Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//forschung/fachbereich-4/institut-mess-und-sensortechnik/forschung-projekte/gewebediagnostik/
Datum: 25.06.2017, 01:51Uhr

Gewebediagnostik

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Jörg Himmel
Prodekan Fachbereich 4, Institutsleiter Mess- und Sensortechnik, Lehrgebiet: Elektrotechnik/Sensorik

Institut Mess- und Sensortechnik
Duisburger Str. 100, 45479 Mülheim an der Ruhr
Gebäude 02

Telefon: +49 208 88254-387
Fax: +49 208 88254-419

joerg.himmel hs-ruhrwest "«@&.de

Sprechzeiten:
nach Vereinbarung

Medizinische Mess- und Sensortechnik: Gewebediagnostik durch Auswertung hochfrequenter elektromagnetischer Felder

Aktuell werden zur Diagnose struktureller und funktioneller Veränderungen lebender Gewebe eine Reihe von bildgebenden Verfahren eingesetzt, die sich unterschiedliche physikalische Eigenschaften von Geweben, wie die Absorption von Röntgenstrahlen und Ultraschallwellen oder die Kernspinresonanz, zu Nutze machen. Trotz der Vielzahl der existierenden Verfahren gibt es diagnostische Lücken. Funktionelle Störungen, wie Tumore oder der Ischämische-Reperfusions-Schaden, lassen sich, z. B. während einer Operation, mit den existierenden Verfahren nicht oder nur schlecht erfassen. Bestimmte, insbesondere strukturelle Veränderungen, wie z.B. die Leberverfettung, können nur mit Hilfe großer stationärer Geräte (MR-Geräte) oder anhand einer Biopsie, durch histologische Befunde, diagnostiziert werden.

Die Bioimpedanzspektroskopie ist ein in der Forschung weit verbreitetes Messverfahren um dielektrische, konduktive und magnetische Wechselwirkungen von biologischem Gewebe durch Anregung mittels elektrischer und magnetischer Wechselfelder zu untersuchen. 
In der Vergangenheit wurde in Laboruntersuchungen gezeigt, dass mit Hilfe der Messung der elektrischen Impedanz eines Körpers Rückschlüsse auf dessen Zusammensetzung gezogen werden können. Die zu messenden elektrischen Eigenschaften Konduktivität und Permittivität hängen sowohl von strukturellen Eigenschaften, wie der zellulären und der extrazellulären Zusammensetzung, als auch von biochemischen funktionellen Parametern, wie der Elektrolytzusammensetzung, ab.

Bekanntestes Beispiel für eine sehr einfache und ungenaue Impedanzmessung ist die Körperfettwaage. Im hochschuleigenen Labor wird ein Impedanzmessverfahren zur intraoperativen Diagnostik von lokalen, homogenen und fokalen Gewebeveränderungen entwickelt. Das Messprinzip basiert auf der Applikation von hochfrequenten elektromagnetischen Wirbelfeldern auf das Gewebe. Ausgewertet wird die dabei verursachte gewebespezifische Rückwirkung.