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Seite: /news/datensaetze-presse/2013/hrw-und-siemens/
Datum: 25.11.2020, 02:51Uhr

HRW und Siemens fördern Nachwuchs

Mülheim an der Ruhr, 15. Mai 2013: HRW und Siemens AG Energie Sector am Standort Mülheim fördern gemeinsam den technikbegeisterten Nachwuchs. Die HRW beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Junior-Ingenieur-Akademie, die von der Telekom-Stiftung gefördert wird. 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Karl-Ziegler-Schule haben im Unterrichtsfach Technik bei Siemens einen Elektromotor konstruiert und gebaut, der im Hochschullabor getestet wird. Darüber hinaus haben sie Einblicke in technische Ausbildungsberufe und ingenieurwissenschaftliche Studiengängen erhalten.

„Wir freuen uns, dass wir durch das Projekt „Elektromotor“ und die gute Kooperation mit Siemens und der Karl-Ziegler-Schule dazu beitragen können, das Interesse an Naturwissenschaften im Allgemeinen und der Elektrotechnik im Besonderen zu stärken. Darüber hinaus konnten wir den Schülerinnen und Schülern erste Eindrücke vermitteln, wie ein Ingenieurstudium bei uns an der HRW aussieht“, erklärt Prof. Dr. Klaus Thelen, Leiter des Instituts Mess- und Sensortechnik der Hochschule Ruhr West.

Teamfähigkeit und praxisorientiertes Handeln – das sind Dinge, die die Junior-Ingenieur-Akademie den Schülerinnen und Schülern der Karl-Ziegler-Schule näher bringt. Über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren arbeiten junge Technik-Fans in Gruppen am Bau eines Elektromotors. In der Lehrwerkstatt von Siemens schulen sie ihr handwerkliches Geschick für den mechanischen Aufbau und an der Hochschule Ruhr West wird vermittelt, wie man einen Motor elektronisch ansteuert. So ermöglicht das innovative Projekt schon lange vor dem Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife einen Einblick in Beruf und Studium. Am Ende steht dann in der Regel ein Ergebnis, auf das wir alle stolz sein können.

„Für die Schülerinnen und Schüler ist dieses Projekt eine wirklich tolle Sache“, findet Prof. Thelen. „Die Schüler haben eine komplette Ansteuerelektronik für den Elektromotor aufgebaut. Hierbei haben sie selbständig die Elektronikplatinen hergestellt, bestückt und in Betrieb genommen. Auch die Programmierung der Schaltungen konnte durch sie vorgenommen werden. Es ist erstaunlich zu sehen, wie selbständig die Schüler die Aufbauten angefertigt haben und sogar in der Lage waren, kniffelige Funktionsfehler zu korrigieren. Schließlich wurden in unserem Hochschullabor Messungen an dem selbst gebauten Motor vorgenommen und über kleine Programmierungen der Steuerungen erprobt“, so Thelen weiter. „Alles in allem ist dies eine hervorragende Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, frühzeitig ihre technischen Vorlieben und Talente zu entdecken, sei dies im mechanischen oder elektronischen Bereich oder etwa auf dem Gebiet der Informatik.“

Seit vielen Jahren unterstützt die Karl-Ziegler-Schule ihre Schülerinnen und Schülern bei der Orientierung zur Studien- und Berufswahl durch praktische Projekte in Kooperation mit Unternehmen und Hochschulen. Dank der Junior-Ingenieur-Akademie, die von der Telekom-Stiftung gefördert wird, haben unsere Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit erhalten, frühzeitig die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erkennen und die Anforderungen, die sie in der Ausbildung oder im Studium erwarten.

Durch gute Kontakte zur Wirtschaft und zu Siemens konnte die Schule die Junior-Ingenieur-Akademie nach Mülheim holen. Denn wichtig ist, die naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Eintritt in die Oberstufe für wissenschaftliches Arbeiten motivieren. Das Projekt „Elektromotor“ ist dafür besonders gut geeignet, da es auf anschauliche Weise sowohl theoretische, als auch praktische Erfahrungen vermittelt und direkte Einblicke in ein ingenieurwissenschaftliches Studium liefert.

Die Junior-Ingenieur-Akademie wurde von der Telekom-Stiftung ins Leben gerufen, um junge Menschen für das Berufsbild des Ingenieurs zu begeistern, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern und ihre individuellen Kompetenzen frühzeitig zu fördern. Alleinstellungsmerkmale des Bildungsangebots für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sind die Kooperation von Schule, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die feste Verankerung in den Unterrichtsplan. Deutschlandweit gibt es 25 Akademien. Die Junior-Ingenieur-Akademie an der Karl- Ziegler-Schule ist die einzige in Mülheim an der Ruhr. Sie startete zu Beginn des Schuljahrs 2009/2010 und läuft insgesamt über drei Jahre. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich neben der Konstruktion, dem Bau und dem Test von Elektromotoren auch mit Themen wie Teambildung, Präsentationstechniken und Kostenrechnung.

Weitere Informationen zur Junior-Ingenieur-Akademie gibt es unter: www.telekom-stiftung.de/junior-ingenieur-akademie