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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2016/futurecamp/
Datum: 22.09.2017, 21:21Uhr

zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr veranstaltet FutureCamp für Jugendliche

Pressekontakt

Beatrice Liebeheim-Wotruba
Referat Kommunikation & PR / stellv. Pressesprecherin / Online-Kommunikation

Referat Kommunikation & PR
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 03

Telefon: +49 208 88254-251
Handy: +49 151 55 11 7450

beatrice.liebeheim-wotruba hs-ruhrwest "«@&.de

Bottrop, 19. August 2016: Faulenzen in den Sommerferien? Weit gefehlt! Etwa 40 Schülerinnen und Schüler hatten beim ersten HRW FutureCamp die Möglichkeit, kreative Projekte mit verschiedenen Zukunftstechnologien umzusetzen.

Annika und Lena, beide 17 und aus Mülheim an der Ruhr, wollten gern die Hochschule Ruhr West kennenlernen; sie waren schon beim Campusfest in Mülheim, surften über die Website und fanden dabei das "HRW FutureCamp" in Bottrop. "Die Workshops sind toll. Wir konnten sehr viel selbst machen, waren richtig kreativ und hatten Spaß dabei. Vor allem beim Designthinking oder auch beim Ausprobieren des Motion Capture-Anzug", erklären Annika und Lena. Überrascht waren beide, dass hinter der Informatik so viel kreative Anwendung steckt.

Die Schülerinnen sind zwei von 40 Schüler*innen, die seit Montag zu Gast am Institut Informatik der Hochschule Ruhr West am Bottroper Campus waren. Anlass war das erste HRW FutureCamp. Die Schüler (ab 8. Klasse) hatten bis heute, Freitag, 19.8., die Möglichkeit, in verschiedene Zukunftstechnologien zu schnuppern und einen Eindruck zu bekommen, was es heißt, Informatik zu studieren. Partner des Projektes ist das FabLab der HRW. Die Abkürzung steht für fabrication laboratory, also Fabrikationslabor. Ein FabLab soll ein offener Raum sein für Privatpersonen, Schüler und andere, die in die Welt der Produktionstechnik eintauchen wollen. Veranstalter des FutureCamp sind das zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr, das zdi-Zentrum Bottrop sowie die Hochschule Ruhr West mit dem ortsansässigen FabLab. Unterstützt wird das Projekt von der FH Aachen und der Hochschule Rhein-Waal. Die Abschlusspräsentation der Projekte findet am heutigen Freitagnachmitttag statt.

"Der Gedanke hinter der Veranstaltung ist, Anwendungen der Informatik selbst auszuprobieren und Neues hinzuzulernen. Aber die praktischen Erfahrungen, die die Jugendlichen bei diesem Summercamp machen, können auch einen Weg in Richtung Hochschulstudium eröffnen. Denn der direkte Kontakt zu Studierenden, Professoren und der Besuch vor Ort an der Hochschule baut Hemmungen und Ängste ab, die manch einen vielleicht davon abhalten nach dem Schulabschluss ein Studium zu beginnen.", erläutert Prof. Dr. Michael Schäfer. Schäfer organisierte mit zdi-Koordinatorin Anna Albers das Sommercamp an der HRW.

Fünf Tage hatten die Schüler*innen Zeit, unter Anleitung und Begleitung von Beschäftigten der HRW, der Fachhochschule Aachen sowie der Hochschule Rhein-Waal, Aufgaben aus der Informatik zu lösen und eigene kreative Projekte umzusetzen. Alle Aufgaben sind außerordentlich praxisbezogen. So beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit Design Thinking (Zeichnen von Objekten mit 3D Stiften), Stoffdesign, 3D Scan und Druck, Roboterbau und Robotertrainings (fahrende, fliegende und hüpfende Roboter), virtuellen Realitäten, Motion Capturing, Programmiersprachen usw.

Lukas (14) aus Bottrop baute sich mit Unterstützung von Studentin Susanne Frisse eine Virtuell Reality-Brille - einfach mal so mit Smartphone, Pappe und Kleber. "Eine coole Spielerei", so der Kommentar des Schülers. Wie viele andere Teilnehmer*innen setzte sich auch Lukas mit 3D-Scan und 3D-Druck intensiv auseinander und zeigte sich beeindruckt, was mit dieser modernen Technik alles machbar ist.

Zur Unterstützung reiste der FabBus der FH Aachen an. Eine Besonderheit der Veranstaltung ist der FabBus der FH Aachen. Die obere Etage des mobilen Schulungsraums bietet eine perfekte Lernumgebung und ist mit acht Arbeitsplätzen und individuellen Workshops für jede Besuchergruppe ausgestattet. Die untere Etage, mit einer großen Anzahl an Showbauteilen und Fachliteratur, macht die Technik erlebbar und verständlich.

Das HRW Futurecamp fand 2016 erstmals statt. Über das zdi Netzwerk Mülheim an der Ruhr konnte das Projekt als Maßnahme im Rahmen des Programmes zdi-BSO-MINT von Regionaldirektion NRW der BA und das NRW-Wissenschaftsministerium gefördert werden. Das Programm soll Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 8 allgemeinbildender Schulen in NRW im Rahmen der vertieften Berufs- und Studienorientierung einen detaillierten Einblick aus erster Hand in die MINT-Fächer ermöglichen und damit die Studierneigung fördern.

Das FutureCamp ist eine von vielen Maßnahmen, mit der die Hochschule Ruhr West bei Schüler*innen verstärkt das Interesse für Informatik und Elektrotechnik wecken möchte. So bietet die Hochschule Ruhr West auch ein Jungstudium. Beim Jungstudium haben Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, reguläre Lehrveranstaltungen zu besuchen. Das Angebot richtet sich an Studieninteressierte aus der Region.