter Vogt mit der Gruppe auf den Heimweg. Leider nicht ohne Stau. Es bleibt die Hoffnung, dass die Mobilitätswende, gepaart mit intelligenten Ideen von Ingenieur:innen, pfiffige Ideen hervorbringt. Wegen des großen Interesses laufen schon Überlegungen, dieses spannende Exkursionsangebot zu wiederholen.