Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//die-hrw/news/details/
Datum: 01.12.2021, 04:50Uhr

SDO bewegt die digitale Hochschullehre

29. Juni 2021 News

Im Interview erläutern Student Digital Officer ihre Ideen und Perspektiven zur digitalen Transformation

Wie können digitale Themen Studium und Lehre an der Hochschule Ruhr West (HRW) verbessern? Um Antworten auf diese Frage zu finden, nahmen Eldina Abazi, 6. Fachsemester im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau, und Janosch Hagenbeck, 2. Fachsemester im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik, im Februar 2021 ihre Arbeit im Student Digital Office (SDO) auf. In einem Projekt, das durch das Hochschulforum Digitalisierung initiiert wurde, bringen die Beiden die Studierendensicht bei Digitalisierungsvorhaben im Studienalltag ein. Was sie an der Arbeit interessiert, wie das Projekt startete sowie welche Aufgaben sie wahrnehmen und warum sie für alle an der HRW ansprechbar sind, stellen sie in einem Interview vor.

1. Warum haben Sie sich als Student Digital Officer beworben?

Eldina Abazi: Ich bin grundsätzlich ein sehr engagierter Mensch und wollte mich bei etwas Neuem an der Hochschule einbringen. Ich möchte die Sicht der Studierenden gut vertreten. Dazu kann ich mich mit eigenen Erfahrungen einbringen sowie von Eindrücken anderer Studierenden berichten, die ich in meinen Tätigkeiten als Mentorin und Tutorin sammeln konnte. Das Projekt bietet die Möglichkeit, verschiedenen Fragen auf den Grund zu gehen: Wie bringt man die Erwartungen der Studierenden mit den Anforderungen der Lehrenden in Einklang? Kann digitale Flexibilisierung der Lehre und der Prüfungsformen Bulimielernen vorbeugen? Außerdem können wir die Anforderungen einer künftig digitaler werdenden Arbeitswelt in die Hochschule übertragen.

Janosch Hagenbeck: Aufgrund meiner hohen Affinität zu IT-Themen habe ich das Studium der Wirtschaftsinformatik gewählt. Meine Leidenschaft für IT-Projekte kann ich in der Arbeit als SDO einbringen. Mir ist es wichtig, das Studierendenleben zu verbessern. Junge Leute können wichtige Impulse geben, damit der digitale Wandel nachhaltige Verbesserungen bringt. Dabei ist mir wichtig, Potenziale zu erkennen und einen Mehrwert für Lehrende und Lernende zu schaffen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen des Wandels stimmen. Der Reiz der Aufgabe liegt für mich darin, viele Interessen zu vertreten und zusammenzuführen. Das ist anspruchsvoll, aber auch sehr interessant.
 

2. Wie ist der Projektstart gelungen und welche Aufgaben haben Sie im Student Digital Office?

Janosch Hagenbeck: Anfang Februar starteten wir mit Workshops. In diesen lernten wir weitere SDOs von anderen Hochschulen kennen und bildeten uns gemeinsam weiter. Wir vertieften unseren Einblick in die Arbeit und Projekte der Hochschule. Gemeinsam mit allen Mitverantwortlichen, insbesondere Frau Müller-Vogt (Präsidium), bauen wir das Pilotprojekt SDO, das sich primär auf digitale Entwicklungen in der Lehre beziehen soll, auf. Momentan stecken wir den Rahmen des Projekts ab. Ersten Mehrwert konnten wir schon liefern. Beispielsweise wirkte Eldina beratend in der Jury zur Vergabe von internen Fördermittelanträgen zur Verbesserung der Lehre mit. Ich unterstützte eine Professorin in der Verbesserung der Organisation eines Moodle-Raums aus Studierendensicht. Wir haben ein starkes Team hinter uns, das uns unterstützt. Frau Müller-Vogt, Herr Bieker (Leitung Dezernat III, CIO), Frau Köster (Leitung E-Learning), Frau Teloo (Studierendenservice & Internationales), Frau Thiesies-Cremer (E-Learning) und die Präsidentin Frau Prof. Staude selbst sind für uns immer ansprechbar.

