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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//die-hrw/lehre-an-der-hrw/hochschuldidaktik/neuberufenenprogramm/
Datum: 18.06.2018, 04:47Uhr

Neuberufenenprogramm

Neuberufene sollen sich an der HRW direkt von Beginn an gut aufgehoben, orientiert und willkommen geheißen fühlen. Zudem sollen sie ihre Kompetenzen, vor allem in didaktischer Hinsicht, erweitern und eine an dem Leitbild guter Lehre der HRW orientierte Qualität ihrer Lehr- und Beratungsaktivitäten erzielen können. Aus diesem Grund bietet die HRW Neuberufenen ein spezielles Programm an, das aus verschiedenen Bausteinen besteht.

Kernangebot

Erstgespräch Didaktik

In einem ca. zweistündigen Kennenlern- und Orientierungsgespräch wird der/die Neuberufene von der Referentin für Hochschuldidaktik über das Neuberufenenprogramm und die darüberhinausgehenden hochschuldidaktischen Unterstützungsmöglichkeiten der HRW informiert und ein gemeinsamer Vorgehensplan für die Absolvierung des Neuberufenenprogramms entwickelt. Hierbei werden insbesondere die Interessen des/der Neuberufenen berücksichtigt sowie auf der Grundlage des Anforderungsprofils der jeweiligen Professur bestehende und noch zu erwerbende bzw. auszubauende didaktische Kompetenzen herausgearbeitet.

Gute Lehre Starter Kit

Der/Die Neuberufene erhält eine Handreichung, in der kompakt dargestellt alle wichtigen Informationen zur Orientierung und zu Ansprechpartner*innen an der HRW aufgeführt sind, die in Verbindung mit der Lehre stehen.

Einführung LMS Moodle

Durch das E-Learning-Team der HRW wird der/die Neuberufene in die Nutzung und den Umgang mit dem Lernmanagementsystem Moodle eingeführt. Hierzu wird der zweistündige Workshop Erste Schritte mit Moodle besucht. Der Besuch des Workshops ist für Neuberufene verpflichtend, die noch keine Erfahrungen mit Moodle haben.

Einführung Lehrportfolio

Der/Die Neuberufene bekommt von der Referentin für Hochschuldidaktik eine Einführung in das Schreiben eines Lehrportfolios und dessen Nutzen. Das Lehrportfolio dient in erster Linie zur Reflexion über die eigene Lehre und die eigene didaktische Kompetenzentwicklung. Zudem kann der/die Neuberufene selbst ausgewählte Teile des Portfolios mit in die Feststellung der pädagogischen Eignung einbringen. Über das Lehrportfolio als Instrument zur Feststellung der pädagogischen Eignung kann der/die Neuberufene die eigene Perspektive auf seine/ihre Eignung darstellen. 

Einführung in die Hörsaaltechnik

Kurz vor dem Start der Vorlesungszeit bekommt der/die Neuberufene eine Einführung in die Hörsaaltechnik. Hierzu wird er/sie von der IT und dem Bereich E-Learning zu der Einführung eingeladen.

Teambuilding Seminar

Auf der zweitägigen Veranstaltung lernen sich alle Neuberufenen eines Jahres kennen. Die Neuberufenen werden von der Präsidentin der HRW zu dem Teamevent eingeladen, das die Gemeinschaft der Lehrenden und eine Identifikation mit der HRW stärkt.

hdw-nrw Weiterbildungen

Der/Die Neuberufene besucht zur didaktischen Weiterqualifizierung im ersten Jahr den fünftägigen Basiskurs des hdw-nrw ‚Seminar Hochschullehre‘, wenn keine oder wenig Lehrerfahrungen vorhanden sind. Zudem werden mindestens zwei weitere eintägige hdw-nrw Workshops besucht, die die Kompetenzanforderungen des Anforderungsprofils tangieren (56AE). Neuberufene mit viel Lehrerfahrung besuchen mindestens vier eintägige hdw-nrw Workshops zur Weiterentwicklung ihrer didaktischen Kompetenzen, die die Kompetenzanforderungen des Anforderungsprofils tangieren.

Neuberufenencoaching

Der/Die Neuberufene hat in den ersten eineinhalb Jahren einen persönlichen Coach, der/die den Aufbau und die Entwicklung der Lehre und den Einstieg der/des Neuberufenen in die HRW individuell unterstützt. Der/Die Neuberufene hat ein Anrecht auf 10 Coachingstunden in den ersten eineinhalb Jahren an der HRW. Weitere Sitzungen müssen im Referat für Hochschuldidaktik beantragt und von der VP1 genehmigt werden. Der/Die Neuberufene kann einen Coach aus dem Coachingpool auswählen und vereinbart selbständig Sitzungen mit dem Coach. Alle Coaches verfügen über hochschuldidaktische Expertise sowie Feldkompetenz im Bereich der Hochschulen und sind als Coaches qualifiziert.

