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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2020/2020-03-11-sg-solarstrom-oberhausen/
Datum: 10.04.2020, 14:16Uhr

Studium Generale der HRW erstmals in Oberhausen

HRW versteht sich als Hochschule für das westliche Ruhrgebiet

Mülheim an der Ruhr / Oberhausen, 12. März 2020:  "Wir tragen unseren Namen zurecht: Hochschule Ruhr West. Wir verstehen uns als Hochschule für das gesamte westliche Ruhrgebiet, insbesondere die Region Mülheim - Bottrop – Oberhausen", betonte Prof. Dr. Susanne Staude, HRW Präsidentin, bei einer Veranstaltung im Bert-Brecht-Haus der Volkshochschule Oberhausen.

"Wir wollen einen nachhaltigen Beitrag zum erfolgreichen Strukturwandel des Ruhrgebietes leisten", so Staude weiter. Diesen Beitrag möchte die HRW nicht nur auf bestens ausgebildeten Absolvent*innen beschränken, sondern sich an produktiven Ergebnissen der Forschungs- und Transferarbeit messen lassen.

Neben Kooperationen mit Oberhausener Schulen (z. B. Talentscouting) und Unternehmen (Projektarbeiten mit Studierenden) gibt es konkrete Pläne für ein zdi-Schülerlabor in Oberhausen, in dem Schülerinnen und Schüler mit spannenden Experimenten von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistert werden sollen. Doch nicht nur die junge Zielgruppe sollte angesprochen werden, sondern auch die wissenschaftlich-interessierte Öffentlichkeit. Erstmals fand ein Vortrag aus der HRW Veranstaltungsreihe „Studium Generale“ in Oberhausen statt – unmittelbar bevor zur Eindämmung des Corona-Virus alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten.

Auch Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz begrüßt die neue Partnerschaft: "Wir freuen uns sehr, dass das Studium Generale nun auch in Oberhausen Station macht. Das ist eine gute Basis, auf der es sich lohnt, aufzubauen. Andere Initiativen wie beispielsweise die Einrichtung eines Schülerlabors, treiben wir momentan weiter voran. Mein Wunsch ist es, dass dies erst der Anfang einer intensiven Kooperation mit der HRW ist – bis hin zu einem gemeinsamen Angebot für Gründerinnen und Gründer."


Vortrag über die Faszination Sonnenenergie

Das Thema des Abends lautete „Solarstrom – Alles umsonst?“. Dr. Marcus Rehm, Professor am Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft in Bottrop, referierte über die Faszination Sonnenenergie und gab einen Überblick über den umweltfreundlichen Strom der Sonne und dessen Bedeutung für die Energiewende. Rehm erläuterte Aufbau und Wirkungsweise einer Solarzelle und die etwa 70 interessierten Gäste folgten seinen Ausführungen, wie aus einzelnen Modulen Photovoltaikanlagen werden und sie auf Dächer gelangen. Der Dozent erläuterte das Ganze sehr praxisnah und gab auch Tipps. Zum Beispiel, dass keine Baugenehmigung für die Anlage auf dem eigenen Dach benötigt wird.

Wichtig für die Gäste waren seine Ausführungen zur Wirtschaftlichkeit und zum ‚Erneuerbaren Energiegesetz“, zu Anschaffungs- und Betriebskosten, zu Leistung, Nutzen und Energiespeicherung. Die Frage „Lohnt sich das?“ beantwortete Prof. Rehm während und insbesondere nach dem Vortrag den Gästen.

Der Abend klang bei einem Get-Together aus, wofür sich die HRW beim HRW Förderverein bedankt. Die nächste Veranstaltung in Oberhausen findet am Mittwoch, 16. September 2020, um 18 Uhr, statt. Das Thema: Kann E-Mobilität unser weltweites CO2-Problem lösen?


Seit 2010 gibt es an der HRW die Veranstaltungsreihe „Studium Generale“. Mit Vorträgen macht die HRW geeignete Teile der Forschungsarbeit für ein breites Publikum öffentlich. Es einerseits darum, die Arbeits- und Forschungsergebnisse in aktuelle gesellschaftliche und ökonomische Zusammenhänge einzuordnen und andererseits, die HRW Expert*innen in den öffentlichen Dialog einzubringen und den gesellschaftlichen Diskurs zu unseren Themen zu fördern, zu prägen und zu bereichern.


 

3 Fragen an Prof. Dr. Marcus Rehm

1)     Sind Solaranlagen nachhaltig (Qualitätsnachlass nach zehn Jahren?) und vernünftig? Wie steht es um ihre Ökobilanz?

Zur Stromerzeugung gehören Solaranlagen zu den nachhaltigsten Anlagen, gemessen am CO2-Ausstoß. Noch besser sind Windkraftanlagen zu Energieerzeugung. Zum Thema Ökobilanz und damit Entsorgung könnte ich lange referieren. Hier wäre eine sehr differenzierte Betrachtung notwendig. Doch auch für Recycling und Downcycling-Verfahren gibt es inzwischen gute Lösungen.

2)     Hat Deutschland den technischen Anschluss verpasst? Woran liegt’s?

In der Forschung ist Deutschland nach wie vor Spitze. Die Solarindustrie hat ihren Crash um 2012 herum nur schwer verkraftet. Ehemalige Branchengrößen wie Solarworld sind insolvent; das Unternehmen Q-Cells gehört heute einem koreanischen Unternehmen. Meiner Meinung nach war es eine unheilvolle Mischung aus falscher Energiepolitik, leichtfertigem Know-how-Transfer nach Asien und auch Wettbewerbsverzerrung in mehrfacher Hinsicht.

3)     Was ist besser? Eher großer PV-Anlagen-Felder oder die kleine Anlage auf dem Dach?

Beides: Der größere Beitrag zur Energiewende wird von Freiflächen-Anlagen kommen, aber die Hausdächer werden auch einen großen Beitrag liefern. Nicht zuletzt, weil es zum Selbstverständnis beiträgt.


Prof. Dr. Marcus Rehm
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Pressekontakt

Beatrice Liebeheim-Wotruba

Referat Hochschulmarketing & Kommunikation
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
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