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Seite: /news/datensaetze-presse/2012/bilanz-2012/
Datum: 25.11.2020, 21:14Uhr

Hochschule Ruhr West zieht für 2011 positive Bilanz

Mülheim an der Ruhr / Bottrop, 11.01.2012: „Die Hochschule Ruhr West blickt auf ein sehr erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2011 zurück. Mit unserem Studienangebot, den Entwicklungen zu den Standorten und den vielen Maßnahmen, die wir im Jahr 2011 begonnnen und umgesetzt haben, stellten wir die richtigen Weichen für die Zukunft der Hochschule“, sagte Prof. Dr.  Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, beim Jahrespressegespräch am heutigen Mittwoch. Darüber hinaus legte er den Jahresbericht 2009/2010 über die ersten beiden Jahre seit Gründung der HRW vor.

In den derzeit insgesamt 13 angebotenen Studiengängen studieren seit dem Wintersemester 2011/2012 830 junge Menschen an der Hochschule Ruhr West. Im laufenden Wintersemester 2011/2012 erweiterte sich das Studienangebot um die Bachelorstudiengänge: BWL-Emerging Markets, BWL-Instandhaltung (vorher ein Studiengang), Energie- und Wassermanagement, Energieinformatik sowie Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau.

Am 31. Dezember 2011 waren an der HRW insgesamt 138 Personen beschäftigt. Ein Jahr zuvor waren es noch 84. Von den 138 Beschäftigten arbeiten 64 (davon 40 Frauen) im Servicebereich. Im wissenschaftlichen Bereich arbeiten 34 wissenschaftliche Mitarbeiter, davon 12 Mitarbeiterinnen. Zum Stichtag waren 38 Professoren, davon sieben Professorinnen an Bord der HRW. Die Hochschule Ruhr West wird vom Präsidium vertreten: Prof. Dr. Eberhard Menzel, HRW Präsident sowie Helmut Köstermenke, Vizepräsident Wirtschafts- und Personalverwaltung. Im März 2011 übernahm Prof. Dr. Hartmut Ulrich das Amt des Vizepräsidenten für Studium und Lehre.

Um sich im Wettbewerb um Studieninteressierte gut zu positionieren und dauerhaft erfolgreich zu sein, stellte sich das Präsidium im vergangenen Jahr der Aufgabe, ein Positionierungskonzept zu erarbeiten. Gemeinsam mit einer Agentur für strategische Markenberatung wurde mittels Befragungen bei Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Unternehmen ein Konzept erarbeitet, welche Studiengänge für die Region und die Zielgruppe attraktiv sind. „Umfragen ergaben, dass für 66 Prozent der befragten Studenten und Studentinnen die HRW die erste Wahl ist, was mich sehr freut. Die restlichen 34 Prozent, möchten wir mit einer guten Strategie und attraktiven Studiengängen überzeugen“, sagte Prof. Menzel.

Zudem arbeitete die HRW 2011 an einem Hochschulentwicklungsplan (HEP). Dieser formuliert Maßnahmen, die die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Hochschule Ruhr West stärken sollen und als Grundlage für eine Vereinbarung mit dem Ministerium für Innovation Wissenschaft und Forschung (MIWF) für eine leistungsorientierte Mittelvergabe dienen. Die HRW legt dabei die Strategie für die nächsten Jahre fest, informiert im HEP über neu zu gründende Institute und neue Studiengänge. Auch werden Aussagen zum Qualitäts- und Diversitymanagement getroffen sowie zur Internationalisierungsstrategie. Um ihre Studierenden auf das Arbeiten in einem globalen Umfeld vorzubereiten, treibt die Hochschule Ruhr West die Internationalisierung von Studium und Lehre gezielt voran.

