Der hrw Podcast der Wissenschaft. In dieser Folge die hrw und die Welt. So arbeitet das International Office.
Olaf Brinkmann:
Hallo, schön, dass ihr wieder mit dabei seid beim hrw Podcast der Wissenschaft.
Mein Name ist Olaf Brinkmann. Wie sieht das eigentlich bei euch aus. Überlegt ihr bald ins Ausland zu gehen. Brasilien, Chile, Indonesien, alles ist möglich.
Aber wie funktioniert das eigentlich, in der Ferne ein Praktikum zu machen, zu studieren oder mit ausländischen Hochschulen Forschungsprojekte zu bearbeiten. Und welche Kooperationen hat die hrw da.
Das frage ich jetzt gleich Christiane Hinrichs. Sie leitet das International Office und kennt sich mit dem Thema Internationalisierung bestens aus.
Hallo, Frau Hinrichs. Schön, dass Sie heute da sind.
Christiane Hinrichs:
Hallo. Ich freue mich auch.
Olaf Brinkmann:
Zu Beginn wie immer die Frage. Wollen wir Sie sagen oder du.
Christiane Hinrichs:
Gerne du.
Olaf Brinkmann:
Okay, Christiane, ich bin der Olaf. Wir spielen hier im Podcast am Anfang immer ein kleines Spiel, um ein bisschen was über unsere Gäste zu erfahren.
Ich stelle dir jetzt eine Frage und du wählst zwischen zwei Antworten. Okay.
Christiane Hinrichs:
Okay.
Olaf Brinkmann:
Im Sommer an den See oder ins Freibad.
Christiane Hinrichs:
An den See.
Olaf Brinkmann:
In der Mensa Salatbar oder Schnitzel mit Pommes.
Christiane Hinrichs:
Meistens dann doch Schnitzel mit Pommes.
Olaf Brinkmann:
Wohnen, eigenes Haus oder zur Miete.
Christiane Hinrichs:
Zur Miete.
Olaf Brinkmann:
Kinderspiele, lieber Schiffe versenken oder Kniffel.
Christiane Hinrichs:
Oh, das ist eine schwierige Frage. Im Zweifelsfall lieber Kniffel.
Olaf Brinkmann:
Christiane, du leitest das International Office an der hrw. Seit wann machst du das.
Christiane Hinrichs:
An der hrw schon seit 2013, also schon eine relativ lange Zeit.
Olaf Brinkmann:
Und für was genau ist denn das International Office zuständig.
Christiane Hinrichs:
Wir sind zuständig für Internationalisierung in Studium und Lehre, so ganz allgemein gesagt.
Die meisten kennen uns aber dafür, dass wir den Austausch von Studierenden mit Partnerhochschulen im Ausland ermöglichen.
Und umgekehrt betreuen wir natürlich auch ausländische Studierende, die zu uns kommen von den Partnerhochschulen.
Das ist ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld, denn Partnerschaften sind immer bilateral. Das heißt, man empfängt auch Gäste von anderen Hochschulen.
Olaf Brinkmann:
Und wenn ich jetzt als hrw Studierender ins Ausland will, wie genau helft ihr mir. Was macht ihr.
Christiane Hinrichs:
Wir betreuen den gesamten Bewerbungsprozess mit den Partnerhochschulen. Das macht es unseren Studierenden deutlich leichter, ein Auslandssemester zu absolvieren, als wenn sie sich völlig selbstständig darum kümmern müssten.
Ein weiterer großer Aufgabenbereich ist die Verwaltung und Vergabe von Stipendien. Viele Studierende können sich ohne finanzielle Unterstützung ein Auslandssemester gar nicht leisten.
Wir beantragen jedes Jahr Fördermittel aus verschiedenen Quellen und vergeben diese dann an Studierende.
Dazu beraten wir zu den Voraussetzungen und setzen das gesamte Verfahren um.
Olaf Brinkmann:
Wie viele Partnerhochschulen sind das und wo sind die.
Christiane Hinrichs:
Wir haben momentan 31 Partnerhochschulen im Ausland.
Davon sind 18 in Europa und 13 außerhalb Europas. Die außereuropäischen Partnerschaften liegen im Moment noch stark in Asien.
Das hängt auch damit zusammen, dass wir Studiengänge mit Asienbezug haben und Kooperationen suchen, die zu den Studiengängen passen.
Olaf Brinkmann:
Wenn die Studierenden der hrw im Ausland sind, haltet ihr da Kontakt oder sind die auf sich allein gestellt.
Christiane Hinrichs:
Wir halten Kontakt. Wir stellen aber fest, dass unsere Studierenden uns meistens gar nicht brauchen, wenn sie im Ausland sind.
Das ist gut, denn es zeigt, dass es ihnen dort gut geht.
Wenn sie Unterstützung brauchen, können sie sich jederzeit melden. Das war zum Beispiel während der Pandemie wichtig, als wir geholfen haben, Lösungen zu finden, zurückzukehren oder das Semester vor Ort fortzusetzen.
