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Datum: 21.01.2021, 03:21Uhr

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Kategorien: News

Ein Gespräch über die Entwicklung des Instituts Energiesysteme und Energiewirtschaft

Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich, Lehrgebiet Angewandte Thermodynamik am Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft (ESEW) am Bottroper Campus, gibt einen zusammenfassenden Einblick in die Entwicklungen des Institutes in den ersten 10 Jahre seines Bestehens.

Der im Jahr 2014 bezogene Campus Bottrop wurde als „Energy Campus Lab“ (ECL) geplant und umgesetzt, in dem Studierenden im und am „lebenden“ Gebäude ihre Kompetenzen ausbilden und erweitern können. Im Studentischen Ingenieurbüro „MeHRWatt“ wurden in zahlreichen Projekten Erkenntnisse über den Gebäudebetrieb erarbeitet, Verbesserungen abgeleitet und umgesetzt.

In den vergangenen Jahren wurde die Forschung im Bereich der Umweltentlastung durch den Einsatz des natürlichen Kältemittels Propanforciert. Neben dem aktuellen Projekt wird das Forschungsthema zukünftig weiter ausgebaut. Hierzu wurden Kooperationen mit bundesweiten Akteuren geschlossen, die in mehreren Forschungsprojekten – u.a. die Nutzung von Propan in innovativen Heiz- und Kühlsystemen im Bereich der Elektromobilität münden. Zur verstärkten Wahrnehmung des HRW als innovativer Forschungspartner tragen sowohl das laufende Promotionsvorhaben als auch die in der HRW stattfindenden wissenschaftlichen Veranstaltungen des VDI und des DKV (Deutscher Kälte- und Klimatechnischer Verein) bei. Durch diese Veranstaltungen sowie die Mitgliedschaft in mehreren Verbänden wird die regionale Vernetzung der HRW gestärkt.

In aktuellen Forschungsprojekten lernen Studierende wissenschaftliches Arbeiten; in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen werden projektorientierte Kompetenzen gestärkt. So wurde zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Caritas Bottrop zum Thema „Klimatisierung der Geschäftsstelle - ja oder nein?“ eine qualifizierte Entscheidungshilfe erarbeitet, die sowohl objektive als auch subjektive Kriterien berücksichtigt.

Obwohl die HRW mit zehn Jahren noch eine junge Hochschule ist, wurde durch aktuelle Themen eine hohe Sichtbarkeit und Wahrnehmung sowohl regional als auch bundesweit erzielt. Dies zeigt auch die hohe Nachfrage nach Studierenden für ein Praxissemester, als Werksstudierende oder für Projekt- und Abschlussarbeiten, insbesondere durch regionale Unternehmen. Namhafte Unternehmen der Kälte- und Klimabranche haben zu einer hervorragenden anlagentechnischen Ausstattung durch Sachspenden beigetragen. 

Zentrales Thema ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen, die zunehmend im Berufsleben von Bedeutung sind: die HRW will Studierende für den Arbeitsmarkt der Zukunft ausbilden. Die Digitalisierung hält zunehmend Einzug in die Lehre und ermöglicht durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gebäudetechniker*innen und Informatiker*innen neue Einblicke in Zusammenhänge und Abläufe technischer Anlagen. Studierende stehen nicht vor einer geschlossenen Anlage und nehmen Messwerte auf, sondern können dabei in die Anlage „hineinsehen“ und ein besseres Verständnis entwickeln.