Karrieren made by HRW. In dieser Folge: Von der HRW ins Management - mit Technik und BWL. Brinkmann: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Karrieren made by HRW, dem Podcast, der zeigt, wohin euch ein Studium an der HRW bringen kann. Heute geht es um einen Studiengang, der betriebswirtschaftliches Know-how mit technischem Verständnis verbindet und genau deshalb so gefragt ist. Es ist "BWL - Industrielles Dienstleistungsmanagement" . Ich bin Olaf Brinkmann. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Was macht diesen Studiengang so besonders? Wo führen die Karrierewege nach dem Abschluss hin? Und wie fühlt es sich an, mittendrin im Studium zu sein? Darüber spreche ich jetzt mit zwei spannenden Gästen, nämlich Christian Meli. Er studiert aktuell im Bachelor BWL Industrielles Dienstleistungsmanagement und Alena Kollorz, Absolventin der HRW, die heute bei der ISS Communication Services GmbH arbeitet. Außerdem ist sie Lehrbeauftragte an der HRW. Herzlich willkommen, Christian und Alena. Schön, dass ihr da seid. Christian, BWL gibt es in vielen Varianten. Warum hast du dich für den industriellen Dienstleistungsbereich entschieden? Erzähl mal. Meli: Ich habe mich für den industriellen Dienstleistungsbereich entschieden, weil meine Mutter am Anfang wollte, dass ich Ingenieurwesen mache. Aber ich wollte ja selbst auch etwas in Richtung Management machen. Und das wäre die perfekte Kombination zwischen einem technischen Wissen und einem Managementwissen. Brinkmann: Und Alena, wie war das bei dir? Was hat dich damals an dem Studiengang gereizt? Gab es einen Moment, wo du gemerkt hast, das ist es, das passt zu mir? Kollorz: Ich wollte immer eine Mischung aus Architektur, was mit Immobilien, Maklerin vielleicht sogar, aber auch mit dem BWL-Ansatz machen, also Strategie und Managementführung. Und ja, ich habe mich damals bei der Arbeitsagentur tatsächlich schlau gemacht, was es in diesem Bereich gibt, was alle meine Interessen vereint und bin so im Facility Management gelandet. Brinkmann: Christian, wie bist du denn überhaupt auf die HRW aufmerksam geworden? Was war für dich der ausschlaggebende Punkt, dich an der HRW einzuschreiben? Meli: Okay, man muss ja auch daran denken, dass ich ein ausländischer Studierender bin. Und die HRW war für mich wichtig, weil zuerst, ich habe einen Freund, der mir empfohlen hat, an der HRW zu studieren, weil da sind die Dozenten sehr nah an Studierenden und man kann jeden erreichen. Und ich habe das auch gemerkt während meines Studiums, dass jeder Dozent zu erreichen war. Brinkmann: Wie hast du denn die ersten Wochen an der Hochschule erlebt? Was hat dir geholfen, dich da gut einzuleben? Meli: Ich habe ja in Corona-Zeiten angefangen, alle Vorlesungen waren online. Das war ein bisschen kompliziert, aber man hat das trotzdem hingekriegt, weil es gab ja die AStA, wo man sich melden kann, Fragen stellen kann, jederzeit. Und das hat mir ganz viel geholfen, ganz am Anfang, während dieser Corona-Zeiten. Brinkmann: Und was gefällt dir an deinem Studium besonders? Was begeistert dich? Und wo sagst du, okay, das ist jetzt vielleicht eine Herausforderung? Meli: Was mir besonders gut gefällt sind die Praktika, weil man geht direkt in diesen Unternehmensbereich, weil du hast ja diese Vorkenntnisse von der Uni, aber du hast es noch nie irgendwo angewendet. Und diese Praktika helfen dann, diese Vorkenntnisse anzuwenden, sodass du weißt, wie es überhaupt in einem Unternehmen funktioniert, in