Olaf Brinkmann:
Der HRW Podcast der Wissenschaft. In dieser Folge mit dem Roboter zum neuen Pass, wie an der HRW kluge Helfer für die Stadtverwaltung entwickelt werden, mit Prof.in Dr. Carolin Straßmann. Hallo und herzlich willkommen. Hier sind wir wieder mit dem HRW Podcast der Wissenschaft.
Heute habe ich einen besonderen Gast. Nicht nur, dass Prof.in Dr. Carolin Straßmann uns etwas über kluge Roboter erzählt, mit denen ich zum neuen Pass oder zum neuen Führerschein komme. Nein, sie hat bereits Podcast Erfahrung.
Sie hat nämlich zusammen mit anderen den Podcast HRW Folgen ins Leben gerufen. Diese Reihe ist im vergangenen Jahr veröffentlicht worden und hat allen weiteren Podcasts, die wir derzeit anbieten, ihren Namen gegeben.
HRW Folgen ist quasi zu unserer Marke geworden. Frau Dr. Straßmann, hallo. Schön, dass Sie da sind.
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Hallo, schön, dass ich da sein darf.
Olaf Brinkmann:
Frau Straßmann, bevor wir loslegen, eine Frage vorab. Wie wollen wir es machen, Sie oder du?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Von mir aus sehr gerne du.
Olaf Brinkmann:
Sehr schön. Das ist ja eh meist gang und gäbe. Klasse, Carolin. Ich bin der Olaf.
Du bist seit 2018 an der HRW und arbeitest dort am Institut Informatik. Kannst du mir als Laien ganz kurz erklären, was machst du da genau?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Genau. Ich bin seit 2018 als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut Informatik und mache dementsprechend viel Lehre. Das heißt, ich unterrichte Studierende.
Ich bin am Institut Informatik vor allem für Mensch Technik Interaktion zuständig und komme eigentlich eher aus der psychologischen Richtung. Ich betreue in der Lehre und in der Forschung Themen, die die Interaktion von Menschen mit technischen Systemen und technischen Geräten betreffen.
Da schließt sich der Kreis von der Psychologie zur Informatik ein bisschen. Darauf gehen wir später noch genauer ein.
Olaf Brinkmann:
Du willst Professorin werden und bist dafür im Programm Wege in die FH Professur. Das war aber vermutlich nicht dein Berufswunsch, als du noch klein warst, oder? Was wolltest du als Kind werden?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Das ist unterschiedlich, wie das als Kind immer ist. Man hat verschiedene Berufswünsche und die wechseln auch.
Tatsächlich hatte ich lange Zeit den Wunsch, Stewardess zu werden, weil mich das Reisen sehr begeistert hat und ich auch als Kind schon viel mit meinen Eltern gereist bin.
Dann kam aber auch schon früh ein Wissenschaftsgedanke dazu. Ich war in der Schule früh von Physik begeistert, was heute gar nicht mehr so mein Fach ist, aber damals schon.
Das hat immer mal gewechselt. Aber dieser Wissenschaftsgedanke war tatsächlich schon früh da.
Olaf Brinkmann:
Wenn du morgens ins Büro kommst, was machst du als erstes? Computer einschalten oder Kaffee kochen?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Ich trinke tatsächlich nicht so viel Kaffee, deswegen ist es immer Computer einschalten. Wenn, dann wäre es Tee.
Ich schaue erst einmal nach den wichtigsten Dingen und checke die E Mails.
Olaf Brinkmann:
Wenn du nicht an der Arbeit bist, was machst du in deiner Freizeit?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Wenn es geht, reise ich gern oder unternehme etwas. Ansonsten fotografiere ich auch ganz gerne, nicht professionell, aber hobbymäßig.
Olaf Brinkmann:
Was fotografierst du?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Urlaubsfotografie auf Reisen und das, was sich anbietet. Ansonsten eher Landschaften, weniger Porträts.
Olaf Brinkmann:
Carolin, wir haben in unserem Podcast immer das Tool Drei Fragen an. Ich stelle dir jetzt drei Fragen und du antwortest einfach spontan. Erste Frage.
Du gewinnst vier Millionen Euro im Lotto. Was machst du damit?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Ich würde das in eine Immobilie stecken als Anlage und dann, wenn es die Weltlage zulässt, auch ordentlich reisen.
Olaf Brinkmann:
Zweite Frage. Du fährst in den Urlaub. Wo geht es hin? Berge, Meer oder ganz weit weg?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Eine Kombination aus Meer, Wüste und Urwald. Ich reise gern an exotischere Orte.
