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Datum: 21.01.2021, 02:51Uhr

Naschkatzen an der HRW

01. April 2015 News

Am vierten MINT-Nachmittag in der HRW ging es um Informatik und 3DDrucke, Industriedesign und Schokolade: Das eine interessant, das andere lecker.

Bottrop, 31. März 2015. Wo kommt der Schoko-Osterhase her? Natürlich aus Bottrop. Hier produziert die Firma Agathon Gussformen zur Herstellung von Schokolade. Wie es geht und was beachtet werden muss, haben Unternehmensmitarbeiter in der Veranstaltungsreihe campus4u erklärt.

„Manchmal weiß ich nicht, was ich nach der Schule machen soll“, erzählt Maximilian vom Vestischen Gymnasium Kirchhellen. Und deswegen sei er hier. Er besuchte auch die ersten Veranstaltungen an der HRW, lernt die Hochschule, Labore und Berufe kennen. Auch Franziska (15) ist ‚Wiederholungstäterin‘. Sie möchte alle Richtungen der Informatik kennenlernen.

Am vierten MINT-Nachmittag (Ende März) in der HRW ging es um Informatik und 3DDrucke, Industriedesign und Schokolade: Das eine interessant, das andere lecker. Industriedesigner entwerfen Alufelgen für Autoräder, Smartphone-Gehäuse, Rolltreppen, Raumsonden und eben auch Schokoladen-Gussformen. Schokolade wiederum ist schwierig zu bearbeiten. Um die Gießform für einen Schokoriegel herzustellen, benötigt man dieselben ausgefeilten Technologien, wie sie auch in der Autoproduktion eingesetzt werden: z.B. CAD-Design, Modellierungssysteme, Fräsen, Tiefziehmaschine. Die Bottroper Firma Agathon ist Experte auf diesem Gebiet. Fast jeder zweite Schokoriegel weltweit wird mit Agathon-Formen hergestellt. Die Idee hinter den campus4u-Nachmittagen: Schülerinnen und Schüler sollen für die Hochschule Ruhr West und ihr Studienangebot begeistert werden. „Die Nachmittage sind gut besucht. Wir haben immer mehr Anfragen als wir Plätze haben“, erläutert Anna Albers, mint4u-Koordinatorin der HRW.

Kinderriegel, Schokohase, Überraschungsei, Pralinen und Schokoladentafeln liegen auf den Tischen im Seminarraum. Und fünf Teilnehmerinnen und sieben Teilnehmer folgen dem Vortrag, wie Schokoladen-Gussformen auf Kundenwunsch designt, modelliert und produziert werden. Es geht nicht nur um die schöne Form, sondern auch um das Gewicht – extrem wichtig für Schokoladenfabrikanten wie beispielsweise Lindt oder Ferrero.

Nächste Station: Im FabLab der HRW demonstrieren die HRW Beschäftigten Daniel Bruns, Christoph Nieß und Robert Reichert 3D-Scanner und 3D-Drucker. Mit entsprechenden Softwareprogrammen können hier auch Schoko-Gussform entstehen. Das, was eine Skizze war, wird als Modellartikel produziert, tief gezogen und zugeschnitten.

Der Industriedesigner Christian Schweizer von Agathon zeigt den Schülerinnen und Schülern das Design von Schokoformen „Freihand.“

Am Ende erhält jeder Teilnehmer seine eigene kleine Schokoform mit Namen. In diese personalisierte Form wird flüssige Schokolade gelöffelt – eine tolle Erinnerung an einen interessanten Nachmittag.