unterschiedlichen Bereichen. Brinkmann: Und Alina, du nickst und lächelst. Die Erfahrung hast du auch gemacht. Kollorz: Ja, ich habe ja den Bachelor und den Master in diesem Bereich gemacht, als ich damals angefangen habe mit dem Bachelor. Das war nicht an der HRW, da habe ich reines Facility Management studiert. Da konnte ich mir das alles noch gar nicht so richtig vorstellen und war dann froh, als es losging und ich endlich meinen Berufseinstieg gemacht habe, um dann wirklich den Alltag als FMler kennenzulernen, weil er ja so vielfältig ist, in welchen Bereich man gehen möchte. Und erst als ich da festgestellt habe, wo möchte ich eigentlich hingehen, wo sehe ich mich, wo sind meine Stärken und wo möchte ich mich weiterentwickeln, da habe ich mich erst dazu entschieden, den Master dann an der HRW zu machen, um auch genau da nochmal mein Wissen anzureichern und im Job richtig anzukommen. Brinkmann: So, und über den reden wir jetzt. Du bist, ich habe es gesagt, bei der ISS Communication Services GmbH tätig, ein globales Unternehmen mit vielen spannenden Aufgabenfeldern. Was genau macht dein Unternehmen und was ist deine Aufgabe? Kollorz: Wir sind ein führendes Unternehmen im Bereich Workplace Experience und Facility Management. Wir sind für unsere Kunden der Dienstleister, der sich um alles kümmert, was nicht deren Kerngeschäft ist, was die an uns auslagern wollen. Das kann im ISM-Bereich sein, Security, Reinigungsleistungen, das kann die Technik sein, dass wir Wartungen, Instandsetzungen übernehmen, Energiemanagement, Workplace Experience, alles was rund ums Wohlfühlen, um Raumlösungen schaffen, mit dazu gehört, dass die Mitarbeiter in ihren Immobilien arbeiten können und der Kunde sein Kerngeschäft durchführen kann. Brinkmann: Und wie gut hat dich das Studium an der HRW auf den Job vorbereitet? Gibt es Kompetenzen, wo du sagst, die setze ich heute täglich ein? Kollorz: Ja, das schon, aber ich war ja schon bei der ISS, als ich den Master berufsbegleitend dort gemacht habe. Das Studium hat mich hauptsächlich darin unterstützt, noch mehr in meine Aufgabe reinzuwachsen. Ich wollte vor allem im technischen Bereich mich weiterentwickeln und im Management-Bereich. Also wie kann ich Analysen richtig angehen, Qualitätsmanagement aufbauen, Projekte noch besser aufsetzen und gestalten, verschiedene Tools einsetzen und viele Studienfächer haben mir dabei geholfen, einfach heute als Key Accounterin noch besser meinen Alltag zu managen. Brinkmann: Gab es im Studium Projekte oder Praxiselemente, die dir besonders im Kopf geblieben sind oder vielleicht sogar auch heute noch nützlich sind? Kollorz: Ja, mir hat besonders viel Spaß gemacht, dass ich im strategischen Facility Management, das war ein Fach von uns, genauso wie, ich glaube es hieß technisches Qualitätsmanagement, die habe ich beide über mein Unternehmen geschrieben. Also es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dass ich die Studienfächer mit meinem Job verknüpfen konnte, weil ich kenne ja das Unternehmen und weiß, wo müssen Prozesse noch reibungsloser funktionieren, wo haben wir Schnittstellenherausforderungen und genau die bin ich dann in den Fächern angegangen und habe darüber meine Arbeiten geschrieben. Und das fand ich sehr schön, dass ich praxisnah das Fach beigebracht bekommen habe. Brinkmann: Christian, praxisnah, welche Verbindungen zur Praxis hast du bereits? Du hast schon vom Praktikum gesprochen. Meli: Ja, ich habe ja auch Werkstudent