Außerdem wurde im vergangenen Jahr von den Beschäftigten und Studierenden der HRW ein Leitbild entwickelt. Darin sind das Selbstverständnis und die Grundprinzipien der Hochschule formuliert. Das HRW Leitbild soll die Einstellung der Hochschule besten Service für Studierende, Lehrende und Mitarbeiter/-innen zu bieten, nach Innen und Außen transportieren. Es finden sich dort wichtige Themen wie Exzellenz in Lehre und Forschung, Generationenhochschule, Chancen und Möglichkeiten für Jeden, der sie wahrnehmen möchte, und Familienfreundlichkeit formuliert.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Um das Ziel der Familienfreundlichkeit zu erreichen wurde die HRW als „Familiengerechte Hochschule“ zertifiziert. In einem ersten Schritt schloss sie einen Vertrag mit einem lokalen Beratungs- und Vermittlungsservice. Das Unternehmen vermittelt Studierenden und Beschäftigten beispielsweise Tagesmütter, Kinderfrauen oder Notmütter. Weitere Schritte in Richtung Familiengerechten Hochschule sollen 2012 weitere folgen. „Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für uns als junge Hochschule sehr wichtig. Im Wettbewerb um hochqualifizierte Beschäftige und talentierte Studierende ist dies für viele potenzielle Bewerber und auch für Studierende ein bedeutendes Entscheidungskriterium. Seit Ende des Jahres ist die HRW auch als familiengerechte Hochschule zertifiziert und dem Netzwerk ‚Erfolgsfaktor Familie‘ beigetreten“, erklärt Prof. Menzel. Die Zertifizierung erhielt die Hochschule unter anderem für ihre Planungen zum Thema flexible Arbeits- und Studienzeiten. Ein weiteres Ziel ist es, die Anzahl der Professorinnen zu steigern: derzeit sind sieben Professorinnen an der HRW tätig.

„Das ist meines Erachtens zu wenig. Gemeinsam mit der HRW Gleichstellungsbeauftragten, Prof. Dr. Susanne Staude, überlegen wir Ideen und Maßnahmen, wie wir hier ein ausgewogenes Verhältnis herstellen können. Das ist gar nicht so einfach“, erklärt Prof. Menzel. Ähnlich sieht das Verhältnis zwischen Studenten und Studentinnen aus. Doch mit attraktiv gestalteten Studienangeboten mit besten Jobaussichten sollen auch mehr junge Frauen angesprochen werden. Im Allgemeinen sind gute berufliche Perspektiven und Praxisnähe im Studium die wichtigsten Kriterien für Studieninteressierte, um ihre Wahl zu treffen. Um auf das Studienangebot der HRW aufmerksam zu machen und verstärkt Schülerinnen an die Ingenieursberufe heranzuführen, wurde 2010 in Bottrop das zdi-Zentrum „mint4you“ eröffnet. 2011 fanden dort bereits 25 Veranstaltungen mit rund 600 Schülerinnen und Schülern statt.

Hochschule wird sichtbar zum Stadtgespräch

Bereits im Sommer 2010 zog die HRW in Mülheim an der Ruhr in den Siemens Technopark, baute dort Büro- und Produktionsflächen für ihre Vorlesungs- und Seminarräume, Labore und Büros um. Trotzdem wird es eng. Seit dem 12. Dezember 2011 wird auf einem etwa 38.000 Quadratmeter großen Grundstück am Standort Dümptener Straße / Ecke Neustadtstraße eine Hochschule mit 834 Pavillons errichtet – die derzeit größte Hochschule in Pavillonbauweise Deutschlands. Der Hochschule Ruhr West als Mieter soll der erste Bauabschnitt mit drei Gebäuden im Februar 2012 übergeben werden. Insgesamt stehen der HRW nach Fertigstellung etwa 15.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zur Verfügung. Das bedeutet mehr Platz für das studentische sowie wissenschaftliche Leben in Mülheim an der Ruhr – Platz für 1.500 Studierende und 140 Beschäftigte.

Auch am zweiten Standort, in Bottrop, braucht die Hochschule mehr Platz. Nachdem Umzug im Sommer 2010 in die Tannenstraße entstehen seit Sommer 2011 schrittweise 1.000 Quadratmeter zusätzliche Flächen in Modulbauweise. In den neuen Modulen entstehen vor allem Büros und Labore für die Institute. In der Schule selbst werden die derzeitigen Labore und Büros in Hörsäle umgebaut. Damit können über 200 Studentinnen und Studenten in Bottrop studieren. Weitere Flächen werden ab 2013 geschaffen, um vor allem den Schülern und Schülerinnen des doppelten Abiturjahrganges, einen Studienplatz anbieten zu können. Neben der Planung für die Interimslösungen sind auch die Planungen für die Neubauten weiter voran geschritten.

