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Seite: /news/datensaetze-presse/2012/bos-funk/
Datum: 25.11.2020, 02:04Uhr

HRW Studierende untersuchten BOS-Funk der Bottroper Feuerwehr

Bottrop, 4.01.2012: Studierende der Hochschule Ruhr West untersuchten im Rahmen einer Projektarbeit zur Lehrveranstaltung Kommunikations- und Nachrichtentechnik (Studiengang Angewandte Informatik) den Sprechfunk der Bottroper Feuerwehr. Die studentischen Projektgruppen präsentierten heute ihre Arbeiten in einem Vortrag mit praktischer Demonstration. Das Ergebnis: die geplante Umstellung von Analog- auf Digitalfunk ist möglicherweise kostengünstiger als gedacht, da sie wahrscheinlich keine Umrüstung bestehender Gebäudefunkanlagen notwendig macht.

Der Funk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS-Funk) befindet sich derzeit im Umbruch. Bundesweit wird ein einheitliches digitales Behördenfunknetz errichtet. Die Bottroper Feuerwehr plant in diesem Zusammenhang die Umstellung ihrer Funksprechanlagen von Analog- auf Digitaltechnik. Die neue Technik bietet dabei eine Reihe von Vorteilen: Die Sprachqualität ist besser, sie ist vor Störungen geschützt und die Abhörsicherheit ist erhöht. Darüber hinaus können Teilnehmer über die neuen Funkgeräte gezielt angerufen werden, der Versand von Kurznachrichten ist möglich und die neuen Geräte erlauben eine Ortung per GPS.

Da bei der Analogtechnik zur Verstärkung des Signals bisher an verschiedenen Stellen im Bottroper Stadtgebiet Verstärker - beispielsweise in Gebäudefunkanlagen - eingesetzt werden, verglichen Studierende nun den Einsatz der digitalen Technik in kritischen Räumlichkeiten (zum Beispiel in Tiefgaragen oder weitläufigen Kaufhäusern) mit der analogen Technik, um dabei mögliche Funklöcher aufzuspüren. Sie erfassten diese messtechnisch und schlugen eventuelle Positionen für so genannte Relaisstationen zur Verstärkung der Signale vor. Die Untersuchungen der Studenten brachten wichtige und interessante Ergebnisse: Beim Test (beispielsweise in dem Kaufland-Gebäude), stellte sich heraus, dass die digitale Sprechfunktechnik gut funktioniert und keine aufwendige Verstärkertechnik mehr notwendig ist. Dadurch spart die Feuerwehr bei der Umstellung Kosten und Ressourcen. Die Projektarbeit führte eine Gruppe mit den vier Studenten  Jan Eberwein, Christoph Kaspschak, Stefan Steinwasser und Thorsten Tatarek im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kommunikations- und Nachrichtentechnik“ im Studiengang Angewandte Informatik von Prof. Gerd Bittner durch.

„Der anwendungsorientierte Ansatz der HRW setzt auf Projektarbeiten wie diese. Ich freue mich, dass unsere Studierenden die in der Vorlesung erworbenen theoretischen Kenntnisse zur Vertiefung praktisch anwenden können und zudem mit beruflichen Perspektiven vertraut gemacht werden“, erklärte Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, bei der heutigen Präsentation der Ergebnisse.

„Der engagierte Einsatz der Studenten und die interessierte Bereitschaft der Bottroper Feuerwehr bei diesem ersten Projekt haben mich sehr beeindruckt. Es sind dabei wichtige und verwertbare Ergebnisse für alle Beteiligten entstanden und die Zusammenarbeit hat wirklich Spaß gemacht. Es wird weitere Projekte dieser Art geben“, ergänzte Prof. Gerd Bittner, Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen – Energiesysteme, Energieinformatik und Informatik.

„Wir freuen uns, dass die Bottroper Feuerwehr von dem technischen Know-how der Studenten und Lehrkräfte profitieren konnte. Das war ein gelungener Auftakt und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West weitere interessante Projekte umsetzen werden“, erklärte Paul Ketzer, Erster Beigeordneter der Stadt Bottrop.

„Die rasante Entwicklung gerade im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie die gestiegenen Anforderungen machen eine Umstellung von der über 30 Jahre alten Analog-Funktechnik auf Digital-Funktechnik nötig. Daher finde ich es klasse, dass uns die jungen Studenten mit ihren Untersuchungen dabei so gut unterstützen und mit ihren Ergebnissen dazu beitragen, Störungsquellen bereits im Vorfeld zu finden und auszuschließen “, ergänzte Oberbrandrat der Bottroper Feuerwehr Kim Heimann