Olaf Brinkmann:
Was war der exotischste Ort, an dem du schon warst?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Chile. Das Land ist sehr vielfältig. Es gibt Küstenorte, aber auch beeindruckende Wüsten.
Olaf Brinkmann:
Dritte Frage. Was bedeutet Erfolg für dich?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Erfolg ist, die eigenen Ziele zu erreichen. Vielleicht sogar darüber hinaus. Wenn etwas positive Emotionen auslöst und ein echtes Erfolgserlebnis entsteht.
Olaf Brinkmann:
Carolin, lass uns durchstarten. Du arbeitest im Projekt Ruhrbots. Was macht ihr da genau?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Das Oberziel von Ruhrbots ist, soziale Roboter in die Stadtverwaltungen des Ruhrgebiets zu bringen.
Wir wollen das bedarfsgerecht und nutzerorientiert tun. Viele Menschen haben Ängste oder Konkurrenzgedanken gegenüber Robotern.
Uns ist wichtig, den Menschen in den Fokus zu stellen. Die Wünsche und Ängste der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Mitarbeitenden in den Verwaltungen, sollen berücksichtigt werden.
Olaf Brinkmann:
Warum ist das Ruhrgebiet dafür ein gutes Übungsfeld?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Das Ruhrgebiet ist sehr heterogen. Menschen unterscheiden sich hier stark in Herkunft, Bildung, Einkommen, Religion und Erfahrungen.
Das führt zu sehr unterschiedlichen Bedarfen und Einstellungen gegenüber Robotern. Das macht es spannend, diese Vielfalt in der Entwicklung zu berücksichtigen.
Olaf Brinkmann:
Wie werden Studierende in das Projekt eingebunden?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Sehr eng. Forschung und Lehre sind stark miteinander verknüpft.
Studierende arbeiten in Projekten, schreiben Bachelor und Masterarbeiten und lernen aktuelle Forschung direkt kennen. Das ist wichtig, damit die Lehre aktuell bleibt.
Olaf Brinkmann:
Solche Projekte kosten viel Geld. Wer fördert das?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Ruhrbots wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Aktuell befinden wir uns in einer Vorphase. Danach wird entschieden, ob eine weitere Förderung für mehrere Jahre erfolgt.
Olaf Brinkmann:
Ich glaube, es ist Zeit für eine kleine Pause. Wollen wir noch was spielen?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Ja, unbedingt.
Olaf Brinkmann:
Ich habe das Spiel Hast du schon mal. Erste Frage. Hast du schon mal deinen Ausweis verloren?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Nein, meinen Personalausweis noch nie. Vielleicht mal einen Bibliotheksausweis.
Olaf Brinkmann:
Hast du schon mal während eines Dates eine Ausrede benutzt, um schnell gehen zu können?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Nein.
Olaf Brinkmann:
Hast du schon mal mit einem fremden Auto einen Unfall gebaut?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Nein. Ich war mal in einem fremden Auto, als ein Unfall passiert ist, aber selbst gefahren bin ich da nicht.
Olaf Brinkmann:
Carolin, wie ist es, an der HRW zu arbeiten? Ich beginne einen Satz und du machst ihn zu Ende.
Lehren an der HRW ist wie?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Interessant und herausfordernd, aber macht mir sehr viel Spaß. Es ist eine kleine, lebendige Hochschule mit engem Kontakt zu den Studierenden.
Olaf Brinkmann:
Die HRW ist eine Hochschule der Chancen, weil?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Weil man sich gut einbringen und mitbestimmen kann. Die Wege sind kurz und die Möglichkeiten groß.
Olaf Brinkmann:
Was magst du persönlich an der HRW besonders?
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege und die vielen Möglichkeiten für innovative Lehre und Forschung. Und das Gebäude in Bottrop gefällt mir auch sehr gut.
Olaf Brinkmann:
Carolin, wir sind am Ende. Ich bin gespannt, wann ich das erste Mal von einem Roboter im Amt bedient werde. Vielen Dank für das Gespräch.
Prof.in Dr. Carolin Straßmann:
Sehr gerne. Hat mir auch viel Spaß gemacht.
Olaf Brinkmann:
In der nächsten Folge habe ich Prof. Dr. Markus Quirmbach aus dem Institut Bauingenieurwesen zu Gast. Er beschäftigt sich mit Starkregen und Sturzfluten.
Solche Forschung vorzustellen, ist eines der Ziele des HRW Fördervereins. Deshalb unterstützt er auch unsere Podcast Produktion.
Liebe Hörerinnen und Hörer, schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein. Abonniert unseren Podcast, damit ihr keine Folge verpasst.
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Für heute sage ich Tschüss. Habt eine gute Zeit. Bis zum nächsten Mal. Euer Olaf.