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Seite: /news/datensaetze-presse/2013/multitouch/
Datum: 25.11.2020, 02:52Uhr

Studierende entwickelten ausgezeichnete Konzepte für Multitouch-Tische

Bottrop/Mülheim an der Ruhr, 8. März 2013: Neben aller Theorie spielt vor allem der Praxisbezug an der Hochschule Ruhr West eine wichtige Rolle. Daher konnten sich HRW Studierende innerhalb einer Projektwoche an einem Kreativwettbewerb beteiligen, bei dem es um die Entwicklung von Konzepten für so genannte Multitouch Tische ging. Der Wettbewerb wurde von Prof. Dr. Stefan Geisler, Studiengangsleiter im Studiengang Mensch-Technik-Interaktion und Angewandte  Informatik, organisiert und vom Essener Unternehmen aaitechnologies GmbH unterstützt. Die Siegergruppen präsentierten heute ihre Ergebnisse und wurden mit gesponserten Gutscheinen im Wert von insgesamt 900 Euro ausgezeichnet.

Fast auf jeder Messe, die etwas mit Technik zu tun hat, findet man heute so genannte Multitouch Tische, die sich per Hand, Finger, Ellbogen oder anderen beweglichen Objekten bedienen lassen. Bei Multitouch-Bildschirmen handelt es sich jedoch nicht um normale Computer, sondern sie leben von ihrem ungewöhnlichen User-Interface. Aktionen lassen sich nicht nur – wie beim iPhone – mit zwei bis vier Fingern ausführen, sondern es können auch mehrere Menschen gleichzeitig von mehreren Seiten an einem Tisch arbeiten, da die Anzahl der Berührungspunkte, die das Gerät auswertet, keine Grenzen vorgibt. Zudem ermöglicht der PixelSense - ein Produkt der Firma Samsung - in gemeinsamer Entwicklung mit Microsoft, die Erkennung von einzelnen Objekten, die auf dem Tisch abgelegt werden.

Die Aufgabe der Studierenden im HRW Kreativwettbewerb bestand nun darin, dass Sie unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums und mit Blick auf die Software innovative Anwendungs- und Interaktionskonzepte für Multitouch Tische entwickeln sollten. Dafür brachte ihnen André Achtermeier, Geschäftsführer bei aaitechnologies, zunächst die Funktionsweise der Geräte näher und stellte ihnen eins auch leihweise zur Verfügung. Im nächsten Schritt sollten die Teilnehmer dann eigene Ideen entwickeln und diese in ein Anwendungskonzept bringen. Heraus kamen sieben verschiedene Projektideen. Die Gewinnerarbeiten wurden am heutigen Freitag vorgestellt und die ersten fünf Siegerarbeiten mit Gutscheinen im Wert von 500 Euro, 250 Euro und drei mal 50 Euro ausgezeichnet. Die Arbeiten reichten von einem Rezeptberater im Supermarkt, einem HRW-Lern- und Bibliothekssystem bis hin zu einer neuen Anwendung für die Verkehrsplanung.  Gewonnen hat Stephan Lucka, Student im ersten Semester Mensch-Technik-Interaktion, mit seiner Idee, einen solchen Tisch im Supermarkt aufzustellen. Der Tisch erkennt darauf abgelegte Lebensmittel und zeigt dazu passende Rezepte oder Nährwerte an.

 „Multitouch Tische sind in puncto Bedienung nicht ansatzweise mit herkömmlichen Rechnern vergleichbar. Sie leben von spannendere Anwendungen, die die ungewohnte Bedienung berücksichtigen. Die Entwicklung von Anwendungs- und Interaktionskonzepten erfordert daher ein hohes Maß an Kreativität“, erläutert Prof. Dr. Stefan Geisler, Professor am Institut Informatik der Hochschule Ruhr West. „Umso mehr freue ich mich über die guten Ergebnisse, denn die Studierenden haben mit viel Ausdauer und Originalität teilweise sehr überzeugende Konzepte entwickelt. Es ist gar nicht leicht, ein solches Projekt in der vorgegebenen Zeit zu stemmen, wenn man sich erst einmal mit der Technik und der Software vertraut machen muss“, so Prof. Geisler weiter.

Auch André Achtermeier, Geschäftsführer von aaitechntechnologies, ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Neben dem Spaß, den ein solches Projekt mit Studierenden einfach macht, ging es uns aber auch darum, den Kontakt zur HRW insgesamt zu vertiefen. In unserem Bereich, als Projektentwickler und Designer für technische Projekte im Bereich Infrastruktur und Netze, ist die Nachwuchsförderung eine wichtige Sache. Denn wir sind immer auf der Suche nach talentierter Verstärkung und solche Projekte bieten einfach eine gute Gelegenheit, um sich gegenseitig kennen zu lernen.“

Der Kreativwettbewerb startete Ende November 2012 mit einer Laufzeit von Insgesamt sieben Wochen. Am 15. Januar reichten sieben Projektgruppen ihre Arbeiten ein. Die Bewertung der Projekte wurde gemeinsam von Prof. Geisler und André Achtermeier übernommen anhand von Kriterien wie Originalität, Innovationsgrad, Umfang des Konzepts sowie Ausnutzung der Besonderheiten des Tisches.