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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//frauen-in-der-forschung-prof-dr-ayseguel-doganguen/
Datum: 12.04.2021, 06:34Uhr

Informatik-Professorin forscht im Bereich menschzentrierter Technik

Der Internationale Frauentag sollte sich eigentlich längst erübrigt haben. Hat er aber nicht! Frauen können und leisten viel - das steht außer Frage. Was Frauen leisten, sollte sichtbarer werden. Deshalb stellt WAZ-Redakteurin Andrea Müller in einer Serie Forscherinnen der Hochschule Ruhr West vor. In diesem Porträt: Prof. Dr. Aysegül Dogangün aus dem Institut Informatik am Bottroper HRW Campus.


Informatik-Professorin forscht im Bereich menschzentrierte Technikentwicklung vorrangig zum Thema Gesundheit und Wohlbefinden

Im Fachgebiet von Dr. Aysegül Dogangün geht es darum, Technik menschenfreundlich zu entwickeln

Wie kann ich neue Technologie entwickeln, damit sie für den Menschen wirklich hilfreich ist? Das ist die Grundfrage, nach der sich Prof. Dr.-Ing. Aysegül Dogangün von der Hochschule Ruhr West (HRW) bei allen ihren Nachforschungen richtet. Ihr Fachgebiet: Menschenzentrierte Technikentwicklung. Bei ihrem nächsten Projekt wird es um „soziale Roboter“ gehen – und ihren Nutzen in der Arbeitswelt.

Die 38-jährige Professorin ist am Institut für Informatik an der HRW in Bottrop tätig. Bei ihrer Arbeit spielt das Sammeln, Auswerten und Bereitstellen relevanter Informationen aus großen Datenmengen eine wichtige Rolle. Aysegül Dogangün hat in Berlin Informatik mit dem Nebenfach Psychologie studiert, sie arbeitete am Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg und reichte 2012 ihre Promotion an der Universität Duisburg Essen ein, für die sie ein Assistenzsystem für Menschen mit Demenz entwickelte.

Ab 2015 leitete sie dort die interdisziplinäre Forschergruppe zum Thema „Personal Analytics“, die sich mit Assistenzsystemen für Medizin und Pflege (Digital Health) beschäftigte. Dabei ging es unter anderem um eine Gesundheits-App für Menschen 50+. Sie sollte es den Nutzern ermöglichen, eine Selbstmonitoring durchzuführen und Hinweise abzugeben, wie sie persönlich ihre körperliche Aktivität steigern und ihre Gesundheit fördern könnten. „Wie muss eine solche Technologie gestaltet sein, damit sie zur Nutzung anreget und wirksam ist? Welche Emotionen spielen eine Rolle bei der Mensch-Technik-Interkation?”, berichtet Aysegül Dogangün.

2018 erhielt die Wissenschaftlerin und Mutter von drei Kindern den Ruf an die HRW; Das Lehrgebiet Menschzentrierte Technikentwicklung wurde neu eingerichtet. Seither arbeitet sie daran neue und zeitgemäße Lehrekonzepte umzusetzen, aber auch Forschungsprojekte und -mittel zu akquirieren. Das Roboter-Projekt soll in Kürze starten.

Aysegül Dogangün wird dabei mit ihren Kolleginnen Prof. Dr. Simone Roth (BWL, Marketing), Prof. Dr. Sabrina Eimler (Human Factors & Gender Studies, Informatik) und Dr. Carolin Straßmann (LfbA, Institut Informatik) kooperieren.

Forschen wollen sie zum Thema „Soziale Roboter und ihr möglicher Einsatz in Stadtverwaltungen“ – z. B. in den Bereichen Bildung, Kultur und Bürgerservice. „Wir wollen testen, wie ihre Erscheinung oder auch ihre Wirkung sein sollte – und welche Akzeptanz sie bei den Menschen finden“, sagt Aysegül Dogangün

Kompetenzzentrum zum Thema „Soziale Roboter" aufbauen

Vorhandene Robotersysteme werden für verschiedene Einsatzzwecke angepasst. „Unterschiedliche Akteursgruppen werden an der Beschreibung von Einsatzszenarien und Aufgabenfeldern der Roboter beteiligt, um eine hohe Akzeptanz der Endnutzerinnen und Nutzer zu gewährleisten“, erklärt die Informatikerin. Geplant ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Soziale Roboter in der Metropolregion Ruhr.