Zusatzangebot

Lehrportfolio

Das Lehrportfolio zeichnet sich durch einen hohen individuellen Gestaltungsspielraum aus. Für die Gestaltung einzelner Elemente gibt es keine allgemeingültigen Standards. Die folgenden Ausführungen sollen zur Orientierung beim Verfassen des Lehrportfolios dienen.

Der Umfang des Lehrportfolios als Reflexionsinstrument der eigenen Lehrentwicklung ist nicht festgelegt. Wenn ein Auszug des Portfolios als Instrument zur Feststellung der pädagogischen Eignung dienen soll, sollten fünf Seiten nicht überschritten werden.

Das Portfolio kann beispielsweise folgende Gliederung aufweisen und besteht dabei aus im Zuge der Lehre entstandenen Dokumenten und eigenen Reflexionen:

1.       Lehrphilosophie
2.       Lehrbiographie
3.       Lehrpraxis
(Lehrinhalte, Lehrkonzept(e), bevorzugte Lehrmethoden, Prüfungsformate, Lehr-Lernmaterialien)

4.       Lehr(kompetenz)entwicklung

  • Evaluationen und Feedback
  • Handlungen und Aktionen zur Verbesserung der Lehre (eigene oder auch strukturell am Fachbereich…)
  • hochschuldidaktische Weiterbildung
  • Perspektiven für die Veränderung der Lehre
  • sonstiges Engagement für die Lehre

5.       Perspektiven für die eigene Lehre

  • Umgang mit Feedback
  • Veränderungs- und Entwicklungsprozesse

6.     Lehrportfolio (Auflistung der unterrichteten Veranstaltungen (Modulblätter), alle Evaluationen)

Kollegiale Beratung

Kollegiale Beratung ist ein systematisches Beratungsgespräch, in dem Kolleg*innen sich nach einer vorgegebenen Gesprächsstruktur wechselseitig zu beruflichen Fragen und Schlüsselthemen beraten und gemeinsam Lösungen entwickeln. Die Kollegiale Beratung findet in Gruppen von ca. 6 Mitgliedern statt, die im regelmäßigen Abstand zusammenkommen. Die Teilnehmer*innen tragen dabei ihre persönlichen Praxisfragen und ‚Fälle‘ vor. In der Gruppe besteht Verschwiegenheitspflicht. Bei eineinhalbstündigen Treffen können ein bis zwei Fälle besprochen werden. Eine Einführung in die Methode der Kollegialen Beratung bekommen die Teilnehmenden in der ersten Sitzung durch das Referat für Hochschuldidaktik.

Kollegiale Hospitation

Die kollegiale Hospitation ist eine Methode, durch die Feedback von Kolleg*innen mit direktem Bezug auf eine Lehrveranstaltung gegeben wird. Dadurch kann die Lehre nachhaltig verändert und durch die gegenseitigen Besuche die Teamkultur und die Diskussion über Lehre gefördert werden.

Die Rückmeldungen durch Kolleg*innen führen meist zu realistischen und umsetzbaren Anregungen. Die Hospitation von ‚critical friends’ hat nichts mit Kontrolle oder Entblößung zu tun, sondern beruht auf Austausch und Selbstreflexion. Die Lehrveranstaltung wird durch kritische, wertschätzende Kolleg*innen beobachtet und reflektiert. Die kollegiale Hospitation bietet Lernmöglichkeiten für alle Beteiligten und somit eine Möglichkeit, vorhandenes didaktisches Wissen im Kontext anzuwenden, zu reflektieren und neue Impulse und Anregungen durch Austausch und Akzeptanz zu erhalten. Eine Einführung in die Methode erhalten Sie durch das Referat für Hochschuldidaktik.

Videofeedback

Sich selbst in Aktion zu sehen, kann neue Perspektiven zum eigenen Lehrverhalten erbringen. Oftmals ist unsere Selbstwahrnehmung anders als die Fremdwahrnehmung. Durch Videofeedback wird es leichter, die Fremdwahrnehmung zu verstehen. Beim Videofeedback wird durch eine Mitarbeiterin des Referates für Hochschuldidaktik eine Lehrveranstaltung aufgenommen. Das Material wird analysiert und sie erhalten ein differenziertes Feedback anhand relevanter Videosequenzen.