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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2019/service-learning-projekt-maschinenbau/
Datum: 28.01.2022, 02:54Uhr

Gelungenes Service-Learning-Projekt der Maschinenbau-Studentinnen

Hochschule Ruhr West und Fliedner Werkstätten tüfteln gemeinsam

Mülheim an der Ruhr, 29. Juli 2019: Auf diesen Präsentationstag haben beide Seiten hin gefiebert: Die Studentinnen des Frauenstudiengangs Maschinenbau der Hochschule Ruhr West testen ihre beiden neuen Vorrichtungen im Elektrobereich der Fliedner Werkstätten. Die Beschäftigten der Fliedner Werkstätten sind ebenfalls ganz gespannt auf die verbesserten Konstruktionen, mit denen sie künftig einfacher arbeiten können.

Entstanden ist die Kooperation zwischen Hochschule Ruhr West und Fliedner Werkstätten im Februar dieses Jahres: „Im 2. Semester müssen die angehenden Maschinenbauerinnen eine Projektarbeit realisieren“, erklärt Gerhard Wischmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im HRW Institut Maschinenbau. Was liegt also näher, als eine Projektarbeit, die in der täglichen Praxis auch tatsächlich zum Einsatz kommt.

Andreas Middendorf, Abteilungsleitung für den Bereich Elektro in den Fliedner Werkstätten, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit. „Unsere Beschäftigten haben ganz unterschiedliche Beeinträchtigungen. Daher müssen wir unsere Maschinen und Vorrichtungen immer wieder an die Bedarfe und Fähigkeiten anpassen und natürlich die Kundenanforderungen erfüllen.“ Wie beispielsweise exakt gleich lange Kabel oder ordentlich gewickelte Kabelringe.

Sieben Projektideen hat er eingereicht. Zwei davon haben die sechs angehenden Maschinenbauerinnen ausgewählt und nun in die Tat – oder besser gesagt in eine Rolle – umgesetzt. Von der Idee bis zur konkreten Umsetzung gab es jede Menge zu tun: berechnen, vor Ort ausmessen, anpassen, ausprobieren,… Sowohl für die Studentinnen als auch für die Beschäftigten ein spannender Prozess.

Katrin Täpper (l.) und Ikram Acharki zeigen ihre Idee, um das Durchhängen vom Kabel zu vermeiden und Ungenauigkeiten in der Längenmessung zu verhindern.  Foto: PR Fotographie Köhring
Katrin Täpper (l.) und Ikram Acharki zeigen ihre Idee, um das Durchhängen vom Kabel zu vermeiden und Ungenauigkeiten in der Längenmessung zu verhindern. Foto: PR Fotographie Köhring

Entstanden ist zum einen eine Kabelführung mit Rollen. „Diese soll das Durchhängen vom Kabel eliminieren und daraus resultierende Ungenauigkeiten in der Längenmessung verhindern“, erklärt Studentin Katrin Täpper.

Im zweiten Projekt wurde eine Hilfskonstruktion gebaut, um abgelängte Kabelstücke zu einem Ring aufwickeln zu können. Die Konstruktion ist an einem Motor befestigt, der mittels eines Fußpedals in langsame Rotation versetzt wird. In das Produkt wird ein Kabel eingelegt und von Hand geführt, so dass sich ordentliche Kabelringe ergeben, wie sie zur Weiterverarbeitung in der Industrie benötigt werden. "Da Kabel verschiedener Stärke und Länge gewickelt werden sollen, muss der jeweilige Kern gewechselt werden. Unser neu designter Wickelkern ist verstellbar und besitzt einen Schnellverschluss, er muss daher nicht mehr getauscht werden und ermöglicht ein schnelleres Arbeiten", erklären und zeigen die Studentinnen Nadine Hortscht und Jessica Tran. Eine echte Arbeitserleichterung also. Und ein Gewinn für beide Seiten. Denn für die Studentinnen ist es natürlich schön zu sehen, dass ihre Konstruktionen auch Anwendung finden und nicht nur für die Schublade gemacht werden.

"Projekte wie dieses sind Bindeglied zwischen theoretischem Wissen und Praxiserlebnissen und bilden somit eine Grundlage für das Erfahrungslernen", erläutert Studiengangsleiterin Prof. Dr. Alexandra Dorschu den Ansatz des Service-Learning-Projektes. Die Studentinnen lernen dabei den Umgang mit Kunden und Unternehmen, trainieren ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen und lernen mehr rund um das Thema Projektmanagement.


Kompetenz durch Engagement

Die Hochschule Ruhr West zeichnet sich seit ihrer Gründung durch ihre Qualitätsansprüche in Lehre und Forschung sowie die starke regionale Verbundenheit aus. Service Learning als Brückenschlag zwischen fachlichem Lernen und regionalem Engagement ist ein bedeutsamer Ansatz der in mehrfacher Hinsicht die Erreichung der Ziele an der HRW fördert.

Service Learning bezeichnet die Verbindung von fachlichem Lernen und gesellschaftlichem Engagement. Es zielt darauf ab, dass Studierende durch die Bearbeitung realer Probleme theoretisches Wissen auf das praktische Handeln übertragen.

Service Learning an der HRW charakterisiert sich durch folgende Merkmale:

  • Studierende engagieren sich bei gemeinnützigen oder öffentlichen Partnern in der Region (Sport, Kultur, Soziales, Kommunen) und setzen dabei eigene Kompetenzen ein.
  • Das Engagement ist eingebunden in eine Lehrveranstaltung, ein Lehrprojekt oder eine Abschlussarbeit.
  • Es liegt eine konkrete, klar definierte Fragestellung des gemeinnützigen Partners vor.
  • Das Engagement der Studierenden wird kontinuierlich durch Hochschule und Vertreter*innen der Kooperationspartner vor Ort fachlich begleitet und schließt mit einer Reflexion ab.
  • Die Anerkennung des Engagements ist z. B. durch Credits, Zertifikate oder einer Aufführung im Abschlusszeugnis möglich.

Beatrice Liebeheim-Wotruba

Referat Hochschulmarketing & Kommunikation
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
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Telefon: +49 208 88254-251
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