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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//forschung/fachbereich-1/institut-energiesysteme-und-energiewirtschaft/forschung-projekte/cobi/
Datum: 26.07.2017, 11:45Uhr

COBI – CO2-neutrale Substitution von Koks durch Biomasserückstände in den Hochöfen der Eisen- und Stahlerzeugung

Prof. Dr.-Ing. Saulo H. Freitas Seabra da Rocha
Lehrgebiet: Umwelt- und Verfahrenstechnik

Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft
Lützowstraße 5, 46236 Bottrop

Telefon: +49 208 88254-842
Fax: +49 208 88254-869

saulo.seabra hs-ruhrwest "«@&.de

Sprechzeiten:
Sprechzeiten: montags, 17:30 – 19:30 Uhr nach Vereinbarung bei Frau Schwieger

Stahl ist einer der dominierenden Werkstoffe unserer Zeit. Erneuerbare Energiesysteme wie Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen, Netze zur Energieverteilung, Elektroautos, Blockheizkraftwerke und viele industriell gefertigten Produkte kommen nicht ohne Stahl und somit nicht ohne fossile Kohle aus.

Neben der energetischen ist auch die stoffliche Nutzung dieser Kohle bzw. des daraus erzeugten Hüttenkoks metallurgisch zwingend nötig. Nur durch den enthaltenen Kohlenstoff, der zum einen als Brennstoff und zum anderen als Reduktionsmittel dient, ist die Gewinnung von Eisen und Stahl möglich. Durch diesen Einsatz werden pro erzeugter Tonne Stahl ca. 1,6 Tonnen CO2 ausgestoßen.

Im internationalen Verbundprojekt COBI forscht die HRW zusammen mit deutschen und brasilianischen Partner an einer nachhaltigen Substitutionsmöglichkeit für Hüttenkoks.

Durch die Aufbereitung und Konversion von anfallenden Reststoffen (z.B. Zuckerrohrbagasse) werden die Eigenschaften von Biomassen so verändert, dass sie im Hochofen fossilen Hüttenkoks substituieren können. Ein besonderes Augenmerkt liegt dabei auf der chemischen Zusammensetzung und der mechanischen Stabilität unter der aggressiven Hochofenatmosphäre.

Innerhalb des Projektes werden geeignete Biomassen in Deutschland und Brasilien als Ausgangsmaterial verifiziert. Dabei werden nur Biorestmassen betrachtet, sodass keine Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelindustrie besteht, keine weiteren Flächen in Anspruch genommen werden und es zur Verbesserung der Bioökonomie kommt. Durch thermische Behandlung wird daraus Biokohle bzw. Biokoks erzeugt, der durch Agglomeration in eine Form überführt wird, die im Hochofen einsetzbar ist.

Das Projekt wird durch das Forschungsprogramm CLIENT (Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


Projektpartner:

Deutschland:

• CUTEC (Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH)

• RHM Rohstoffhandelsgesellschaft mbH

• Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG

Brasilien:

• DEMET (Universidade Federal de Minas Gerais)

• ULBRA (Universidade Luterana do Brasil)

• Viena Siderúrgica (innovativer Roheisenhersteller aus Brasilien)

• Gerdau S.A. (größter Stahlhersteller Brasiliens)


Projektstart:  01.12.2014                                                        

Projektende:  30.11.2017

Drittmittelgesamtvolumen:  664.500 €

Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Saulo H. Freitas Seabra da Rocha

Mitarbeiter: Tina Steinmetzger, Tobias Guth, Simone Steinforth, Maria Hartlieb

COBI News

Hier finden Sie die aktuellen COBI-News als Download:

COBI-News 6/2016

COBI-News 5/2016

COBI-News 4/2016

COBI-News 3/2016

COBI-News 2/2016

COBI-News 1/2016