Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: /news/datensaetze-presse/2011/diversity/
Datum: 25.11.2020, 03:20Uhr

Diversity: Hochschule Ruhr West in bester Gesellschaft

Mülheim an der Ruhr, 4. Oktober 2011: Die Hochschule Ruhr West möchte Vielfalt fördern. Studierende und Beschäftigte kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen und haben einen unterschiedlichen nationalen Background. Um die Vielfalt an der HRW zu fördern, unterzeichnete sie jüngst die die Vereinbarung „Ein Zeichen für Vielfalt und Talente“ der Städtekooperation Integration.Interkommunal. Seit 2008 arbeiten sieben Ruhrgebietsstädte (u.a. Mülheim an der Ruhr, Bochum und Oberhausen) gemeinsam an Ideen und innovativen Handlungsinitiativen für die Zukunftsfähigkeit der Metropole Ruhr. Oberstes Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsame Ideen und Lösungsansätze für die Kommunen zu entwickeln und einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region Metropole Ruhr zu leisten.

„Zur Aufgabe der HRW gehört es, Talente zu fördern, Studierende gut mit theoretischen Grundlagen auszustatten, sie praxisnah auszubilden und an die Region zu binden“, erklärt HRW Präsident Prof. Dr. Eberhard Menzel seine Beweggründe die Vereinbarung zu unterzeichnen. „Wir müssen mit unserem Studienangebot für Studieninteressierte so interessant sein, dass sie hier im Herzen des Ruhrgebietes studieren möchten. Wer hier studiert und einen Job mit Perspektive findet oder angeboten bekommt, der bleibt auch. So können wir als Hochschule Ruhr West unseren Beitrag leisten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Talente und Vorbilder

Talente unter den Studierenden zu suchen und zu entdecken, ist eine Aufgabe die Professoren gerne übernehmen. Vorbilder, die Orientierung bieten, die begeistern, persönlich und fachlich engagiert sind, sind die HRW Professoren selbst. Ein Beispiel mit Signalwirkung ist Prof. Dr.-Ing. Murat Mola. Seine Erfolgsgeschichte wird jetzt in einem Buch veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel „In bester Gesellschaft: 100 türkische Erfolgsgeschichten aus Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland“ erscheint im Oktober 2011 im Verlag Deutsche Standards EDITIONEN GmbH.

Murat Mola, 1967 in der Türkei geboren, kann als neun Monate alter Säugling 1968 mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach dem Hauptschulabschluss absolvierte Mola eine Ausbildung zum Industriemechaniker, machte das Abitur an der Abendschule und studierte dann an der heutigen Fachhochschule Südwestfalen Maschinenbau-Fertigungstechnik. Dem ersten Studium schloss sich das Studium Maschinenbau-Werkstofftechnik an der Ruhr-Universität Bochum an. Neben seiner Tätigkeit als Dozent am internationalen Bildungszentrum Bochum e.V. zur Unterstützung nachhilfebedürftiger Lehrlinge in Metallberufen promovierte Prof. Mola an der Ruhr-Universität Bochum am Institut für Werkstoffe; die Dissertation erhielt die Auszeichnung „summa cum laude“.

Nach der Promotion wechselte Dr. Mola zu ThyssenKrupp Nirosta, arbeitete dort in verschiedenen Positionen – zuletzt als Abteilungsleiter für Zentrales Qualitätsmanagement. Er erhielt 2005 für seine Forschung den Werkstoffinnovationspreis und wurde von der ThyssenKrupp AG mit dem Six-Sigma Black-Belt ausgezeichnet. Seit dem 1. September 2010 ist er an der Hochschule Ruhr West als Professor am Institut Maschinenbau tätig.

Mit diesem Lebenslauf ist Prof. Dr.-Ing. Murat Mola ein Vorbild für viele; auch für viele Studierende an der HRW. Zum Beispiel für Barbaros Tozan. Dessen Großvater kam 1973 nach Deutschland. Sein Vater arbeitet bei der Mülheimer Verkehrsgesellschaft. Und Barbaros Tozan, 1991 in Duisburg geboren, studiert jetzt im ersten Semester Betriebswirtschaftslehre – Emerging Marktes an der Hochschule Ruhr West.

Mit ihrem türkischen Migrationshintergrund und ihrem Lebenslauf sind beide, Prof. Dr. Murat Mola und Barbaros Tozan, Zeitzeugen des Abwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei. Dessen Unterzeichnung jährt sich zum 50. Male. Das Abkommen wird in diesen Tagen gefeiert – mit Festakten, mit Veröffentlichungen wie „In bester Gesellschaft“ oder mit Ausstellungen. Die Ausstellung des DOMiD, Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. Köln, zeigt die Geschichte der Arbeitsmigration aus der Türkei nach Deutschland und ihre Gesichter. Unter anderem auch die Familie von Barbaros Tozan. Die Fotoausstellung läuft parallel in Berlin, im Kölner Rathaus und im Düsseldorfer Landtag.