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Seite: /news/datensaetze-presse/2017/fellowships-fuer-innovationen/
Datum: 01.12.2020, 07:09Uhr

Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre

Düsseldorf/Mülheim an der Ruhr, 15. Dezember 2017: NRW und Stifterverband fördern 43 Lehrende bei der Einführung innovativer Konzepte zur Digitalisierung der Lehre. Bis 2021 stellt das Land zehn Millionen Euro für Innovationen in der digitalen Hochschullehre bereit. Mehr als 180 Wissenschaftler hatten sich mit ihren Konzepten beworben. Darunter zwei HRW Professoren: Prof. Dr. Ellen Roemer mit dem Projekt Flipped Classroom und Prof. Dr. Mike Altieri mit dem Projekt Lernvideo 2.0: All in one for all. Für die Umsetzung ihrer Konzepte erhalten die Fellows jeweils bis zu 50.000 Euro.

„Die Digitalisierung bietet mit neuen Formaten und Interaktionsmöglichkeiten für die Lehre eine große Chance. Studierende können ihr Studium mit digitalen Modulen personalisieren sowie flexibler und praxisnäher ausrichten. So kann die Digitalisierung insbesondere auch dabei helfen, der zunehmenden Vielfalt der Studierenden gerecht zu werden“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Fellowship „Flipped Classroom Modul“ von Prof. Dr. Ellen Roemer
Flipped-Classroom oder auch Inverted-Classroom-Module finden immer mehr Einzug in die Lehre der HRW. Prof. Dr. Ellen Roemer, Wirtschaftsinstitut, führte das Flipped Classroom Konzept in einem Modul ein (https://flippedclassroomhrw.wordpress.com). Studierende bereiten theoretischen Lernstoff zu Hause mit Hilfe von E-Lectures, Folien und Übungsaufgaben selbständig vor (Selbstlernphase) und vertiefen diesen während der Präsenzzeit in der Hochschule durch praktische Übungen (Präsenzphase).

„Das Problem bei diesem Format: bisher gibt es in der Selbstlernphase keine Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden“, erklärt Prof. Dr. Ellen Roemer ihr Projekt. „Beim Anschauen und Erarbeiten der Lernvideos können die Studierenden kein direktes Feedback geben. Im Umkehrschluss bedeutet das: Lehrende können beispielsweise Verständnisprobleme beim Anschauen der Videos nur schwer identifizieren.“

Der Lösungsansatz: eine sofortige (instant) Feedback-Funktion soll den Studierenden während des Anschauens der Lernvideos an der jeweiligen Stelle im Video ermöglichen, ihr Feedback zu signalisieren - durch Emojis oder Kommentare. Es sind sowohl positive Feedbackfunktionen (z.B. Daumen hoch, Smiley) als auch negative Feedbackfunktionen (z.B. Daumen runter, Fragezeichen) möglich. Lehrende können sich vor der Präsenzphase das Feedback zu den Lernvideos anschauen und sich gezielter auf Verständnisfragen vorbereiten. Sie können sehen, an welcher Stelle im Video welche Fragen entstehen, welche Stellen besonders gut oder verbesserungswürdig sind. Auf diese können sie dann in der Präsenzzeit eines Flipped Classroom Moduls eingehen.

Ergo: Verbesserungspotentiale können identifiziert und dann beim Drehen weiterer Lernvideos umgesetzt werden. Durch die Lehrinnovation sollen letztendlich die Lernergebnisse von Flipped Classroom Modulen verbessert werden, indem der Lernprozess der Studierenden besser unterstützt und eine Brücke zwischen Selbstlern- und Präsenzphase gebaut wird. In eine ähnliche Richtung, nämlich Lernvideos interaktiv zu gestalten, geht das Projekt von Prof. Dr. Mike Altieri vom HRW Institut Naturwissenschaften.

Fellowship “Lernvideo 2.0: All in one for all” von Prof. Dr. Mike Altieri
Junge Menschen verbringen etwa die Hälfte ihrer privaten Lernzeit im Internet und schauen sich unter anderem Lernvideos auf YouTube an. Diese Videos berücksichtigen jedoch nicht die unterschiedlichen Lernstände der Schüler*innen oder Studierenden. Durch die Entwicklung innovativer Softwaretechnologien zur interaktiven Gestaltung von Videos ist es möglich, eine Menüstruktur über ein Video zu legen, sodass verschiedene Gestaltungselemente wie ein Pretraining, Interaktion sowie Präsentationen für Fortgeschrittene und Anfänger*innen in ein einziges Video integriert und dort angesteuert werden können (http://interaktive-lernvideos.de/category/interaktiv).

„Bisher mussten Lernende Videos suchen, die zu ihrem Lernstand passen“, sagt Prof. Altieri. „Nun kann ein binnendifferenzierendes und interaktives Video für alle Lernenden produziert werden, sodass eine breite Zielgruppe durch die Arbeit mit einem Video einen individuell hohen Lernerfolg erzielt.“
Lernvideo 2.0 liefert Impulse für den Einsatz interaktiver Videos als themenspezifische Videos, Vorlesungsvideos und im Flipped bzw. Inverted Classroom. Es setzt damit zukunftsweisend ein bereits 2011 an der Hochschule Ruhr West begonnenes Projekt fort, Vorlesungsinhalte der mathematischen Grundvorlesungen in Lernvideos anschaulich aufzubereiten.

Bisher sind über 80 Lernvideos entstanden und auf YouTube veröffentlicht worden. Seit 2017 liegt die Projektleitung bei Mike Altieri. Diese Lernvideos werden nun auf Grundlage von H5P durch interaktive Gestaltungstechnologie ergänzt und stellen eine neue Generation von Lernvideos, die Lernvideos 2.0, dar. Die Lernvideos werden von Studierenden im Team mit den Dozierenden entwickelt und produziert.

Beatrice Liebeheim-Wotruba

Referat Hochschulmarketing & Kommunikation
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
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beatrice.liebeheim-wotruba hs-ruhrwest "«@&.de