Olaf Brinkmann:
In welchem Semester macht so ein Austausch Sinn.
Christiane Hinrichs:
Wir empfehlen, nicht vor dem vierten oder fünften Semester zu gehen.
Dann haben die Studierenden die Grundlagenmodule absolviert, wissen, worum es im Studienfach geht, und können an der Gasthochschule gezielter Kurse auswählen.
Olaf Brinkmann:
Die hrw lebt auch eine Internationalisierung von innen. Wie spürt man das.
Christiane Hinrichs:
Wir möchten Internationalität auch für Studierende erlebbar machen, die nicht ins Ausland gehen.
Ein Beispiel sind die Buddies. Das sind hrw Studierende, die ausländische Austauschstudierende unterstützen, etwa beim Ankommen, beim Einkaufen, bei SIM Karten oder beim Campusleben.
So entstehen Kontakte und Internationalisierung direkt vor Ort.
Olaf Brinkmann:
Internationalisierung entsteht auch über die COIL Projekte. Kannst du kurz erklären, was das ist.
Christiane Hinrichs:
COIL steht für Collaborative Online International Learning.
Das bedeutet, dass Lehrveranstaltungen hier gemeinsam mit Lehrveranstaltungen aus dem Ausland stattfinden. Studierende arbeiten virtuell zusammen an Projekten.
Olaf Brinkmann:
Wenn es um die Betreuung ausländischer Studierender geht, bringen sich die hrw Studierenden genug ein.
Christiane Hinrichs:
Ja, absolut. Das Engagement unserer Studierenden ist enorm und macht mich sehr stolz.
Ein Beispiel war ein COIL Projekt mit einer amerikanischen Partnerhochschule. Die amerikanischen Studierenden waren eine Woche hier, und unsere Studierenden haben nicht nur fachlich, sondern auch menschlich unglaublich unterstützt.
Sogar ein Covid positiver Studierender wurde bis zum Schluss betreut, mit Einkäufen, Nachrichten und Begleitung bis zur Abreise.
Olaf Brinkmann:
Die hrw ist Mitglied der Charm European University Alliance. Was ist das.
Christiane Hinrichs:
Das ist ein EU gefördertes Projekt, in dem europäische Hochschulen gemeinsam innovative Studienangebote entwickeln.
In unserer Allianz geht es unter anderem um die Umsetzung von UN Nachhaltigkeitszielen in einem neuen Masterstudiengang.
Studierende können ihr Curriculum sehr frei zusammenstellen und an verschiedenen Partnerhochschulen studieren.
Für unsere Studierenden eröffnet das neue Möglichkeiten, auch unabhängig von diesem Master von den Partnerschaften zu profitieren.
Olaf Brinkmann:
In dieser Podcast Staffel schauen wir auch auf den Claim der hrw. Der heißt Never Stop Growing.
Was bedeutet das für dich als Leiterin des International Office.
Christiane Hinrichs:
Spontan denke ich an Lifelong Learning.
Olaf Brinkmann:
Was braucht es, damit das International Office die hrw voranbringen kann.
Christiane Hinrichs:
Es braucht Offenheit bei allen Hochschulmitgliedern für Neues, Unbekanntes, Ausländisches.
Olaf Brinkmann:
Wie kann das International Office Studierende beim Wachsen unterstützen.
Christiane Hinrichs:
Indem wir einen guten Rahmen und ein Sicherheitsnetz bieten, damit Studierende sich sicher fühlen, den Schritt ins Ausland zu wagen.
Olaf Brinkmann:
Zum Schluss bitte vervollständige diese Sätze.
Never Stop Growing bedeutet für mich ganz persönlich.
Christiane Hinrichs:
Selbst immer offen zu bleiben für das Ungewohnte, Unbekannte, Neue.
Olaf Brinkmann:
Ein gemeinsamer Claim ist sinnvoll, weil.
Christiane Hinrichs:
Sich die Hochschule gemeinsam in die gleiche Richtung bewegt und gemeinsame Ziele nur gemeinsam erreicht werden können.
Olaf Brinkmann:
Christiane, wir sind am Ende. Vielen Dank, dass du uns Einblicke in die Arbeit des International Office gegeben hast.
Christiane Hinrichs:
Ich habe mich auch sehr gefreut, hier sein zu können. Dankeschön.
Olaf Brinkmann:
Wenn ihr Fragen an das International Office habt, findet ihr die Sprechzeiten auf den hrw Internetseiten.
Teilt unseren Podcast gern mit Kommilitoninnen und Kommilitonen, Freundinnen und Freunden oder Kolleginnen und Kollegen.
Abonniert uns bitte, dann bekommt ihr eine Nachricht, wenn eine neue Folge da ist.
Jetzt sage ich danke und bis zum nächsten Mal.
Euer Olaf.