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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//netzwerk/talentscouting-an-der-hrw/
Datum: 20.01.2017, 09:15Uhr

Talentscouting

Kontakt

Kerstin Franz
Koordination Talentscouting

Dezernat IV
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 01

Telefon : +49 208 88254-221
Fax : +49 208 88254-219

kerstin.franz hs-ruhrwest "«@&.de

Talentscouting an der HRW

Als eine von insgesamt sieben Hochschulen in NRW hat sich die Hochschule Ruhr West über einen Wettbewerb der Landesregierung für das Programm Talentscouting qualifiziert. Dieses wird bis 2020 vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung mit jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro gefördert, mit dem Ziel, Hemmschwellen und Hürden auf dem Weg in die Hochschule abzubauen und Bildungsgerechtigkeit zu fördern.

Mit dem Talentscouting hat die HRW eine ideale Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung an der HRW erhalten. Es richtet sich an  Oberstufenschüler*innen weiterführender Schulen, die das Talent zu einem Studium hätten, dieses aber für sich aus den unterschiedlichsten Gründen bislang noch nicht in Erwägung gezogen haben.

Drei Talentscouts werden regelmäßig die Kooperationsschulen in Mülheim, Bottrop und Oberhausen aufsuchen, um dort talentierte Schüler*innen zu unterstützen. In gemeinsamen Gesprächen werden Berufs- und Studienwünsche sichtbar gemacht und konkretisiert, Gründe für Unsicherheiten herausgearbeitet sowie über Angebote informiert, die Berufe und Studiengänge erfahrbarer machen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Individuum, die Gespräche verlaufen ergebnisoffen und können von den Talenten über einen längeren Zeitraum persönlich oder auch über die sozialen Medien wahrgenommen werden. Dabei arbeiten die Talentscouts eng mit den Studienberater*innen und der mint4u-Koordinatorin der HRW zusammen und vermitteln Talenten z.B. ein Schnupperstudium oder organisieren die Teilnahme an dem Workshop „Studieren, aber was?" - Handwerkszeug zur Studienwahl“. [siehe auch: Individuelle Angebote zur Studienorientierung]

Wenn Sie mehr über das Talentscouting an der HRW erfahren möchten oder wenn Sie die Angebote zur Studien- und Berufsorientierung an Ihrer Schule um das Talentscouting erweitern möchten, wenden Sie sich gern an die Koordinatorin des Talentscouting-Programms an der HRW.

Kerstin Franz (Bild: NRW-Zentrum für Talentförderung/Jax)

Kerstin Franz

  • Wer bin ich?
  • Wie war meine Studien- und Berufsorientierung?
  • Warum bin ich Scout geworden?

Wer bin ich?

Ich heiße Kerstin und koordiniere hier an der Hochschule Ruhr West das Projekt „Talentscouting“, werde aber auch in die Schulen gehen und selbst scouten. Ich habe an der Universität Bielefeld Diplom-Pädagogik mit dem Schwerpunkt Jugend-, Erwachsenen- und Weiterbildung studiert, da ich schon immer gern mit Menschen zusammengearbeitet habe. Nach einem vierwöchigen Sprachaufenthalt während der Semesterferien in Cork, Irland, war meine Sehnsucht nach dem Ausland entfacht, so dass ich mein Praxissemester in der Sprachabteilung des Goethe-Institut-Verbindungsbüros in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, gemacht habe. Recherchen zu meiner Diplomarbeit rund um das Thema „Interkulturelles Training“ habe ich dann an der German University in Kairo, Ägypten, betrieben und bin dann auch für 2 Jahre in Ägypten hängen geblieben, um am dortigen Goethe-Institut für die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (kurz: PASCH) als Projektassistentin zu arbeiten. Mit verschiedenen Projekten, z.B. zur Leseförderung, haben wir dort Schüler*innen für die deutsche Sprache und Kultur begeistert. Nebenher habe ich dann über die FernUni Kassel ein Fernstudium zur Deutsch als Zweitsprache/Fremdsprache-Lehrerin absolviert und  gleichzeitig Deutsch unterrichtet.

