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Seite: /news/datensaetze-presse/2011/nahost/
Datum: 26.11.2020, 00:30Uhr

Erster NRW-Nahost Stipendiat an der HRW

Mülheim an der Ruhr/Bottrop, 2. November 2011:  Seit Anfang September arbeitet Sameer Aljubeh aus Palästina für drei Monate an der Hochschule Ruhr West am Institut Informatik. Er ist einer von 23  Nachwuchswissenschaftlern aus dem Nahen Osten, die vom NRW-Wissenschaftsministerium ein Kurzzeitstipendium zur Arbeit an einer nordrheinwestfälischen Hochschule oder Forschungseinrichtung erhalten haben.

Die Hochschule Ruhr West hatte sich Anfang des Jahres um eine Teilnahme an dem Stipendienprogramm beworben und Anfang April den Zuschlag erhalten. Ziel des NRW-Nahost Stipendiums ist der Auf- und Ausbau bilateraler Kontakte und Netzwerke, auf deren Grundlage wissenschaftliche Kooperationen intensiviert werden. Die Stipendiaten aus Israel, Jordanien und den Palästinensischen Gebieten bewerben sich jeweils an ihrer Heimathochschule. Werden sie ausgewählt, können sie für drei Monate an einer nordrheinwestfälischen Hochschule oder Forschungseinrichtung forschen und arbeiten und erhalten für Reisekosten, Unterkunft, Lebensunterhalt und ÖPNV-Ticket einen Zuschuss in Höhe von rund 3.500 Euro. 

 „Für mich ist das NRW-Nahost-Stipendium eine hervorragende Chance, um  mich nach meinem Studium an der Palestine Polytechnic University, Hebron, Palästina weiter zu bilden und  neue wissenschaftliche Techniken und Methoden kennenzulernen“, sagt Stipendiat Sameer Aljubeh,“. „Deutsche Hochschulen haben in meinem Heimatland einen sehr guten Ruf. Die Fachkenntnisse, die ich an der Hochschule Ruhr West erwerbe und die internationalen Erfahrungen sind für meine weitere berufliche und persönliche Entwicklung von großem Wert“, so der 32-jährige weiter.

„Ich freue mich sehr, dass die Hochschule Ruhr West erstmals Gastgeberin für einen Stipendiaten aus dem Nahen Osten ist. Nicht nur der Stipendiat selber, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen, die mit ihm zusammenarbeiten, profitieren von diesem Austausch. Interkulturelle Erfahrungen sind heute ein wesentlicher Bestandteil eines immer internationaler werdenden wissenschaftlichen Umfeldes“, erklärt Prof. Dr. Uwe Handmann, Institutsleiter Informatik an der HRW.

„Da es nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen gab, finde ich es toll, dass der Antrag der Hochschule Ruhr West bei der Vergabe des Stipendiums berücksichtigt wurde. Herr Aljubeh hat an unserem Institut Informatik ein innovatives und  interessantes Arbeitsumfeld gefunden“, ergänzt Larissa Dickhaut, Leiterin des International Office an der HRW.

Über das NRW-Nahost-Stipendium

2011 erhielten 23 Studierende aus Israel, Jordanien und den Palästinensischen Gebieten ein Stipendium. Im Rahmen ihres dreimonatigen Aufenthalts arbeiten sie an einem Institut an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in NRW. Die Stipendiaten können Studien für ihre weiteren Arbeiten an ihren Heimatuniversitäten durchführen oder neueste wissenschaftliche Techniken und Methoden erlernen. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf koordiniert das Stipendienprogramm im Auftrag des NRW-Wissenschaftsministeriums. Seit 2004 haben sich über 200 Studierende um ein Stipendium an einer Hochschule in Nordrhein-Westfalen beworben. Davon sind mehr als 100 nach Nordrhein-Westfalen eingeladen worden.