Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: /news/datensaetze-presse/2011/campus-muelheim/
Datum: 28.11.2020, 06:04Uhr

Der neue Campus in Mülheim an der Ruhr erhält ein Gesicht

Mülheim an der Ruhr, 04. März 2011: Im Anschluss an den zweistufigen Wettbewerb, der mit der Preisgerichtssitzung Ende November 2010 endete, haben sich die Preisträger im Auswahlverfahren um den besten Entwurf noch einmal miteinander gemessen.

Sieger dieses Verfahrens ist das Architekturbüro:

  • HPP Hentrich-Petschnigg & Partner (Düsseldorf/Deutschland) mit ASTOC Architects
    & Planners (Köln/Deutschland) mit Winter Ingenieure (Düsseldorf/Deutschland) mit
    Planergruppe GmbH Oberhausen (Oberhausen/Deutschland)

Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, als Auslober des Wettbewerbs und als Bauherr, und Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, als zukünftiger Nutzer, freuen sich über den erfolgreichen Abschluss des Auswahlverfahrens. Sie bedanken sich bei den Preisträgern für den herausragenden Entwurf und bei allen, die das Verfahren intensiv begleitet haben, für das große Engagement.

Nach dem derzeitigen Planungsstand wird die Hochschule den neuen Campus in Mülheim ab Herbst 2014 beziehen können. Für die Baukosten sind 100 Mio. Euro veranschlagt.

Der zweistufige Wettbewerb um den Neubau der Hochschule Ruhr West an den beiden Standorten Mülheim und Bottrop endete am 25./26. November 2010 mit den Sitzungen des Preisgerichts. Unter den acht in der zweiten Wettbewerbsphase für den Standort Mülheim verbliebenen Architekturbüros verlieh die Jury drei zweite Plätze – unter ihnen der Sieger des Verfahrens – und einen vierten Platz. Alle Entwürfe, die das Preisgericht ausgezeichnet hatte, wiesen insgesamt sehr unterschiedliche Qualitäten auf. Einige Entwürfe waren gestalterisch sehr hochwertig, andere funktionell und wieder andere zeichneten sich durch ihre Wirtschaftlichkeit aus.

Um sicherzustellen, dass der unter funktionalen, wirtschaftlichen, energetischen und städtebaulichen Aspekten besten Entwurf zur Ausführung kommt, führte der BLB NRW mit den Preisträgern im Anschluss an den Wettbewerb ein weiteres Auswahlverfahren durch. Hierbei hatten die Teilnehmer zunächst Gelegenheit, ihre Entwürfe im Hinblick auf die Kritikpunkte des Preisgerichts zu verbessern. Im Rahmen eines Vorstellungstermins konnten sie dann sich selbst und ihren Entwurf dem Auswahlgremium präsentieren. „Die Preisträger mussten sich in vier Kategorien miteinander messen lassen: Organisation, Präsentation, Honorarforderung und Entwurfskonzept“, erläutert Hermann-Josef Peters, stellv. Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW und Vorsitzender des Auswahlgremiums, das Verfahren. „In diesen Kategorien wurde eine Vielzahl von Einzelaspekten wie z.B. das Projektmanagement (Terminplanung und –verfolgung), das Kostenmanagement (Kontrolle, Nachverfolgung und Ursachen von Kostenänderungen), die Qualitätssicherung, die Darstellung vergleichbarer Referenzprojekte und der Entwurf (Einhaltung des vom Nutzer vorgegebenen Raumprogramms, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Einhaltung des Baurechts) nach einem Punktesystem bewertet. Das Projektteam mit der höchsten Punktzahl erhielt dann den Zuschlag.“

Das Preisgericht kritisierte am Siegerentwurf insbesondere die Fassadengestaltung der Institutsgebäude, eine dunkle Ziegelsteinlochfassade mit ausgeprägtem Relief, die nach Ansicht der Jury nicht in der Lage war, den Eindruck einer wissenschaftlichen Einrichtung zu vermitteln sondern eher an austauschbare Verwaltungsbauten erinnerte. „Die Verfasser haben die Kritik angenommen, den Entwurf nachgebessert und sich insgesamt hervorragend präsentiert. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!“, ergänzt Markus Vieth.

„Der ausgewählte Entwurf hat die städtebaulichen Vorgaben in optimaler Weise aufgegriffen und in den Entwurf integriert. Durch seinen technischen und zukunftsweisenden Anspruch bietet er beste Voraussetzungen für Lehre und Forschung”, freut sich auch Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, und betont: „Flexibilität und offene Kommunikationsflächen sind wesentliche Aspekte des angestrebten Charakters der neuen Hochschule Ruhr West.“

Für die Stadt Mülheim an der Ruhr freut sich die Planungsdezernentin Helga Sander: "Hier zeigt sich, dass städtebauliche und architektonische Wettbewerbe das richtige Instrument zur Ermittlung des besten Entwurfs sind. Auf der Grundlage des ausgezeichneten städtebaulichen Entwurfs, der eine gute Einbindung in den Stadtteil gewährleistet, ist eine zukunftsweisende Architektur insbesondere im Hinblick auf eine klimagerechte Gebäudetechnik entworfen worden. Besonders wichtig war es uns als Stadt im Klimabündnis, dass ein hoher Standard an zukunftsweisender Gebäudetechnik umgesetzt werden soll."

Hintergrund

Um den sehr hohen funktionalen und architektonischen Anforderungen an die neuen
Hochschulstandorte gerecht zu werden, hatte sich der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster mit der Hochschule Ruhr West und in Abstimmung mit den Städten Mülheim an der Ruhr und Bottrop auf die Durchführung von zwei Architektenwettbewerben verständigt. Die Wettbewerbe starteten Ende Juni 2010 parallel mit jeweils 15 Arbeitsgemeinschaften aus Architekturbüros und technischen Ingenieuren sowie Landschaftsarchitekten für den Standort Mülheim an der Ruhr. Nach der ersten Wettbewerbsphase, Anfang September, wählte das Preisgericht die besten Konzepte zur vertiefenden Ausarbeitung in der zweiten Phase aus. So vertieften acht Teams für den Standort Mülheim an der Ruhr und sechs Teams für den Standort Bottrop ihre Arbeiten.

In der zweiten Phase wurde neben der Architektur und dem Freiraum ein besonderes
Augenmerk auf die Ausarbeitung eines nachhaltigen Energiekonzeptes in Zusammenarbeit mit den beteiligten Ingenieurbüros gefordert. Erklärtes Ziel der Hochschule Ruhr West: besonders energiesparende und nachhaltige Hochschulgebäude zu errichten. Der Entwurf der Gebäude des Hochschulcampus in Mülheim an der Ruhr erfolgte auf Grundlage des Siegerkonzeptes der städtebaulichen Entwurfswerkstatt. Gewonnen hatte im März 2010 das Team Molestina Architekten, Köln/Madrid, und FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf. Das Wettbewerbsgebiet in Mülheim an der Ruhr liegt an der Duisburger Straße auf einem etwa 43.000 Quadratmeter großen Gelände auf den brachliegenden Flächen einer ehemaligen Bahnanlage.