Wieder zurück in Deutschland habe ich dann bei einem Weiterbildungsträger gearbeitet und dort Jugendliche, die keine Ausbildung gefunden oder eine abgebrochen haben, betreut und zurück in Ausbildung gebracht. Schließlich bin ich an der Hochschule Ruhr West gelandet und habe dort begonnen, ein Mentoring-Angebot für die Studieneingangsphase aufzubauen, bevor ich dann die Koordination des Talentscoutings übernommen habe.

Meine Freizeit verbringe ich gern mit meiner Familie und Freunden und fotografiere leidenschaftlich gern. Nicht zuletzt wegen meiner Aufenthalte im arabischen Ausland mag ich außerdem alles Orientalische. Aber auch sonst reise ich sehr gern.

Wie war meine Berufs- und Studienorientierung?

Eigentlich war für mich sehr lange klar, dass ich Grundschullehrerin werden wollte. Das änderte sich dann in der  11. Klasse: plötzlich wusste ich gar nicht mehr, was ich werden sollte. Aufgrund meines Deutsch-Leistungskurses hat mich zwar ein Germanistik-Studium interessiert, aber mein Abi-Durchschnitt war viel zu schlecht und ich habe keinen Studienplatz bekommen. Was folgte, war eine totale Orientierungslosigkeit. „Gerettet“ hat mich dann ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Krankenhaus  auf der Chirurgie-Station: ich konnte mein Selbstvertrauen zurückgewinnen und mir Zeit nehmen, zu überlegen, was ich danach machen wollen würde. Meine Eltern, selbst Nicht-Akademiker, waren dabei die ganze Zeit sehr unterstützend und meinen Berufsideen gegenüber sehr offen. Schließlich habe ich mich für ein Pädagogik-Studium an der Universität Bielefeld entschieden und meinen Schwerpunkt auf Sozialpädagogik gelegt. Die Semesterferien habe ich dann immer für Praktika in unterschiedlichen sozialen Bereichen genutzt. Das war auch richtig gut, denn so konnte ich für mich herausfinden, dass die Sozialpädagogik doch nicht so das Richtige war und habe meinen Studienschwerpunkt stattdessen auf die Jugend-, Erwachsenen- und Weiterbildung gelegt. Und ich muss sagen, dass das genau die richtige Entscheidung gewesen ist, da das Arbeitsfeld in diesem Bereich sehr vielfältig ist: man arbeitet mit unterschiedlichen Menschen zusammen und die Aufgaben erstrecken sich von Beratung über die Organisation von Unterstützungsangeboten bis hin zur Konzeption und Durchführung von Seminaren.  Trotz der Verwirrung während der Abi-Zeit hat sich für mich alles letzten Endes gefügt und ich arbeite nun genau in dem Bereich, der mir Spaß macht und mir richtig gut liegt.

Warum bin ich Scout geworden?

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch etwas besonders gut kann. Daher finde ich das Projekt auch so gut, da es genau dort ansetzt: es schaut nicht, in welchem Bereich Schüler*innen Defizite haben, die sie verbessern müssen, sondern schaut auf ihre Stärken. Und da ich selbst in meinem Leben viel Unterstützung erfahren habe, die immer an mich geglaubt und mich unterstützt haben, möchte ich nun genau das zurückgeben: zuhören, gemeinsam mit den Schüler*innen ihre Stärken herausfinden und ihnen eine Art Wegweiser sein im Berufsorientierungsdschungel.

Paul Pillath (Bild: NRW-Zentrum für Talentförderung/Jax)

Paul Pillath

  • Wer bin ich?
  • Wie war meine Studien- und Berufsorientierung?
  • Warum bin ich Scout geworden?

