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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//news/datensaetze-presse/2011/neubau-bottrop/
Datum: 19.12.2018, 17:53Uhr

Geplanter Neubau der HRW in Bottrop erhält ein Gesicht

Bottrop, 15. März 2011. Der Siegerentwurf für den Neubau der Hochschule Ruhr West in Bottrop steht fest. Er stammt von der Arbeitsgemeinschaft „h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten (Stuttgart) und Vögele Architekten (Stuttgart) mit Kaufer + Passer (Tuttlingen) und Planergruppe Oberhausen (Oberhausen)“. Nach dem derzeitigen Planungsstand wird die Hochschule den Neubau in Bottrop ab Herbst 2013 beziehen können. Für die Baukosten sind 22 Millionen Euro veranschlagt.

Der Siegerentwurf setzte sich in einem Auswahlverfahren durch, das die Niederlassung
Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB NRW) durchgeführt hat, damit die drei im November 2010 durch eine fachkundige Jury gekürten Preisträger des Wettbewerbs zum Neubau der Hochschule Ruhr West in Bottrop ihre Entwürfe nachbessern. Die Jury hatte den Preisträgern dazu kritische Hinweise an die Hand gegeben. Das nun abgeschlossene Auswahlverfahren stellt sicher, dass der unter funktionalen, wirtschaftlichen, energetischen und städtebaulichen Aspekten beste Entwurf zur Ausführung kommt.

Das Preisgericht lobte an dem jetzt gekürten Siegerentwurf bereits im November, dass der Zuschnitt der Räume flexible Nutzungen ermöglicht, und dass die wichtigen Funktionsbereiche wie etwa die Bibliothek sinnvoll im Gebäudekomplex angeordnet sind. Architektonisch reagiert der Bau durch die Gliederung in einzelne schmale Finger besonders gut auf die umliegende kleinteilige Bebauung. Mit durchgehend drei Geschossen fügt er sich außerdem in der Höhe harmonisch in die Umgebung ein. Kritisiert hatte das Preisgericht offensichtliche Mängel in der Einhaltung der Abstandsflächen und der Anordnung der Parkflächen auf dem Grundstück. „Die Verfasser haben die konstruktive Kritik angenommen, die Probleme gelöst und sich insgesamt hervorragend präsentiert“, lobt Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW, und ergänzt: „Wir freuen uns, diesen nach der Überarbeitung in jeder Hinsicht besten Entwurf im Wettbewerb für den Standort Bottrop realisieren zu können!“

„Es ist eine besondere Herausforderung, einen in sich geschlossenen Hochschulkörper für 500 Studienplätze zu planen. Dem Entwurf der Arbeitsgemeinschaft „h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten und Vögele Architekten mit Kaufer + Passer sowie der Planergruppe Oberhausen“ ist das besonders gut gelungen, denn er verbindet alle wichtigen Funktionalitäten offen miteinander“, findet auch Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West. „Darüber hinaus setzen wir auf eine energetische Ausrichtung des Hochschulgebäudes, so dass eine Zertifizierung als Zero Emission Campus erfolgen soll“, so Menzel weiter.

„Das neue Gebäude für die Hochschule Ruhr West wird das Areal rund um die Hans-Sachs-Straße städtebaulich aufwerten“, sagt Bottrops Technischer Beigeordneter Norbert Höving. „Wir freuen uns, in Bottrop einen Baukörper mit anspruchsvoller Architektur zu bekommen, der zukünftig Standort der Hochschule Ruhr West sein wird. Damit wird der Schritt zu einem attraktiven Hochschulstandort vollendet. Das nachhaltige Energiekonzept ist beispielhaft für das Projekt InnovationCity, bei dem wir ein Zielgebiet zur Niedrigenergiestadt umbauen wollen.“

Der zweistufige Wettbewerb zum Neubau der Hochschule Ruhr West an den beiden Standorten Mülheim und Bottrop hatte am 25./26. November 2010 mit den Sitzungen des Preisgerichts geendet. Für Bottrop hatte die Jury drei erste Plätze und einen dritten Platz – diesen an den jetzt gekürten Sieger – vergeben.

