Olaf Brinkmann: Köpfe der HRW, ein Podcast der Hochschule Ruhr-West. Den Kopf freikriegen, das macht die Sportbeauftragte der HRW. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Köpfe der HRW. Ich bin Olaf Brinkmann und es freut mich, dass ihr wieder dabei seid. Heute wird es sportlich, das kann ich euch versprechen. Egal ob Fußball, Badminton, Tanzen oder Segeln. Hier erfahrt ihr, wie ihr euch an der HRW fit halten könnt. Und dafür spreche ich mit Vivian Jeschka-Rohm, unserer Sportbeauftragten. Sie sorgt nicht nur für Fitness, sondern hilft euch auch, den Kopf freizubekommen. Frau Jeschka-Rohm, herzlich willkommen, schön, dass Sie heute da sind. Vivian Jeschka-Rohm: Hallo. Olaf Brinkmann: Wie wollen wir es halten, Sie oder du? Vivian Jeschka-Rohm: Gerne du, das hält man im Sport immer so. Olaf Brinkmann: Man duzt sich immer gerne im Sport. Vivian, erst mal zu dir. Seit wann bist du an der HRW und wie bist du zu deiner Stelle gekommen? Vivian Jeschka-Rohm: Ich bin seit März 2011 an der HRW. Ich habe damals als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich 2 angefangen, als Mitarbeiterin in der Lehre und Forschung. Und habe dann 2017 gewechselt in den Verwaltungsbereich und unterstütze das Referat Gender Equality and Diversity Management. Wir haben nach einer Maßnahme gesucht, um die Themen noch mal gut zu platzieren und interessant zu machen für die Leute. Und da schien mir der Sport eigentlich ein gutes Instrument, weil man sich da auf einer ganz anderen Augenhöhe begegnet. Olaf Brinkmann: Und du bist ursprünglich Politikwissenschaftlerin. Hast du denn während deines Studiums den Hochschulsport selber auch genutzt? Vivian Jeschka-Rohm: Ehrlich gesagt nein, aus zeitlichen Gründen. Ich habe Sport immer nebenher betrieben und habe es zeitlich nicht geschafft. Ich musste nebenher arbeiten und das ging leider nicht. Am Ende, als ich mich dann mehr mit dem Sport beschäftigt habe, habe ich es bereut, weil die Angebote sehr spannend und abwechslungsreich sind. Olaf Brinkmann: Was machst du für Sport privat? Vivian Jeschka-Rohm: Privat mache ich eine ganze Menge. Also ich spiele Badminton, ich jogge und am allerliebsten rudere ich. Olaf Brinkmann: Spannend. Jetzt bist du an der HRW für den Hochschulsport verantwortlich. Wie sieht denn so ein typischer Arbeitstag von dir aus? Vivian Jeschka-Rohm: So einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich gar nicht. Die Tage sind wirklich sehr abwechslungsreich. Es unterscheidet sich zwischen Semesterverlauf oder eben semesterfreien Tagen. In der Regel ist es so, dass ich sehr viele Anfragen bekomme. Studis wollen wissen, was haben wir für Angebote, wann startet was, habt ihr auch dieses und jenes Sportangebot. Während der semesterfreien Zeit ist es ein bisschen ruhiger. Da kann ich Dinge organisieren, die dann später starten sollen. Zwischendurch haben wir auch sehr viele Veranstaltungen, Laufveranstaltungen wie zum Beispiel unseren Firmenlauf. Wir haben ein Sportfest, Gesundheitstage und solche Dinge. Die müssen im Vorfeld organisiert werden mit Kooperationspartnern oder weiteren Beteiligten abgesprochen werden. Deswegen ist der Job sehr abwechslungsreich. Olaf Brinkmann: Und was kann ich bei euch für Kurse buchen? Welche Sportarten gibt es? Vivian Jeschka-Rohm: Bei uns gibt es von A bis Z alle möglichen Sportarten. Also es fängt an mit Aerobic und endet mit Zumba. Dazwischen haben wir die klassischen Sachen wie Fußball, Tennis, Schwimmen, Fitnesskurse. Das Geheimnis dahinter ist, dass wir verschiedene Kooperationen haben. Wir haben eine große