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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//forschung/positive-computing/projekte/
Datum: 19.01.2017, 15:15Uhr

Institut Positive Computing

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. Stefan Geisler
Studiengangsleiter Mensch-Technik-Interaktion | Lehr- und Forschungsgebiet: Angewandte Informatik, Mensch-Maschine-Interaktion

Institut Informatik
Lützowstraße 5, 46236 Bottrop

Telefon : +49 208 88254-804
Fax : +49 208 88254-834

stefan.geisler hs-ruhrwest "«@&.de

Sprechzeiten :
nach Vereinbarung

Positive Computing Projekte

Das Institut führt in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und vielen weiteren Kooperationspartnern Projekte durch. Die Nukleus-Projekte bilden die Startthemen des Instituts.

Teilweise auf diesen Kooperationen aufbauend oder in vollständig anderen Konstellationen werden laufend Forschungs- und Förderprojekte auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene durchgeführt.

Drei Nukleusprojekte bilden die drei Startprojekte des Instituts. Sie beinhalten jeweils ein Handlungsfeld und mindestens ein Querschnittsthema.

Einige Förderprojekte wurden bereits vor Gründung des Instituts Positive Computing an der HRW gestartet, verfügen aber über eine thematische und personelle Schnittstelle zum neuen Institut.

 

 

Nukleusprojekt : Soziales generationsübergreifendes Wissensmanagement

Mit Hilfe einfach zu nutzender sozialer Netzwerk-Mechanismen sollen drei Zielgruppen adressiert werden und Unterstützung durch ältere Menschen erhalten:

  • SchülerInnen: Unterstützung von benachteiligten und schwächeren SchülerInnen
  • Studierende mit Migrationshintergrund: Unterstützung des Integrationsprozessen
  • UnternehmensgründerInnen: Unterstützung der Geschäftsetablierung

Dabei werden Szenarien gestaltet, die zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Leistungssteigerung beitragen. Die eintretenden Effekte werden nach wissenschaftlichen Methoden erfasst und ausgewertet. Das Projekt setzt auf die Erfahrungen im UsAHome Projekt auf, in dem verschiedene Technologien generationenübergreifend eingesetzt wurden. Des Weiteren werden hier alle drei Querschnittsthemen adressiert. Etwa im Bereich Visualistik wird untersucht, welche Anpassungen notwendig sind, um sowohl älteren wie jüngeren Menschen das Gefühl des Wohlbefindens in den Anwendungen zu geben.

Das Promotionsprojekt umfasst:

  • Die Gestaltung des Prozesses der Einbindung und Vernetzung für die drei Zielgruppen
  • Positive Gestaltung und Wahrnehmung der Benutzerschnittstellen
  • Entwicklung einer Metrik zur Messung der Auswirkungen, etwa bezüglich des wahrgenommenen Wohlbefindens und der Potenzialentwicklung der Teilnehmenden
  • Validierung und Transfer mit Partnerunternehmen

Das Promotionsprojekt wird zunächst mit beteiligten Partnern (ZDI Zentrum, Wirtschaftsförderung / Stadt Bottrop, zwei Unternehmen) durchgeführt (Gestaltung und Umsetzung der Wissens- und Lernszenarien) und dann sukzessive mit Partnerunternehmen erweitert, um eine breite Basis für die Validierung (Lernerfolg, Wahrnehmung, Wohlbefinden, Änderung der Lebensumstände, etc.) der gestalteten Prozesse und Systeme zu ermöglichen. Weiterhin soll ein aktiver Diskurs zu den Themen in relevanten Netzwerken und Verbänden (initial: BITKOM, GI, zdi, UPA) begonnen werden.

Lösungen in diesem Bereich ermöglichen eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität und spezifischer Faktoren des Positive Computing. Eine direkte Wirkung zu den Leitthemen des Landes NRW ist offensichtlich, gerade im sozialen Zusammenhang.

Nukleusprojekt: Smarter Quartier

Im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung ist der demographische Wandel ein hoch aktuelles Thema. In den vergangenen Jahren wurden unter den Schlagworten „Ambient Assisted Living (AAL)“, „Smart Living“, „Quartiersentwicklung“ etc. in die Entwicklung von technologischen Lösungsansätzen investiert. Die Erfolgsbilanz fällt dennoch gering aus. Unter  anderem fehlt die Anpassung der Lösungen an die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten älterer Menschen.

In diesem Kontext bietet positive Computing eine völlig neue Herangehensweise, um das Erleben der technischen Unterstützung durch ältere AnwenderInnen positiv zu gestalten. Es werden auf Fragen eingegangen, ob das System die positive Rückmeldung bestärkt und wie das System mit Nutzungsfehlern umgeht. Außerdem wird beleuchtet, ob das genutzte Endgerät den sensomotorischen und kognitiven Fähigkeiten des älteren Menschen entsprechen. Diese und vergleichbare Fragestellungen werden im Rahmen des Projekts beantwortet. Als Basis dienen die Erfahrungen und Kompetenzen aus dem UsAHome – Projekt. Dabei stehen folgenden Themenbereiche im Fokus:

  • Identifikation und Bewertung von Technologien (insbesondere Endgeräten) für Menschen mit geringen bis mittleren Einschränkungen sensomotorischer und kognitiven Fähigkeiten
  • Entwicklung von Bedienkonzepten und Benutzerschnittstellen für die gleiche Zielgruppe
  • Konzeption und Implementierung von positiven Feedbackmechanismen für BenutzerInnen
  • Konzeption und Implementierung von Technologien, die gezielt das Wohlbefinden von älteren Menschen steigern

Die Bearbeitung des Themenbereichs erfolgt im engen Zusammenspiel mit den Partnern der HRW. An erster Stelle ist hier die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum und deren Netzwerk an Leistungserbringer und Einrichtungen im Gesundheitswesen und der Pflege zu nennen. In der Vergangenheit zeigte sich im Rahmen von gemeinsamen Forschunganträgen die ideale Ergänzung der beiden Partner (HRW = Technik, hsg = Medizin). Im Projekt „HotSpots – Aktiv im Quartier“ wird ab 2016 das erste gemeinsame Projekt starten.

