Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//die-hrw/news/details/
Datum: 28.01.2022, 03:18Uhr

Nigerian Get-together

13. Januar 2022 News

Wie sieht die Zukunft des Wohnens in Nigeria aus?

Zum Ende des vergangenen Jahres begrüßte die HRW eine Delegation von drei Professoren der Partnerhochschule Covenant University aus Ota, Nigeria. Die Einladung sprach Prof. Dr. Felix Meckmann, Lehrgebiet Bauökonomie am Institut Bauingenieurwesen aus. Die Covenant University ist die erste afrikanische Hochschule mit der die HRW eine Kooperation abgeschlossen hat. Auch wenn der Kooperationsvertrag erst in 2021 geschlossen wurde, besteht eine Zusammenarbeit bereits seit mehreren Jahren innerhalb eines gemeinsamen Promotionsvorhabens. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem DAAD geförderten hochschulweiten Internationalisierungsprojekt „HRWgoesCOIL“.

Collaborative Online International Learning Projekte (COIL) sind Lehrprojekte, die gemeinsam mit einer oder mehreren internationalen Partnerhochschulen virtuell durchgeführt werden. Im blended-learning Format lernen sich zu mindestens ein Teil der Studierenden zum Beginn und Ende ihres Projekts durch gegenseitige Besuche an den Hochschulstandorten persönlich kennen. Während der Vorlesungen oder Seminare arbeiten sie in international gemischten und virtuell vernetzten Teams gemeinsam an ihren Aufgaben. Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht vielen Studierenden internationale Begegnung und simuliert den globalisierten Berufsalltag. Damit erreichen COIL-Projekte auch Studierende, die aus unterschiedlichsten Gründen kein Auslandssemester realisieren können und stellt ein wertvolles Werkzeug im Zuge der Corona-Pandemie dar. COIL-Projekte fördern zugleich Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools und Medien, Fremdsprachenkenntnisse und natürlich interkulturelle Fähigkeiten. Sie tragen dazu bei, Studierende auf die Herausforderungen des globalisierten Arbeitsmarkts vorzubereiten.

Ein wesentlicher Teil des Aufenthalts wurde für verschiedene Workshops genutzt, um das im Sommersemester 2022 anstehende COIL Projekt „WeBuild2Sustain“ vorzubereiten. Im neuen Wahlmodul zum Internationalen Planen und Bauen am Institut Bauingenieurwesen werden die Studierenden der Covenant University und der HRW über mehrere Wochen zusammenarbeiten. Die Inhalte und Abläufe waren zu planen und die Professoren in dem Online-Planspiel, dass verwendet werden soll, zu schulen.

Neben den Pflichtterminen gaben die Gäste mit Vorträgen Einblicke in die Zukunft des Bauens ihres Landes. Nigeria steht vor großen Herausforderungen, die das Wohnen betreffen: Die schnell wachsende Bevölkerungszahl, Abhängigkeit von Ressourcen und der Klimawandel sind einige davon. Im Zuge dieser Herausforderungen wird auch der Wunsch nach Innovationen rund um das Bauen und das Einbeziehen neuer Technologien immer lauter.

Robotik, computergestütztes Design und viele andere technische und arbeitsprozessbezogene Fortschritte könnten beispielsweise dazu beigetragen, eine Bauindustrie zu schaffen, die produktiver und kostengünstiger sowie zunehmend umweltfreundlicher und nachhaltiger ist.

In einem informellen Nigerian Get-Together kam auch der kulturelle Austausch nicht zu kurz. Studierende, Beschäftigte und Lehrende der HRW und die nigerianischen Gäste kamen bei traditionellen afrikanischen Speisen, Musik und Gesang in den Austausch. So konnten sich die Teilnehmer:innen des Projektes und Interessierte einmal ganz anders und sehr informell kennenlernen und eine andere Kultur erleben. Die Woche schloss mit einem Baustellenbesuch und einer Stadtführung in Düsseldorf ab.

Das Ziel dieses Projekts ist es, dass sich die Studierenden vor dem Hintergrund der nigerianischen Kultur miteinander vernetzen. Das Projekt soll die nigerianische Kultur aus einer authentischen Perspektive zeigen und so das Interesse an Nigeria als Land und als Partner der HRW für zukünftige Projekte wecken, die bereits in Vorbereitung sind.

„Unser gemeinsames Modul ‚Internationales Planen und Bauen‘ kann im Sommersemester 2022 kommen“, so Prof. Dr. Felix Meckmann zur näheren Zukunft der internationalen Zusammenarbeit der Hochschulen.