Kooperation, die seit über zehn Jahren besteht, mit der Universität Duisburg-Essen. Und da schöpfen wir aus einem reichen Schatz an Angeboten. Wir haben in Duisburg als auch in Essen an beiden Standorten die Möglichkeit, unterschiedliche Sportarten in Anspruch zu nehmen. Zu den gleichen Konditionen wie auch Studierende oder Beschäftigte aus der Uni Duisburg-Essen. Wir zahlen den gleichen Beitrag und haben auch die gleichen Rechte und können alle Sportarten auswählen. Das Spannende dabei ist, dass die Angebote auch wechseln zwischen den Jahreszeiten. Da gibt es zwischendurch Aktionen wie Segeln in Südfrankreich oder Bergsteigen in Südafrika. Es sind wirklich tolle Angebote. Olaf Brinkmann: Du hast jetzt gerade schon von Konditionen gesprochen. Was kostet mich das denn als Studierenden oder als Mitarbeiter? Vivian Jeschka-Rohm: Das ist unterschiedlich. Es gibt Kurse, die fangen bei 5 Euro an. Das sind kleine Sachen, die vielleicht auch in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden. Dann gibt es Kurse für 15 Euro. Das sind normale Aerobickurse zum Beispiel. Was unser Angebot von dem Angebot der Universität Duisburg-Essen unterscheidet, ist, dass wir an der HRW die Kurse, die bei uns stattfinden, wie zum Beispiel unser Outdoor-Fitnesskurs oder unser Beachvolleyballkurs, selber sponsern. Das heißt, man zahlt manchmal eine kleine Gebühr, weil wir auch einen Trainer bestellen. Und wenn keiner teilnimmt, kommt der Trainer vergebens und wir müssen ihn bezahlen. Deswegen nehmen wir eine kleine Gebühr von in der Regel 5 Euro. Ansonsten sind die Kurse bei uns kostenlos, wie zum Beispiel unser Outdoor-Fußballkurs am Sportpark Styrum. Der wird von der Hochschule bezahlt. Und je aufwendiger ein Kurs ist, wie zum Beispiel Schwimmen, desto teurer wird er. Olaf Brinkmann: Wie schnell sind die Kurse ausgebucht? Wenn jetzt das neue Angebot da ist, wie schnell muss ich sein? Vivian Jeschka-Rohm: In der Regel sollte man sich schon schnell entscheiden und anmelden. Die Kurse an der HRW haben eine etwas längere Vorlaufzeit. Aber der Fußballkurs ist zum Beispiel sehr beliebt. Bei den Kursen an der Uni Duisburg-Essen haben wir natürlich auch Mitbewerber, wie die Studis aus Duisburg oder Essen. Olaf Brinkmann: Und was muss ich jetzt machen, wenn ich zum American Football, zum Yoga oder zum Zumba will? Wie bewerbe ich mich für einen Kurs? Vivian Jeschka-Rohm: Am besten geht man direkt auf unsere Internetseite der Hochschule Ruhr-West. Dort kann man unterscheiden zwischen den Angeboten vor Ort an den Campus Mülheim oder Bottrop oder man schaut sich die Angebote der Uni Duisburg-Essen an. Man klickt direkt auf den Kurs, scrollt ein bisschen runter und kann sich rechts unter Anmelden direkt registrieren. Olaf Brinkmann: Warum ist Sport an der Hochschule so wichtig? Warum gibt es das überhaupt? Vivian Jeschka-Rohm: Unsere Vision ist, dass wir Leute aus unterschiedlichen Statusgruppen zusammenbringen wollen. Deswegen ist der Hochschulsport auch im Referat Gender Equality und Diversity Management verankert. Wir haben den Auftrag, Menschen zusammenzubringen. Wir wollen, dass Professoren mit Studierenden oder mit Verwaltungsangestellten zusammenkommen, sich austauschen und sich anders kennenlernen als im Vorlesungsraum und Barrieren abbauen. Man soll sich mit Respekt und neugierig begegnen und dafür ist Sport eine gute Basis. Olaf Brinkmann: Wer kommt denn mehr, die Studierenden oder die Mitarbeitenden? Vivian Jeschka-Rohm: Das variiert. Unser Fußballkurs ist überwiegend von Studierenden belegt. Fitnesskurse oder die bewegte Pause werden