Hintergrund

Um den sehr hohen funktionalen und architektonischen Anforderungen an die neuen Hochschulstandorte Mülheim an der Ruhr und Bottrop gerecht zu werden, hatte sich die Niederlassung Münster des BLB NRW mit der Hochschule Ruhr West und in Abstimmung mit den Städten Mülheim an der Ruhr und Bottrop auf die Durchführung eines zweiphasigen Architekturwettbewerbs verständigt. Der Entwurf der Gebäude für den Campus Mülheim an der Ruhr erfolgte auf Grundlage des Siegerkonzeptes einer dem Wettbewerb vorangestellten städtebaulichen Entwurfswerkstatt in Mülheim. Diese Entwurfswerkstatt hatte im März 2010 das Team Molestina Architekten, Köln/Madrid, und FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf gewonnen.

Der Wettbewerb startete Ende Juni 2010 parallel für beide Standorte mit jeweils 15 Arbeitsgemeinschaften aus Architekturbüros und technischen Ingenieuren sowie Landschaftsarchitekten. Nach der ersten Wettbewerbsphase, Anfang September, wählte das Preisgericht die jeweils besten Konzepte zur vertiefenden Ausarbeitung in der zweiten Phase aus. So vertieften acht Teams für den Standort Mülheim an der Ruhr und sechs Teams für den Standort Bottrop ihre Arbeiten.

In der zweiten Phase wurde neben der Architektur und dem Freiraum ein besonderes Augenmerk auf die Ausarbeitung eines nachhaltigen Energiekonzeptes in Zusammenarbeit mit den beteiligten Ingenieurbüros gelegt. Erklärtes Ziel der Hochschule Ruhr West: besonders energiesparende und nachhaltige Hochschulgebäude zu errichten.

Der Wettbewerb endete am 25./26. November 2010 mit den Sitzungen des Preisgerichts. Für den Standort Mülheim verlieh die Jury drei zweite Plätze – unter ihnen „HPP Hentrich-Petschnigg & Partner (Düsseldorf/Deutschland) mit ASTOC Architects & Planners (Köln/Deutschland) mit Winter Ingenieure (Düsseldorf/Deutschland) mit Planergruppe GmbH Oberhausen (Oberhausen/Deutschland)“, die Sieger des Verfahrens für diesen Standort – und einen vierten Platz. Für den Standort Bottrop kürte die Jury zwei erste und einen dritten Platz.

Um sicherzustellen, dass der unter funktionalen, wirtschaftlichen, energetischen und städtebaulichen Aspekten beste Entwurf zur Ausführung kommt, führte der BLB NRW mit den jeweiligen Preisträgern im Anschluss an den Wettbewerb ein weiteres Auswahlverfahren durch. Hierbei hatten die Teilnehmer zunächst Gelegenheit, ihre Entwürfe im Hinblick auf die Kritikpunkte des Preisgerichts zu verbessern. Im Rahmen eines Vorstellungstermins konnten sie dann sich selbst und ihren Entwurf dem Auswahlgremium präsentieren. Die Preisträger mussten sich in vier Kategorien miteinander messen lassen: Organisation, Präsentation, Honorarforderung und Entwurfskonzept. In diesen Kategorien wurde eine Vielzahl von Einzelaspekten wie z.B. das Projektmanagement (Terminplanung und –verfolgung), das Kostenmanagement (Kontrolle, Nachverfolgung und Ursachen von Kostenänderungen), die Qualitätssicherung, die Darstellung vergleichbarer Referenzprojekte und der Entwurf (Einhaltung des vom Nutzer vorgegebenen Raumprogramms, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Einhaltung des Baurechts) nach einem Punktesystem bewertet. Das Projektteam mit der höchsten Punktzahl erhielt schließlich den Zuschlag.