Eldina Abazi: Am E-Learning-Day stellten wir gemeinsam das SDO vor, um das Thema bekannter zu machen. Ziel ist, in den kommenden Monaten bei einem oder mehreren strategischen Projekten mitzuwirken und unsere Ideen und Wünsche für die Hochschule einzubringen. Aktuell sind wir an Meetings beteiligt, nehmen Themen auf, in denen wir Potenzial sehen und bauen uns ein Netzwerk auf. Wir stehen beratend für alle Akteure an der HRW zur Verfügung, wenn es um Digitalisierungsthemen geht und die Sicht der Studierenden berücksichtigt werden soll. Wir unterstützen auch Lehrende bei der Entwicklung neuer Angebote, damit eine hohe Akzeptanz unter den Lernenden erreicht wird. Um die Studierendensicht noch besser vertreten zu können, haben wir erste Kontakte mit Fachschaften angestoßen, auch den AStA möchten wir mit einbeziehen. Studierende können Ideen oder Probleme zu digitalen Hochschulthemen über diese Gremien oder direkt an uns richten.

3. Wie sieht Ihre Vision der digitalisierten Hochschule aus?

Janosch Hagenbeck: Insbesondere asynchrone und hybride Lehrveranstaltungen finde ich sehr interessant. Dass der Studierende von morgen sich aussucht, wann es Sinn macht, eine Präsenzveranstaltung zu besuchen, in der auch der Austausch mit Kommilitonen einfacher stattfinden kann, und wann nicht. Es ist schwer, dazu bereits jetzt eine konkrete Empfehlung zu geben, die den Erwartungen von Lehrenden und Studierenden entspricht. Beide Gruppen sollten berücksichtigt werden.

Eldina Abazi: Es ist wichtig, die Studierenden nach der Schule an die Hand zu nehmen und einen Übergang in einen digitalen Studienalltag zu erleichtern. Im Laufe des Studiums sollen Lehrangebote dann flexibel bleiben. Digitale Angebote vermeiden Pendelzeiten oder das Verpassen des Stoffes bei Krankheit. Allerdings können nicht alle Lehrangebote der HRW digital stattfinden. Wie bei meinem Elektrotechnik-Praktikum, in dem ein direkter persönlicher Austausch mit Lehrenden sehr wertvoll ist. Dahingegen würden alternative Klausurformen die Vereinbarkeit von beispielsweise Auslandspraktika und Weiterführen des Studiums ermöglichen. Der Spagat zwischen Präsenz- und Onlineveranstaltungen sowie die Aufrechterhaltung der Motivation sind dabei eine Herausforderung.

4. Wie unterstützt die HRW Sie in Ihrer Aufgabe?

Eldina Abazi: Die HRW stellt uns, neben den von Janosch bereits erwähnten Personen, eine breit gefächerte Wahl an Ansprechpartner:innen zur Verfügung, die uns sehr hilfsbereit und auf Augenhöhe begegnen. Wir können diskutieren, unsere Meinung und Fragen sind von Interesse und wir freuen uns, einen bedeutsamen Beitrag zu leisten. Bei Bedarf stellt die Hochschule eine technische Ausstattung zur Verfügung und zudem haben wir maximale Flexibilität, die es uns ermöglicht, unser Studium weiterhin erfolgreich zu absolvieren.

5. Was erhoffen Sie sich von der Zukunft?

Janosch Hagenbeck: Da wir aktuell zu zweit sind, freue ich mich auf die Erweiterung des Teams. Neue Stellen werden voraussichtlich nächstes Semester nochmals ausgeschrieben. Studierende, die sich diese Aufgabe auch semesterübergreifend vorstellen können, um von der Idee bis zur Umsetzung ein Projekt zu begleiten, sollten sich bewerben. Ich erhoffe mir, dass wir es schaffen, die Begeisterung für digitale Lehre auch in Zeiten mit geringeren Inzidenzwerten aufrecht zu erhalten. Dies ist wichtig, damit wir als Hochschule von den Vorteilen der Technik weiterhin profitieren können und der Innovationsschub durch die Pandemie anhaltende Verbesserungen hinterlässt.

Eldina Abazi: Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Wir vertreten beide dieselben Prinzipien und haben gemeinsame Ziele, sodass die Zusammenarbeit hier eine gute Basis für uns als SDOs schafft.


>> Wenn es Ideen oder Anregungen für Entwicklungen im digitalen Hochschulalltag gibt, sendet gern eine E-Mail an: studentdigitaloffice hs-ruhrwest "«@&.de.