Weitere intensive Kooperationsbeziehungen bestehen zum Fraunhofer ISST in Dortmund sowie zu diversen IT-Unternehmen aus dem Gesundheitswesen (z.B. Compugroup und Visus). Durch die Mitarbeit bei MedEcon Ruhr besteht darüber hinaus ein kontinuierlicher Kontakt zu Leistungserbringern (Krankenhäuser, ReHa-Einrichtungen, ambulanter Sektor, Pflegeeinrichtungen) sowie Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.

Nukleusprojekt: Partizipative Assistenzsysteme

In diesem beginnendem Projekt werden partizipative Assistenzsysteme für Entscheidungsprozesse entwickelt. Entscheidungsprozesse z.B. in Unternehmen, sind im Wesentlichen davon geprägt, dass oft viele MitarbeiterInnen beteiligt sind, die in vielerlei Hinsicht (z.B. Geschlecht, Status, Alter und sich daraus ergebender Bedürfnisse, etc.) unterschiedlich sind, woraus sich eine subjektive Haltung und Einschätzung zum Entscheidungsgegenstand ergibt. Häufig werden für die Entscheidungsfindung notwendige Daten in einer Weise erhoben (z.B. über Excel-Tabellen, langwierige und inefffiziente Sitzungen, …), die von Beteiligten als umständlich wahrgenommen wird und zu einer negativen Haltung gegenüber diesen Prozessen führt. Im Sinne des Positive Computing kann hier eine Verbesserung erreicht werden. Partizipativ meint hier dann nicht mehr nur die reine Beteiligung an den Entscheidungsprozessen selbst, sondern eine Entwicklung von Technologien zur Unterstützung der Entscheidungsfindung, die das emotionale Erleben der Individuen vor dem Hintergrund ihrer spezifischen Eigenschaften berücksichtigt, erfasst und abbildet. Ziel dabei ist, dass Entscheidungsprozesse und ihr Ergebnis eine breitere Akzeptanz finden. Dies soll nicht nur durch die Berücksichtigung individueller Vorlieben und Bedürfnisse erreicht werden, sondern auch durch den Einsatz vorhandener, weitreichend genutzter Technologien (z.B. Smartphones), die von der Vielzahl der Stakeholder zeit- und ortsunabhängig Daten einsammeln können, ohne dabei jedoch direkte Kommunikation, z.B. in Face-to-Face Sitzungen in denen abgestimmte Meinungen und Ergebnisse erzielt werden, zu vernachlässigen. Ziel ist, beide Datenquellen zu integrieren, sodass diese in einem effektiven Verfahren zu einer objektiven und realistischen Entscheidung bzw. Einschätzung der aktuellen Situation überführt werden können.

In diesem Bereich kann auf erfolgreiche Vorarbeiten mit assoziierten Partnern (z.B. RIAS, ToMM Apps, Innowise, …) aufgebaut werden, deren Weiterführung zu einer zeitnahen Umsetzung der Ergebnisse in der Industrie führen wird.

Förderprojekte

Silverlighting

In diesem Projekt wird die positive Beeinflussung dementieller Erkrankungen durch zirkandianes Licht erforscht, untersucht und beleuchtet. Das Projekt wurde von BMBF gefördert und läuft im Zeitraum von April 2015 bis März 2018.

Hot-Spots

Das Projekt Hot-Spots setzt sich zum Ziel, eine mobile Anwendung zur Unterstützung älterer Menschen in ihrem Quartier zu entwickeln. Es wurde von FH Silqua gefördert und läuft im Zeitraum von 2016 bis 2018.

Play4Guidance

Das Projekt untersucht Simulationsspiele für verschiedene Zielgruppen, insbesondere für Arbeitslose und bildungsferne Lernende. Es wurde von der EU und ERASMUS+ gefördert und findet im Zeitraum von Oktober 2014 bis September 2017 statt.

EAGLE

Das Projekt untersucht den Einsatz von E-Learning und Open Educational Resources in öffentlichen Verwaltungen. Es wurde von EU FP7 gefördert und findet im Zeitraum von Februar 2014 bis Januar 2017 statt.

AHA

AHA ist ein automatisches Helferangebot bei Großschadensereignissen. Zudem liegt ein Teilfokus auf der User Experience der mobilen HelferInnen sowie die belastungsarme Koordination in der Leitstelle durch DisponentInnen. Die HRW ist Projektkoordinator.

 

UsAHome- Usability (Benutzerfreundlichkeit) von Assistenz- und Informationssystemen im häuslichen Umfeld

Ziel des Projekts ist der Aufbau und die nachhaltige Durchführung eines Forschungsschwerpunkts „Usability“ in Verbindung mit dem hochschulinternen Kompetenzbereich „intelligente Systeme / Smart Living“ an der HRW. Betrachtet werden u.a. Fragestellungen möglicher Einsatzszenarien von assistierenden Systemen in Bezug auf Anforderungen an die Mensch-Technik Interaktion. Das Projekt wurde vom Land NRW im Programm FH Struktur gefördert und läuft im Zeitraum von Januar 2013 bis Dezember 2016.

 

Apfel

Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Assistenzsystem für Operatoren in Videoleitstellen an Flughäfen entwickelt. Es wurde von BMBF gefördert und hat im Zeitraum von 2010 bis 2014 stattgefunden.