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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//kooperationen/alumni-service/alumnigeschichten/marius-hoetten-loens/
Datum: 15.10.2021, 04:35Uhr

Alumni-Geschichten

 „Konzentriert auf das, was mir wichtig ist“

Marius Hötten-Löns hat von 2012 bis 2016 den damals noch jungen Studiengang Mensch-Technik-Interaktion am Campus Bottrop studiert. 2018 schloss er sein Studium mit dem Master in Informatik ab, ebenfalls an der Hochschule Ruhr West (HRW). Für ihn stellte sich recht schnell heraus, dass er später mal als Entwickler arbeiten wird. Seit 2018 ist er begeisterter Software Engineer für iOS Apps bei NanoGiants in Düsseldorf, einem Unternehmen, das maßgeschneiderte und nutzerorientierte Softwareprodukte entwickelt.

Warum haben Sie sich für die Hochschule Ruhr West und den Studiengang Mensch-Technik-Interaktion entschieden?

Ich wollte etwas mit Computern machen, wusste aber noch nicht genau, in welche Richtung es gehen sollte. Psychologie fand ich auch sehr interessant. Der Studiengang Mensch-Technik-Interaktion verbindet Informatik mit psychologischen Aspekten und Designgrundlagen. Die Kombination der Fächer und die Nähe zu meinem damaligen Wohnort Dorsten haben mich überzeugt, diesen Weg einzuschlagen. Es war eine gute Entscheidung: Die Anzahl der Kommilitonen war überschaubar. Wir mussten nicht in einem überfüllten Hörsaal sitzen. Es gab eine angenehme Atmosphäre, auch die Nähe zu den Professoren ist nicht mit anderen Hochschulen zu vergleichen. Mit einer Gruppe von Studierenden, haben wir bspw. Prof. Dr. Stefan Geisler überzeugt, eine HoloLens anzuschaffen. Mit der Mixed-Reality-Brille haben wir dann eigeninitiativ Projekte angestoßen. Wir hatten viele Freiheiten, durften viel ausprobieren.

Welche Kenntnisse aus dem Studium brauchen Sie für Ihre heutigen Aufgaben?

Der Studiengang Mensch-Technik-Interaktion vermittelt ein breites Wissen. Ich habe viel kennengelernt, verschiedene Programmiersprachen, psychologische Komponenten, Projektmanagement-Techniken. Da ich aber beruflich in die Entwicklung gehen wollte, habe ich mich dazu entschieden, den Master in Informatik dranzuhängen. Heute arbeite ich in einem Scrum-Team, einem Modell aus dem agilen Projektmanagement. Wir betreuen Kundenprodukte ganzheitlich. Das heißt von der Konzeption über das Design bis hin zur Programmierung, immer orientiert an den Anforderungen des späteren App-Nutzers. Insbesondere die Psychologie-Kenntnisse sind die Basis für den Umgang mit den Kunden und die Planung, wie das Produkt am Ende für den Nutzer gestaltet sein sollte. Außerdem habe ich während des Studiums gelernt, mich auf neue Programmiersprachen einzulassen. Durch meinen breit gefächerten Hintergrund finde ich schnell den Einstieg in neue Branchen und Technologien.

Welches Ereignis aus Ihrer Studienzeit haben Sie in besonderer Erinnerung?

Ich werde nie vergessen, wie der damalige HRW Präsident Prof. Dr. Eberhard Menzel auf der Feier zum fünfjährigen Bestehen der Hochschule mit einem Segway über den Campus gedüst ist. Außerdem bleibt mir meine Tätigkeit als Studentischer Mitarbeiter im Referat Hochschulmarketing in bester Erinnerung. Ich durfte den Relaunch der Hochschul-Website begleiten. Mein Input wurde ernst genommen, ich konnte einiges aus meinem Studium einfließen lassen. Als Studentischer Mitarbeiter lernt man auch die Professor:innen viel besser kennen. Man verliert die Scheu und spricht offen Fragen und Perspektiven an – auf Augenhöhe und sehr ehrlich.

Was möchten Sie Studierenden mit auf den Weg geben?

Jeder sollte viel Spaß an seinem Studentenleben haben, aber auch im Auge behalten, was wirklich wichtig ist. Dabei meine ich, sich nicht am Lehrplan festzubeißen, sondern einzuschätzen, was einen persönlich weiterbringt. Sicher gab es Module, die mir nicht so lagen. Hier habe ich irgendwann gelernt, mir weniger Druck zu machen. Ich habe mich auf die Fächer konzentriert, die für meinen Weg wichtig sein würden. Gerade als Softwareentwickler sollte man am Puls der Zeit bleiben und sein Wissen unabhängig von den Modulen vertiefen. Ich habe gelernt, Erkenntnisse von unterschiedlichen Programmiersprachen und Anwendungsgebieten für mich zu nutzen, um die Qualität von Software zu gewährleisten. Allerdings lernt man das Entwickeln am besten, indem man es auch tut. Dabei sehe ich die Verantwortung für den Lernerfolg beim Studierenden. Hierfür sollte man sich auch nicht scheuen, mehr beim Prof nachzuhaken. Vor allem was Feedback angeht, denn nur daran kann man wachsen.

Der Fokus auf das, was mir wichtig ist, hat mir auch den Einstieg in meinem Unternehmen erleichtert. Wenn man Stellenausschreibungen liest, kann man schnell unsicher werden. Ich möchte jedem raten: Bewirb dich! Lass dich nicht einschüchtern und sei authentisch. Wenn du ehrlich bist, was du kannst, was du dir vorstellst und wie du dich einbringen möchtest, dann findest du auch das richtige Unternehmen. Letztendlich sind Personaler:innen auch nur Menschen, die wissen möchten, mit wem sie es zu tun haben. Studierende können auch vorher schon die Angebote der HRW Karrieremesse nutzen.

 

Unsere Alumni berichten über ihre Jobs, Aufgaben und ihre Studienzeit an der HRW.

 

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