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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//it-projekte-im-workadventure-praesentiert/
Datum: 27.09.2021, 11:25Uhr

IT-Projekte im Workadventu.re präsentiert

Prüfungen im Modul „Eingebettete Systeme“ in interaktiver 2D-Welt

Das Modul „Eingebettete Systeme“ absolvieren Studierende der Studiengänge Angewandte Informatik, Mensch-Technik-Interaktion und Wirtschaftsinformatik gemeinsam. Die Prüfungsleistung besteht in einer erfolgreich umgesetzten Prototypentwicklung. Neben den fachlichen Kompetenzen werden Kreativität und das eigenverantwortliche Arbeiten der Studierenden gefördert. Ein sehr kreatives Modul, in dem normalerweise viel im HRW FabLab gearbeitet, gelasert, 3D-gedruckt und Elektronik entwickelt wird. Nicht so in diesem Jahr. Das Modul musste im „Social Distancing“ stattfinden, also allein und daheim.

Doch dafür hatten die Lehrenden Prof. Dr. Michael Schäfer und Florian Paproth Lösungen erarbeitet.

Zunächst wurden die Studierenden gemixt. Heißt: jeweils drei bis vier Studierende aus allen drei Studiengängen bildeten ein Team. „Da werden schon die ersten Hemmschwellen abgebaut. Plötzlich muss man mit Studierenden zusammenarbeiten, die man gegebenenfalls nicht kennt“, erklärt Prof. Schäfer. Jedes Team erhielt ein Elektronik-Starterkit mit Mikrocontrollern, Sensoren, Aktoren und ein kleines Budget, um sich selbstständig weitere notwendige Bestandteile und Elektronik zu kaufen.

Die Aufgabe für die Studierenden: „Entwickle ein verteiltes eingebettetes System zur (sozialen) Interaktion während der Coronazeit“. Hierbei sollte die selbst entwickelte Elektronik über das Internet mit einander kommunizieren.

„Mit dieser Praxisaufgabe qualifizieren wir die Studierenden im Bereich ‚Internet of Things‘, bei dem es sich meist um eingebettete Systeme, wie z.B. Thermostate, smarte Steckdosen, automatische Beleuchtung handelt“, erläutert Florian Paproth.

Am Semesterende werden die entstandenen Projekte auf einer „kleinen Hausmesse“ ausgestellt; Professor:innen, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und interessierte HRW Beschäftigte eingeladen. Auch das in diesem Jahr nicht möglich. Eine kreativere Lösung als die alltägliche Videokonferenz musste her. Gefunden wurde: workadventu.re – eine Websoftware, die eine 2D-Welt zum gemeinsamen Erkunden und Diskutieren bereitstellt. Hier konnten die Projekte der Studierenden attraktiv und öffentlich präsentiert werden.

Workadventu.re erlaubt es vielen Personen sich zu treffen und in einer gestalteten virtuellen Welt frei zu bewegen. Gäste aus anderen Instituten besuchten die Teams und ließen sich in einem Webmeeting die Projektideen erklären. Die Webmeetings sind in Workadventu.re eingebunden. Grafisch erinnert die Welt an pixelige Videospiele aus den 80er Jahren, was aber nicht über die Ernsthaftigkeit der Anwendung hinwegtäuschen sollte.

Am 6. April 2021 fand die Abschlussveranstaltung in Workadventu.re statt. Etwa 80 Personen hielten sich gleichzeitig in der Welt. Prof. Dr. Michael Schäfer und Florian Paproth besuchten die 17 Teams, ließen sich die Projekte präsentieren und benoteten anschließend die Leistungen. „Es fühlte sich fast wie eine richtige Veranstaltung an. Workadventu.re hat mich überzeugt und ich war zunächst sehr skeptisch“, zieht Paproth ein durchweg positives Fazit.

Wie so einige andere Gäste: Die Akzeptanz des Formates war sehr positiv. Viele Anwesende bedankten sich und ließen sich die Funktionalität von Workadventu.re erklären.

Die Möglichkeiten von Workadventu.re, auch der Open Source Variante, sind auf andere – durchaus größere – Veranstaltungen übertragbar. Die Welt ist frei gestaltbar und programmierbar. Ein weiteres Projekt mit dem HRW FabLab befindet sich bereits in Planung.

Wer mehr erfahren möchte über die Projektideen:
Screenshots von der Veranstaltung finden sich nachfolgend in diesem Blogeintrag und ein interaktives PDFmit den 17 Teams und ihren Projekten sowie einem „Hallenplan“ der Workadventure-Welt.

Mehr zum FabLab erfahren Sie auch in diesem PodCast