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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2017/chancemintnrw/
Datum: 20.10.2017, 17:56Uhr

Programm ChanceMINT.NRW erfolgreich beendet

Pressekpntakt

Heike Lücking
Leiterin des Referats Kommunikation & PR / Pressesprecherin

Referat Kommunikation & PR
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 03

Telefon: +49 208 88254 250
Handy: +49 151 5511 7234

heike.luecking hs-ruhrwest "«@&.de

Mülheim an der Ruhr, 17.3.2017: Am Freitag, 17. März 2017, fand die Abschlussveranstaltung des landesweiten Karriereentwicklungsprogramms ChanceMINT.NRW der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr statt. Außerdem wurde eine Untersuchung zur Wirkung von Karriereprogrammen vorgestellt. 17 Absolventinnen der aktuellen Kooperationsrunde freuten sich über eine erfolgreiche Teilnahme und erhielten ihre Zertifikate von NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens.

"Durch Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen hat 'ChanceMINT.NRW' junge Frauen in ihren Kompetenzen gestärkt und wichtige Netzwerke geschaffen. Auch weibliche Vorbilder und Mentorinnen tragen dazu bei, dass Frauen in immer noch männerdominierten Bereichen wie den Ingenieurwissenschaften und der Informatik vielversprechende berufliche Zukunftsperspektiven sehen. Wir brauchen weiterhin Programme, die für Chancengleichheit in den MINT-Berufen sorgen, damit Frauen ihr volles Potential in Wirtschaft und Wissenschaft einbringen können. Weitere Voraussetzungen dafür sind Entgeltgleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so Barbara Steffens.

"ChanceMINT.NRW" ist ein Karriereentwicklungsprogramm für Frauen, das 2013 als Pilotprojekt an der Universität Duisburg-Essen eingerichtet wurde. Gefördert durch das NRW-Landesministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA), vermittelt es Bachelor-Studentinnen aus verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen und der Informatik Einblicke in die berufliche Praxis. 2016 wurde das Programm auf die Hochschule Ruhr West ausgeweitet.
An der aktuellen und Runde nahmen 17 Studentinnen teil.

Bei dem Programm ChanceMINT.NRW handelt es sich um eine innovative Maßnahme zur Karriereentwicklung, die das wissenschaftliche Bachelorstudium in Kooperation mit Unternehmen für die beruflich-interaktive Kompetenzentwicklung um eine gelingende Theorie-Praxisverknüpfung bereichert, erklärt Prof. Dr. Evelyn Ziegler, Prorektorin für Diversity Management der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Prof. Dr.-Ing Gudrun Stockmanns, Präsidentin der Hochschule Ruhr West, freut sich, dass seit dem letzten Jahr auch HRW-Studentinnen an dem Programm teilnehmen konnten:"Praxisbezug ist bereits ein wichtiger Bestandteil des Studiums an der HRW. Unsere Bachelorstudierenden absolvieren ein Praxissemester und schreiben häufig auch ihre Bachelor- oder Masterarbeiten in Unternehmen. Eine Teilnahme am Programm ChanceMINT.NRW bringt den Teilnehmerinnen einen erheblichen Mehrwert, denn sie haben die Gelegenheit, eine große Bandbreite an Unternehmen kennen zu lernen und somit auch über den eigenen Tellerrand zu blicken."

"Alltagserfahrungen von Studentinnen in männerdominierten Studiengängen sind, dass sie als Frauen noch immer besonders auffallen, ihnen selbst das aber gar nicht bewusst ist", begründet Birgit Weustermann, Projektleiterin und Gleichstellungsbeauftragte an der HRW die Notwendigkeit von ChanceMINT.NRW. Für das Programm ist entscheidend, dass reflektiert wird, wie die Studentinnen zum Beispiel mit Applaus von Kommilitonen beim Betreten eines Hörsaals oder auch mit Bemerkungen von Lehrenden, wie zum Beispiel "eine Frau hat die besten Klausurergebnisse" umgehen können. Häufig können unbedachte Äußerungen nachhaltig demotivierend wirken. Andererseits helfen persönliche Gespräche über individuelle Stärken oder auch Rückmeldungen zu guten Klausurergebnissen sich 'willkommen zu fühlen'", erklärt Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis, Projektleiterin an der UDE. Ein so genanntes Transferaudit habe zudem die Wirkmechanismen des Programms analysiert und herausgefunden, dass positive Erfahrungen aus Programmen wie ChanceMINT.NRW studienmotivierend wirken und zur Stärkung der selbstbewussten Gestaltung des eigenen Studienverlaufs beitragen.

"Das Programm ChanceMINT.NRW steht für eine erfolgreiche Fach- und Führungskräfteentwicklung von Frauen in technisch-ingenieurwissenschaftlichen Berufen im Ruhrgebiet. Insgesamt haben rund 60 Teilnehmerinnen das Programm in drei Jahren erfolgreich durchlaufen", erklärt HRW Projektkoordinatorin Beatrix Holzer. "Dass Ministerin Barbara Steffens die heutige Veranstaltung begleitet und den Teilnehmerinnen ihre Zertifikate persönlich überreicht hat, verstehen wir als besondere Wertschätzung für die geleistete Arbeit aller Beteiligten", so Holzer weiter.

Die Abschlussveranstaltung von ChanceMINT.NRW fand mit rund 80 Gästen im Hörsaalzentrum der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr statt. Nach Grußworten durch HRW-Präsidentin Prof.Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns und Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, wurden die Ergebnisse aus dem Transferaudit des Programms zu Wendepunkten und Karriereperspektiven vorgestellt. Anschließend verlieh Ministerin Steffens den Teilnehmerinnen ihre Abschlusszertifikate.

Über das Förderprogramm ChanceMINT.NRW

"ChanceMINT.NRW" ist ein Karriereentwicklungsprogramm für Frauen des NRW-Landesministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA), das 2013 als Pilotprojekt an der Universität Duisburg-Essen eingerichtet wurde. Gefördert wurden insgesamt 60 Studentinnen aus verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen und der Informatik. Das Projekt verfolgt das Ziel, durch verschiedene theorie- und praxisverknüpfende Maßnahmen, Studentinnen für einen gelingenden beruflichen Einstieg vorzubereiten und durch den Aufbau von Kontakten und Netzwerken mit potentiellen Arbeitsgebern sowie weiblichen Rollenvorbildern erste berufspraktische Orientierungen zu geben. Darüber hinaus soll die Studienmotivation durch den Programmdurchlauf gestärkt, sowie die Zahl der Studienabbrüche und Studienplatzwechsel verringert werden. Das Programm zielt neben der direkten Förderung der Studentinnen darauf ab, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule, Unternehmen und Verbänden Konzepte für eine optimierte Studium-Praxis-Verknüpfung zu entwickeln.