mehr von Beschäftigten genutzt. Olaf Brinkmann: Die bewegte Pause. Was ist das? Vivian Jeschka-Rohm: Die bewegte Pause ist ein kleines Bewegungsangebot für unsere Beschäftigten. Wir haben vor Jahren mit dem Kanzler darüber gesprochen, das als Gesundheitsmanagementangebot zu gestalten. Es geht darum, dass man sich innerhalb von 15 Minuten während der Arbeitszeit vom Schreibtisch entfernt, leichte Bewegungs- und Lockerungsübungen macht, Kräftigungsübungen für den Rücken, damit man nicht nur sitzt. Man entlastet die Wirbelsäule, vermeidet Verspannungen, lockert die Distanz zwischen Augen und Bildschirm, schaut in die Ferne und dehnt sich. Das soll dazu führen, dass die Leute länger konzentriert bleiben, gesund bleiben, fit bleiben und Spaß an der Arbeit haben. Olaf Brinkmann: Wie ist es denn bei dir mit dem Spaß an der Arbeit? Wenn du drei Dinge nennen solltest, warum du für deine Arbeit brennst, was würdest du sagen? Vivian Jeschka-Rohm: Das Erste ist die Rückmeldung der Beschäftigten und der Studis. Wir bekommen so viel Lob und Unterstützung, dass es der Hauptgrund ist, warum ich diesen Job mache. Ich erinnere mich an die letzten zwei Firmenläufe. Der erste war richtig toll. Die Präsidentin war da und der Lauf hat um 19 Uhr gestartet und um 22.30 Uhr waren die Leute noch an unserem Zelt, haben gequatscht und hatten Spaß. Dieses Jahr im Mai hat es wahnsinnig geregnet und die Leute sind trotzdem geblieben. Wir haben uns unter unser kleines Zelt gequetscht und hatten Spaß, obwohl das Wetter schlecht war. Danach loben dich die Leute und sagen, das war ganz toll. Das ist eine riesige Bestätigung und ein großes Lob. Das befeuert mich. Das Zweite ist, dass ich einen großen Freiraum habe. Ich kann viele Dinge entwickeln und gestalten. Ich nehme viel Input von Beschäftigten und Studis an und versuche, das umzusetzen. Das macht viel Spaß. Das Dritte sind meine Kollegen. Wenn man eine Frage hat oder Unterstützung braucht, findet man immer Leute, die helfen. Ich habe einen langjährigen Kollegen, der unsere Laufgruppe leitet. Dann Leute, die bei Aktionen mitmachen, anrufen und unterstützen. Das ist wirklich toll. Dafür bin ich sehr dankbar. Olaf Brinkmann: Untergehen wollen wir nicht. Der HRW ist es sehr wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder kontinuierlich wachsen kann. Wie sorgst du in deiner Rolle dafür, dass der Slogan Never Stop Growing gelebt wird? Vivian Jeschka-Rohm: Wenn ich überlege, wo der Sport vor zwei, fünf oder zehn Jahren war und was jetzt möglich ist. Der Hochschulsport bekommt finanzielle Unterstützung. Ich habe einen Budgettopf, mit dem ich verantwortungsvoll umgehen muss, aber es eröffnet Möglichkeiten. Es kommen neue Sportarten, neue Ideen. Der Freiraum und die Motivation führen dazu, dass man Lust hat, weiter zu wachsen und Dinge zu entwickeln. Olaf Brinkmann: Dafür wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg, Vivian. Wir sind am Ende. Vielen Dank für das Gespräch. Vivian Jeschka-Rohm: Dankeschön. Olaf Brinkmann: Danke auch. Liebe Hörerinnen und Hörer, wenn euch unser Format gefällt, dann freuen wir uns über eure Unterstützung. Schickt unsere Episoden gerne weiter, zum Beispiel an Kommilitoninnen und Kommilitonen oder Kolleginnen und Kollegen. Für uns ist das wichtig, damit noch mehr Menschen von unserem Podcast erfahren. Und vergesst nicht, unser Abo zu aktivieren, damit ihr keine neue Folge verpasst. Über eine positive Bewertung bei Apple Podcasts oder 5 Sterne bei Spotify freuen wir uns auch. Vielen Dank für das Zuhören. Bis zur nächsten Folge. Euer Olaf Brinkmann.