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Seite: /projekt-warmwalzanlagen/
Datum: 20.01.2021, 13:59Uhr

Höhere Effizienz bei Warmwalzanlagen

Neue messtechnische Methoden entwickelt

Mülheim an der Ruhr, 4. Januar 2021:  In einem Forschungskonsortium mit den Universtäten Duisburg-Essen und Siegen hat das Institut für Mess- und Sensortechnik der Hochschule Ruhr West erfolgreich ein Projekt zur Steigerung der Produktivität und Effizienz in Warmwalzanlagen abgeschlossen. Gefördert wurde das Projekt „PIREF Prozessdiagnose und integrierte Regelung zur Effizienzsteigerung von Warmwalzstraßen für Stabstahl und Draht“ durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung in der Förderlinie Leitmarkt Produktion.

Ziel des Forschungsprojektes war es, durch neue Sensor-, Mess- und Regelungstechnik unter Einsatz von Umformmodellen eine deutliche Effizienzsteigerung des Walzprozesses zu erreichen. Voraussetzung dafür ist eine genaue Regelung des Volumenstroms des Walzgutes unabhängig von den Werkstoffeigenschaften. Wechselnde Werkstoffe in den Walzstraßen bringen aufgrund ihrer unterschiedlichen Warmfestigkeit starke Variationen der Walzkräfte und der Breitung in den Gerüsten mit sich, was die Effizienz negativ beeinflusst. Sehr große Herausforderungen liegen dabei in den sehr hohen Ansprüchen an die elektronische Messtechnik in dieser schwierigen Umgebung mit Produktionsgeschwindigkeiten über 300 km/h und Produktionstemperaturen um die 1000 Grad Celsius.

„An der Hochschule Ruhr West wurden erfolgreich die dafür erforderlichen neuen messtechnischen Methoden entwickelt, die in Verbindung mit neuen mathematischen Modellen für die Umformung von glühendem Walzstahl und neuen Ansätzen für die Automatisierung der Walzstraßen eine Effizienzsteigerung bei diesen sehr energieaufwendigen Prozessen ermöglichen“, so Prof. Dr. Jörg Himmel von der HRW.

Anschließend konnten entsprechende Versuche bei assoziierten Partner:innen durchgeführt werden. Zurzeit erfolgt ein Technologietransfer zu den Anbietern für Automatisierungstechnik in NRW, sodass nach der Weiterentwicklung zu marktfähigen Lösungen deren internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt wird.

„Die Ergebnisse erschließen neue Möglichkeiten für die Diagnose von Warmwalzstraßen. Die zu erwartende weitere Effizienzsteigerung beträgt etwa drei Prozent, dies macht je nach Walzwerkanlage mehrere Millionen Euro pro Jahr aus. Für die Weiterführung werden zurzeit Fördermittel beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt“, erklärt Prof. Dr. Himmel weiter.

Quelle: https://www.hn-nrw.de/mediathek/ (Journal Ausgabe 2020) 

Prof. Dr.-Ing. Jörg Himmel
Lehrgebiet: Elektrotechnik/Sensorik

Institut Mess- und Sensortechnik
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
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joerg.himmel hs-ruhrwest "«@&.de

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