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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//kooperationen/alumni-service/alumnigeschichten/tobias-timm/
Datum: 11.05.2022, 22:05Uhr

Alumni-Geschichten

Sicherheitstechnik – Sicherheit für Menschen und Umwelt

Die Frage, wie der Umgang mit Maschinen und Systemen für Mensch, Umwelt und Maschine sicher gestaltet werden kann, war für Tobias Timm ein Beweggrund, sich für den Studiengang Sicherheitstechnik zu entscheiden. Von 2017 bis 2020 studierte er erfolgreich an der Hochschule Ruhr West (HRW). Bereits bei Erstellung seiner Bachelorarbeit konnte er sein Know-how bei der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH beweisen und die Weichen für seine Karriere stellen. Aktuell durchläuft er im gleichen Unternehmen ein Traineeprogramm mit dem Schwerpunkt Software-Prüfung.

Warum haben Sie sich für die Hochschule Ruhr West und den Studiengang Sicherheitstechnik entschieden?

Nach dem Abi begann ich eine Ausbildung im Bereich Hochvolttechnik für Elektrofahrzeuge. Mir fehlte jedoch etwas. Ich war an sicherheitsrelevanten Fragen interessiert: „Was kann schlimmstenfalls passieren und wie kann ich das verhindern?“ Das konnte mir in der Ausbildung niemand beantworten. Ich entschied mich für ein Studium. Freunde, die an der HRW studierten, sprachen immer positiv von der Hochschule und sie lag auch nah an meinem Wohnort. Ich wählte zunächst Elektrotechnik. Das gefiel mir, aber nach zwei Semestern merkte ich, dass meine Fragen weiter unbeantwortet blieben. Was passiert, wenn der Nottaster nicht funktioniert? Welche Möglichkeiten gibt es, eine Maschine trotzdem abzustellen? So entschied ich mich, den Studiengang zu wechseln. Das habe ich nicht bereut. Ich lernte, wie ich Lösungen auf meine Fragen entwickeln kann. Im Vertiefungsstudium gab es eine große Auswahl an Wahlfächern und Projektarbeiten, die ich nach eigenen Präferenzen wählen konnte. Die Entwicklung von Software finde ich besonders spannend. Prof. Dr. David Schepers ermöglichte es mir, diesen Themenbereich in meiner Projektarbeit anzugehen und ich entwickelte eine Sicherheitsfunktion zur Temperaturüberwachung. Mit ihm stehe ich heute noch in Kontakt. Ich weiß die Unterstützung an der HRW sehr zu schätzen. Auf Profs und Tutoren kann jede:r auch außerhalb der Vorlesungszeiten zugehen und immer mit Support rechnen. Ich denke, eine Hochschule ist zu messen an ihren Studierenden und Profs. Da sehe ich die HRW ganz weit vorne.

Welches Ereignis aus Ihrer Studienzeit haben Sie in besonderer Erinnerung?

Ich erinnere mich gerne an meine mündliche Prüfung in einem Wahlfach. Die war im Hochsommer, es war super Wetter. So stellten wir Studierenden unsere Autos spontan in Sternform auf dem obersten Parkdeck auf. Wir tauschten uns fachlich aus und die Atmosphäre war sehr gut. Nach der Prüfung waren wir sehr ausgelassen und ließen den Abend gemeinsam ausklingen. Auch, dass meine Projektarbeit heute als Grundlage für eine Übungsaufgabe im Studium dient, ist etwas Besonderes.

Wie sieht Ihr Berufsalltag aus? Welche Kenntnisse aus dem Studium brauchen Sie?

Beim TÜV denkt jede:r gleich ans Auto. Mit Autos habe ich aber nichts zu tun. Wir sind vor allem in der Großindustrie tätig. Ich arbeite in mehreren Projekten mit, die sich mit Entwicklungsprozessen für sicherheitsgesteuerte Anwendungen beschäftigen. Wir prüfen die Entwicklungsschritte, damit Kundenprodukte alle Voraussetzungen für eine normspezifische Zertifizierung erfüllen. Hierzu zählen Anforderungen, Architektur und Design. Mein Highlight ist, wenn ich Produkte remote oder vor Ort testen kann. Zu sehen, ob das Produkt funktioniert und Lösungen für Fehlfunktionen zu finden, ist der Reiz, den meine Aufgabe ausmacht. Es geht um Speicher und programmierbare Sicherheitssteuerungen an industriellen Anlagen, wie beispielsweise Pressen. Durch die vielen Produkte und Techniken, die unterschiedlichen Projektfortschritte und die internationale Ausrichtung ist meine Tätigkeit sehr abwechslungsreich. Ich stehe noch am Anfang, merke aber, dass ich im Studium alles mitbekommen habe, um in meinem Beruf stetig besser zu werden. Das Lernen geht weiter.

Was möchten Sie Studierenden mit auf den Weg geben?

Es gibt sicher mal Phasen, in denen die Lust fehlt. Wegen nicht bestandener Prüfungen oder weil sich das Studium zog, kam bei mir die Frage auf, ob das das Richtige sei. Ich biss mich durch und hing mich rein. Nach ein paar Monaten wusste ich wieder, was ich tue. Im Studium sollte die Motivation aus den Studierenden selbst kommen. Die Disziplin und Verbindlichkeit, die sie dadurch lernen, nützen ihnen auch im Beruf.

Studierende sollten sich trauen, immer offen zu fragen und Kontakte, die sich im Studium ergeben, konkret anzusprechen. So habe ich die zwei Sachverständigen vom TÜV, die eines unserer Seminare leiteten, für meine Bachelorarbeit angesprochen. Ich schrieb meine Arbeit in dem Unternehmen und heute arbeite ich sogar dort.