Im März 2011 wurden die Siegerentwürfe für beide Standorte gekürt: in Bottrop stammt der Entwurf von der Arbeitsgemeinschaft „h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten (Stuttgart) und Vögele Architekten (Stuttgart) mit Kaufer + Passer (Tuttlingen) und Planergruppe Oberhausen (Oberhausen)“. Architektonisch reagiert der Bau durch die Gliederung in einzelne schmale Finger besonders gut auf die umliegende kleinteilige Bebauung. Mit drei Geschossen fügt er sich harmonisch in die Umgebung ein.

Den Auftrag für den Campus Mülheim an der Ruhr erhielten HPP Hentrich-Petschnigg & Partner (Düsseldorf/Deutschland) mit ASTOC Architects & Planners (Köln/Deutschland) mit Winter Ingenieure (Düsseldorf/Deutschland) mit Planergruppe GmbH Oberhausen (Oberhausen/Deutschland). Der ausgewählte Entwurf hat die städtebaulichen Vorgaben in optimaler Weise aufgegriffen und in den Entwurf integriert. Durch seinen technischen und zukunftsweisenden Anspruch bietet er beste Voraussetzungen für Lehre und Forschung. Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West betont: „Flexibilität und offene Kommunikationsflächen sind wesentliche Aspekte des angestrebten Charakters der neuen Hochschule Ruhr West.“ Die Haushaltsunterlagen sind abgeben, die Detailplanungen laufen, die Kosten festgehalten. Für beide Bauvorhaben ist der Spatenstich für Herbst 2012 geplant.

Starke Forschung mit hohen Drittmitteleinkommen

Im Jahr 2011 verzeichneten die HRW Institute etwa 754.000 Euro Drittmitteleinnahmen. Die Einnahmen stammen je zur Hälfte aus öffentlicher Forschungsförderung und wirtschaftlichen Projekten, z.B. Auftragsforschung mit und für Unternehmen. Mitarbeiter/-innen im Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft forschen unter der Leitung von Prof. Dr. Marcus Rehm beispielsweise rund um die Entstehung und Verwendung von Torfsubstitution bzw. Biokohle.

Prof. Dr. Jörg Himmel arbeitet mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen des Instituts Mess- und Sensortechnik an „In-Situ-Messung der Querschnittsfläche von Warmwalzhalbzeugen mit integrierter Risserkennung“.

Dies sind nur zwei Beispiele von vielen. Alle derzeit sechs Institute der HRW arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sie erhalten Mittel aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem zuständigen Wissenschaftsministerium in NRW oder direkt aus der Wirtschaft. Die HRW führt Auftragsforschung durch und bietet Dienstleistungen für Unternehmen an. Dabei arbeitet die Fachhochschule mit zahlreichen Klein- und Mittelständischen Unternehmen, aber auch namhaften Groß- bzw. Industrieunternehmen zusammen. Beispielsweise gibt es ein Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, um marktorientierte Technologieförderung der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland zu fördern. Aus diesem Topf wird das Projekt des Instituts Naturwissenschaften (Prof. Dr. Michael Schlüter) und der Firma Elliptec Resonant Actuator AG, Dortmund, gefördert. Prof. Schlüter arbeitet an einer „Piezogetriebenen Nanoliterdosierpumpe“.

Neben der Auftragsforschung möchte die Hochschule Ruhr West Gründerhochschule werden und unternehmerisches Denken und Handeln verankern und Unternehmensgründungen stärken. Dazu hat sie einen Antrag für das Programm EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule den Antrag „HRW Entrepreneurial Excellence Strategy – HRW Partners“ gestellt; als Partner dabei die Wirtschaftsförderung Mülheim & Business.

Ausblick: Neue Studiengänge zum Wintersemester 2012/2013

Das Potenzial für neue Studiengänge an der HRW ist noch lange nicht erschöpft. Präsidium und Professor/-innen erarbeiteten für das Wintersemester 2012/2013 weitere Studiengangskonzepte.

Neu im Angebot am Campus Mülheim an der Ruhr: Die Bachelorstudiengänge BWL-Internationales Handelsmanagement & Logistik, Bauingenieurwesen und Mechatronik sowie der Masterstudiengang BWL. 

Am Campus Bottrop wird es zwei weitere Bachelorstudiengänge geben: Wirtschaftsinformatik und Mensch-Technik-Interaktion.