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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2015/hrw-unterstuetzt-fluechtlinge/
Datum: 24.11.2017, 04:03Uhr

Hochschule Ruhr West unterstützt Flüchtlinge

Beatrice Liebeheim-Wotruba
Referat Kommunikation & PR / stellv. Pressesprecherin / Online-Kommunikation

Referat Kommunikation & PR
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 03

Telefon: +49 208 88254-251
Handy: +49 151 55 11 7450

beatrice.liebeheim-wotruba hs-ruhrwest "«@&.de

Bottrop / Mülheim an der Ruhr, 25. November 2015: Als "Hochschule in der Region für die Region" liegt es im Selbstverständnis der HRW, einen Beitrag zur Integration und Eingliederung von Flüchtlingen zu liefern. Denn es gibt unter den geflüchteten jungen Menschen einige, die in ihren Heimatländern weiterführende Schulen besucht oder mit dem Studium begonnen hatten.

Die HRW unterstützt geflüchtete Studieninteressierte mit Informationsveranstaltungen und Studieninformationsgesprächen. Eine Hürde für den Studienbeginn ist für viele jedoch die Unterrichtssprache: die ist in den Vorlesungen, Seminaren und Übungen an der HRW nämlich Deutsch. "Seit Anfang November besuchen fünf, vorrangig aus Syrien und dem Iran geflüchtete junge Menschen montags, dienstags und freitags einen Deutschkurs an der HRW. Dieser Kurs richtet sich speziell an Flüchtlinge, die die formalen Voraussetzungen für ein Studium mitbringen. Das heißt sie haben in ihrer Heimat einen entsprechenden Schulabschluss gemacht. Die jungen Leute sollen so möglichst schnell sprachlich auf ein Studium an der HRW vorbereitet werden", berichtet Ellinor Boadu. Sie arbeitet an der HRW im International Office, begleitet Flüchtlinge zur Studienberatung und ist zentrale Ansprechpartnerin für Flüchtlinge mit Studieninteressen.

Um auf die Angebote der HRW aufmerksam zu machen, hat sie mit der Studienberatung einen Informationsflyer entwickelt, der in englischer und arabischer Sprache auf die Angebote hinweist. Die Stadt Mülheim arbeitet eng mit der HRW zusammen, um Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive und entsprechendem Bildungshintergrund die Aufnahme eines Studiums zu ermöglichen.

"Die jungen Flüchtlinge brauchen eine Perspektive, um wirklich in Deutschland anzukommen. Mit unseren vielfältigen Angeboten kann die HRW solche Perspektiven geben. Wir freuen uns auf diese neuen Studierenden, die mit uns ihre Chancen nutzen wollen", bekräftigt Prof. Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns, Präsidentin der Hochschule.

Sie freue sich auch besonders über das Engagement der Hochschulangehörigen. Beispielsweise werden im Studiengang Mensch-Technik-Interaktion verschiedene Service-Learning-Projekte angeboten. Die Projekte könnten Flüchtlingen einerseits zu einem guten Einstieg verhelfen und gleichzeitig die Studierenden für den Umgang mit geflüchteten Menschen und deren Erfahrungen sensibilisieren.

Gemeinsam mit Studierenden der Veranstaltung "Sozialpsychologie" hat Prof. Dr. Sabrina Eimler (Lehrgebiet Human Factors and Gender Studies) in den vergangenen Wochen Adventskalender für Flüchtlinge in Bottrop gebastelt. Ihr Ziel sind 80 Kalender, gefüllt mit Süßigkeiten, kleinen Büchern, Minipuzzles, Buntstiften, Anspitzern und Malbüchern.

Beteiligt waren Studierende der Studiengänge Mensch-Technik-Interaktion und Wirtschaftsinformatik. Unterstützt wurde die Initiatorin auch von einigen Beschäftigten der Hochschule. Die Inhalte sind Spenden von Bottroper Unternehmen und aus der Hochschulgemeinschaft. Am morgigen Donnerstag werden die Kalender an Flüchtlingskinder in einer Bottroper Unterkunft übergeben.

Zentraler Gedanke dieser Aktion ist, soziale Kompetenzen wie Teamgeist, Kommunikations- und Organisationsvermögen, Mitgefühl und Zeitmanagement zu trainieren. Frühzeitig sollen die Studierenden ein Auge für die Probleme und Nöte um sie herum entwickeln und ihre Fähigkeiten auch für soziale Projekte einsetzen.

In der Lehrveranstaltung "Usability and User Experience im interkulturellen Kontext" von Prof. Dr. Stefan Geisler und Prof. Dr. Sabrina Eimler des Studiengangs Mensch-Technik-Interaktion wird ein Prototyp eines interaktiven Stadtplans entwickelt. Studierende entwickeln eine App zur ersten Orientierung in der Stadt Bottrop: Wo kann ich mich für den Deutschkurs anmelden? Wo und wann fährt der Bus zur VHS? Welche speziellen Angebote gibt es für Flüchtlinge? Um herauszufinden, welche Informationen die ortsfremden Flüchtlinge brauchen, sprachen die Studierenden mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern, mit ehrenamtlichen Helfern und mit Angestellten der Stadt.

Ergänzend dazu gestaltet Prof. Dr. Jan Pawlowski mit vier Informatik-Masterstudierenden eine Lern- und Wissensumgebung für Flüchtlinge. Diese soll die Orientierung und Integration für Neuankommende erleichtern.