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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//mint-ec-camp/
Datum: 30.11.2021, 14:21Uhr

Sind Autos und Häuser bald „smarter“ als wir?

Dieser Frage gingen 28 Schüler:innen im MINT-EC-Regionalcamp „Smart Cars“ und „Smart Energy Home“ auf den Grund

Bottrop, 17. November 2021:  Erstmals richtete das zdi-Zentrum Bottrop der HRW das Camp gemeinsam mit den beiden Bottroper Gymnasien, dem Josef-Albers-Gymnasium und dem Heinrich-Heine-Gymnasium, ausDie Hochschule Ruhr West, das zdi-Zentrum Bottrop, das Josef-Albers-Gymnasium, das Heinrich-Heine-Gymnasium sowie das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. (BWNRW) luden 28 technikinteressierte Gymnasiast:innen von MINT-EC-Schulen aus dem Ruhrgebiet zu einem dreitägigen Camp ein.

Das thematisch zweigeteilte Camp befasste sich mit den Technologien der Zukunft: smarten Autos und der smarten Steuerung von Häusern. „In diesem Bereich nimmt die Digitalisierung stetig an Fahrt auf und eröffnet ,visionäre‘ Möglichkeiten. Auch den Schüler:innen und vielleicht zukünftigen Studierenden möchten wir in Form solcher Camps eine frühzeitige Auseinandersetzung mit diesen spannenden und innovativen Technologien bieten,“ so Herr Prof. Dr. Uwe Handmann, wissenschaftlicher Leiter des zdi-Zentrums Bottrop und Leiter des Instituts Informatik an der HRW.

14 Schüler:innen hatten die Gelegenheit, im mehrfach erprobten BRABUS-Camp das Berufsfeld des Fahrzeuginformationstechnikers hautnah zu erleben und zu erkunden. Zusammen stellten sie sich der Herausforderung, ingenieurspezifische Aufgaben aus dem Berufsalltag von Stefan Steinwasser, einem Mitarbeiter bei der Firma BRABUS, zu lösen. Stefan Steinwasser hat selbst an der HRW studiert und für seine Abschlussarbeit mit dieser Technologie gearbeitet. Die Elektrofahrzeuge, an denen getestet und programmiert wurde, stellte wiederum sein Arbeitgeber zur Verfügung.

Zwei Kabel verbinden die Bordelektronik des von BRABUS veredelten Fahrzeugs mit den Steuergeräten und dem Computer am Schüler:innentisch. Wird die Tür geöffnet, ertönt ein Warnton und die Beleuchtung des Einstiegs wird eingeschaltet. Die Schüler:innen müssen die vom Fahrzeughersteller programmierten BUS-Informationen aus dem Kommunikationsprotokoll der Elektronik identifizieren und können mit ihnen eigene Aktoren, wie z. B. eine Tachometernadel, einen Abstandswarner oder die Beleuchtung ansteuern.

Und im „Smart Energy Home“ setzten sich die anderen 14 Schüler:innen mit der Steuerungssoftware zur intelligenten Nutzung von erneuerbaren Energien in Wohnhäusern auseinander. Eine Solaranlage versorgt die Haushaltsgeräte mit Strom. Dazu wurden Algorithmen errechnet, zu welchem günstigen Zeitpunkt die Geräte benutzt werden sollten. Die Waschmaschine startet also dann, wenn ausreichend Strom produziert wird und der Kühlschrank kühlt sich auf 4°C ab, wenn er sich auf 6°C erwärmt hatte. Schnell ergab sich im zdi-Schülerlabor MINT4U’R FUTURE LAB in der HRW eine produktive Lernatmosphäre und die Schüler:innen haben mit großer Motivation an ihren eigenen smarten Projekten gearbeitet.

Schüler:innen verschiedener Gymnasien in solchen Technik-Projekten zusammenzubringen ist eine zentrale Netzwerkidee des Nationalen Excellence Schulnetzwerks MINT-EC. Dieser folgend wurde das sogenannte „BRABUS-Camp“ vor acht Jahren vom Albers gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West initiiert und konnte in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium ausgebaut werden. Beathe Gathen vom Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. – unterstützt das Camp seit jeher finanziell mit der Übernahme der Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Die Gymnasiast:innen aus der Sekundarstufe II kamen in diesem Jahr von MINT-EC-Schulen aus den Ruhrgebiets-Städten Duisburg, Gelsenkirchen, Essen und natürlich Bottrop. Alle Teilnehmenden, auch die aus Bottrop und der näheren Umgebung, verbrachten die zwei Nächte im Chillten Hostel. Die Lehrkräfte unterstützten das gemeinsame Kennenlernen und organisierten einen kleinen Ausflug zum Tetraeder. So lernten sich alle schnell näher kennen und tauschten sich über ihr gemeinsames Interesse an der Technik, über ihre Erfahrungen im Bereich Schule und über ihre Berufswünsche aus. Den Abschluss der drei arbeitsintensiven Tage bildete neben der Urkundenübergabe eine gemeinsame Präsentation der Aufgabenlösungen. Auch dies gehört zum Berufsfeld von Ingenieur:innen. In drei Minuten galt es, den Mitstreiter:innen Highlights der eigenen Lösungsfindung adressatenbezogen und mediengestützt darzustellen.

Zu der Frage, ob Häuser und Autos bald smarter sind als wir Menschen meint Marc, Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums Bottrop: „Menschen haben den Häusern und Autos erst beigebracht, smart zu sein. Durch intelligente Steuerungstechnik sind sie aber sicherlich bald smarter als Menschen, weil sie ihre Augen (Sensoren) jederzeit überall haben.“ Enise und Ikbal vom Leibniz-Gymnasium Gelsenkirchen sind sich allerdings sicher: „Wir denken, dass die Autos nicht smarter werden als wir Menschen, da sie ja von uns programmiert werden. Vielleicht können sie reaktionsschneller sein und so Unfälle eher verhindern als Menschen. Ganz ohne Fehler werden aber auch die Computer der smarten Autos nicht arbeiten.“

Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Partnern. Vor allem der Firma BRABUS sei Dank für die Werksführung und die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge. Wir bedanken uns vor allem bei Stefan Steinwasser, dem Mitarbeiter von BRABUS. Weiterhin gilt unser Dank dem Institut Informatik und dem Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule Ruhr West für die Konzeption und Betreuung der Workshops und dem zdi-Zentrum Bottrop für die organisatorische Unterstützung und schließlich dem Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. für die finanzielle Unterstützung bei der Übernachtung und der Verpflegung. Abschließend ist dem Josef-Albers-Gymnasium und dem Heinrich-Heine-Gymnasium für die Freizeitgestaltung des Camps und die Betreuung der Schüler:innen recht herzlich zu danken.

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler:innen sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 332 zertifizierten Schulen mit rund 353.000 Schüler:innen sowie 29.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm und vbw.

Mit dem ortsansässigen zdi-Zentrum Bottrop unterstützt die Hochschule zahlreiche Projekte für Schüler:innen. Das Angebot der zdi-Zentren (Zukunft durch Innovation) ist aus der Gemeinschaftsoffensive des Landes NRW hervorgegangen, mit dem Ziel der Förderung des technischen und naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Weitere Informationen zu den Angeboten der zdi-Zentren Bottrop und Oberhausen an der HRW sind auf der gemeinsamen Webseite zu finden.

Beatrice Liebeheim-Wotruba

Referat Hochschulmarketing & Kommunikation
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