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Seite: /corona-warn-app/
Datum: 14.07.2020, 15:57Uhr

Corona-Warn-App - positiver Beitrag

Freiwillige Nutzung auf dem Smartphone

Die im Auftrag von der Bundesregierung entwickelte Corona-Warn-App hilft festzustellen, ob Kontakt zu einer infizierten Person bestand und sich daraus ein Ansteckungsrisiko ergeben kann.
Ziel ist es Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Die App informiert, wenn Kontakt zu einer nachweislich Corona-positiv getesteten Person bestand.

Wie funktioniert die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik der Smartphones, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Falls die Prüfung positiv ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Die Installation und Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig. Jede*r entscheidet für sich individuell, ob er/sie die App für sich nutzen möchte.

Wir von der HRW glauben, dass die Nutzung der App einen positiven Beitrag zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus‘ leisten kann.

Detaillierte Informationen zur Corona-Warn-App bietet die folgende Internetseite der Bundesregierung: Bundesregierung: Corona-Warn-App .
 

Statements aus der HRW zur App

„Ich versuche, so gut es geht, meine persönlichen Daten privat zu halten. Daher war ich bei der Corona Warn-App zunächst zögerlich. Bei meiner Recherche zu der Funktionsweise der App habe ich herausgefunden, dass die Entwickler*innen die Einwände von Datenschützern gut berücksichtigt haben. So ist eine App entstanden, die selbst der Chaos Computer Club nicht kritisiert, der sehr stark für den Schutz der Privatsphäre eintritt. An der Logik der App gefällt mir zudem, dass sie ein hohes Maß an Selbstverantwortung der Nutzer*innen einfordert. Um daher einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten, habe ich die App installiert.“  Prof. Dr.-Ing. Susanne Staude, Präsidentin der HRW

Thomas Bieker

"Ich habe die Corona Warn App installiert, weil ich hoffe, dass sie hilft, die Ansteckungsgefahren zu reduzieren und die Corona-Pandemie einzudämmen. Solange die App freiwillig bleibt und in der jetzigen Form genutzt wird, ist aus meiner Sicht die Gefahr des Datenmissbrauchs auf ein Minimum reduziert. Die App konnte und kann durch die Offenlegung des Quellcodes von vielen Experten, besonders auch im Hinblick auf den Datenschutz, untersucht werden. Somit ist trotz der kurzen Entwicklungszeit eine gute Qualität gewährleistet." Thomas Bieker; Dezernent IT, E-Learning und Bibliothek, CIO der HRW

„Prinzipiell sind Eingriffe in die Privatsphäre als problematisch zu beurteilen und man sollte versuchen, soweit es geht, auf derartige Apps zu verzichten, was mitunter gar nicht so leicht ist. Auf der anderen Seite habe ich mich persönlich in dem Fall dafür entschieden die App zu installieren, da hier für mich das Wohl der Allgemeinheit aktuell höher zu bewerten ist. Außerdem haben die Entwickler der App einen wirklich hohen Aufwand getrieben, die Aspekte der Datensicherheit, der Privatsphäre jedes einzelnen und das Wohl der Gesamtheit vernünftig gegeneinander abzuwiegen. Hier wurde ein, aus meiner Sicht, vernünftiger Weg gewählt, bei dem relevante Daten lokal gehalten werden und doch entsprechende Rückschlüsse auf Infektionsketten möglich sind, falls eine Infektion festgestellt wird. Darüber hinaus schafft die öffentliche Verfügbarkeit des Quellcodes der App weiteres Vertrauen, da hierüber eine Prüfung durch Spezialisten jeder Zeit möglich ist.“ Prof. Dr. Marc Jansen, Lehrgebiet: Softwaretechnik für mobile/verteilte Systeme; Institut Informatik der HRW

„Als Datenschutzbeauftragter der HRW kann ich mitteilen, dass auch zu Corona Zeiten der Datenschutz und demnach das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht völlig weicht, sondern ebenfalls die notwendige Würdigung findet. Die Krise bringt Herausforderungen mit sich, wir setzen z. B. Videokonferenzsysteme ein – aber auch dies ist an der HRW in Abstimmung mit mir als Datenschutzbeauftragtem Datenschutzgerecht aufbereitet worden. Es gibt beispielsweise mit Firmen Verträge über Auftragsdatenverarbeitung, wir haben Informationspflichten für die externen Nutzer der Systeme aufgestellt. Auch die App bekommt offenbar sehr viel Lob von Fachleuten, etwa vom TÜV. Sie funktioniert ohne Handynummer, sie sammelt keine Standortdaten (also GPS-Daten), ihr Quellcode ist öffentlich. Die App generiert anonyme Codes, die sich die Nutzer über Bluetooth zuschicken. Die Überprüfung von Risikokontakten geschieht nur auf den Handys der Nutzer, nicht über einen zentralen Server. Demnach stellt es sich nach vielen Aussagen der Fachleute offenbar so dar dass insoweit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung hinreichend Rechnung getragen wird, da die App grundsätzlich anonym funktioniert." Lukas Urbanowicz, Datenschutzbeauftragter der HRW