Wer bin ich und wie war meine Studien- und Berufsorientierung?

Ich bin Paul, und komme aus und lebe in Gelsenkirchen.

Nach meinem Abitur habe ich meinen Zivildienst in einer Werkstatt für Menschen mit psychischer Krankheit geleistet. Dieses Jahr war sehr wichtig für mich, da ich mir einerseits währenddessen  die Zeit nehmen konnte, genau zu überlegen, welchen beruflichen Werdegang ich einschlagen möchte. Zum anderen konnte ich in dieser Zeit auch meine ersten Erfahrungen mit einem „ganz normalen“ 8-Stunden-Job sammeln. Entscheidend war für mich aber vor allem, dass ich in dieser Zeit festgestellt habe, was ich nicht beruflich machen möchte, da die inhaltliche Gestaltung dieses Berufsfeldes mir gar nicht entsprochen hat.

Begeistern konnte ich mich dafür aber schon immer für Musik, und mein Traum war es nach wie, vor damit später mein Geld zu verdienen. Allerdings gab und gibt es kein Studium und keine Ausbildung, die meinen Vorstellungen entsprochen haben. Ich habe somit entschieden, Sozialwissenschaften zu studieren, weil dieses Fach sehr vielfältig ist und viele Bereiche abdeckt, die meinen Interessen und meiner Neugier die Welt auf ihren unterschiedlichen Ebenen zu verstehen, entspricht.
Während des Studiums habe ich dann, wie schon zu Schulzeiten, mein Geld mit diversen Nebenjobs verdient. Dabei habe ich immer Wert darauf gelegt, dass sogar meine Nebenjobs abwechslungsreiche Themenfelder abgedeckt haben und ich kreativ arbeiten konnte: ich habe nicht nur aktiv Musik gemacht, sondern auch eine eigene Firma gegründet, die Musik für Musiker und Organisationen komponiert und produziert hat, habe 5 Jahre an einer Herner Hauptschule als Musiklehrer und Kompetenztrainer gearbeitet, war freiberuflich als Grafik- und Webdesigner (u.a. Aufträge für die Ruhr Universität Bochum ausgeführt) tätig, habe als wissenschaftlicher Mitarbeiter für eine Bundestagsabgeordnete gearbeitet und schließlich vor 4 Jahren den Veranstaltungsort und Kulturverein „Wohnzimmer GE“ in Gelsenkirchen gegründet, den ich immer noch ehrenamtlich leite.

Warum bin ich Scout geworden?

Während meiner Tätigkeit als Lehrer und Trainer an der Hauptschule in Herne habe ich gerade im außerschulischen Bereich viel mit den Schülerinnen und Schülern gearbeitet und versucht, ihre bislang nicht sichtbaren Potentiale herauszufinden und zu fördern.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt meine derzeitige ehrenamtliche Tätigkeit in dem Projekt „Musik mit Geflüchteten in Gelsenkirchen“. In diesem Projekt gehen Musiker in Flüchtlingsunterkünfte und machen gemeinsam mit den dort lebenden Geflüchteten Musik.
Neben dem Ziel, den Menschen vor Ort für eine kurze Zeit eine positive Abwechslung zu verschaffen, gehen wir dabei bewusst auf Menschen zu, die Potential im kreativen Bereich haben und vermitteln sie gerne an Institutionen und Personen, die dieses Talent weiter fördern können, um diesen Menschen noch schneller in die Gesellschaft zu integrieren.

Genau solch einen Ansatz verfolgt auch das Talentscouting, weswegen ich mich gleich auf die Stelle beworben habe. Hier kann ich meine gesammelten Erfahrungen wunderbar einbringen und auf kreative Art und Weise mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten, um gemeinsam mit ihnen ihre Talente zu entdecken und weiter auszubauen. 

(Bild: Laura da Silva Carvalho, NRW-Zentrum für Talentförderung)