gemacht und ich habe als Werkstudent als Assistentprojektmanager gearbeitet. Und ja, diese Werkstudenten hatten, ich würde sagen, wir hatten auch an der Reihe ein Projekt, das heißt auch technisches Projektmanagement und da haben wir so einen Flughafen, ein virtuelles Flughafen vom Budget bis zum Ende dann aufgebaut. Und besonders diese Fächer haben mir dann bei, was ich in meinen Werkstudenten-Tätigkeiten mache, dann geholfen, weil da bearbeitet man Projekte von Kunden, wo wir vom Budget sprechen, wie wir Budget analysieren, wie wir dann verkaufen wollen und wie viele und solche Sachen dann, ja, haben mir dann bei meinen Werkstudenten viel geholfen. Brinkmann: Und was gefällt dir, Christian, besonders gut an der Kombination aus BWL und Technik? Meli: Boah, diese Kombination, weil wir sind ja in einer Welt, wo die Leute meistens sich bewegen, entweder in dem technischen Bereich oder in dem Management-Bereich, aber diese Kombination hilft dann, Leute mehr von allem zu wissen, weil du weißt ja, wie der technische Bereich funktioniert, aber wie man dazu kommt, wo du das Management-Wissen, weil ohne das Management-Wissen funktioniert das Technische nicht. Und diese Kombination von beiden, würde ich sagen, ist die beste für mich. Brinkmann: Alena, gab es einen besonderen Moment im Job, wo du gespürt hast, hier hat sich das Studium voll ausgezahlt? Kollorz: Ich glaube eher, dass es viele einzelne Erlebnisse sind, wo ich immer wieder merke, hey, das habe ich doch im Studium gemacht oder da habe ich doch mal ein Tool kennengelernt. Natürlich muss ich heute noch viele Sachen nachgucken immer wieder, weil ich aus den einzelnen Fächern natürlich nicht mehr alles im Kopf habe. Aber ich weiß, hey, wir hatten das Fach und wo kann ich mich jetzt an der Toolbox bereichern, um zum Beispiel ein Projekt besser führen zu können, aber vor allem im Qualitätsmanagement. Das ist in meinem ersten Studium ein bisschen ausgeblieben und dadurch, dass ich sehr viele Projekte leite, sehr viele Risiken habe, die einspielen können, ist vor allem das Qualitätsmanagement, weil bei einer Dienstleistung wirst du ja an der Qualität gemessen, die wir zum Schluss liefern. Wir haben sehr viele KPIs, die für uns ausschlaggebend sind und um die steuern zu können, brauche ich halt eine gute Qualität oder ein gutes Qualitätsmanagement. Deswegen hat mir vor allem dieses Fach sehr weitergeholfen. Brinkmann: KPI einmal übersetzen für denjenigen, der es nicht kennt? Kollorz: Key Performance Indicator. Also es sind Kennzahlen, Größen, an denen wir gemessen werden. Brinkmann: Alles klar. Und was motiviert dich heute am meisten in deinem Berufsalltag und welchen Tipp würdest du Studierenden, Christian zum Beispiel, mitgeben, die noch am Anfang stehen? Kollorz: Was mir am meisten Spaß macht und warum ich unglaublich froh bin, auch in dieser Branche gelandet zu sein, es ist einfach kein Tag wie der andere. Wie du schon Christian gefragt hast, wie spielt Technik und Management zusammen? Du hast jeden Tag etwas Neues, eine neue technische Herausforderung, die ums Eck kommt, neue Normen, die auf den Markt kommen oder Konzepte, die überarbeitet werden müssen. Operative Kollegen, die zu einem kommen und Fragen stellen. Es ist einfach das komplette Zusammenspiel aus verschiedenen Bereichen. Und der Blick fürs große Ganze, die mir unglaublich viel Spaß machen. Dass ich natürlich Projekte habe, die ich plane, aber das Alltagsgeschäft, was reinkommt, das kann ich nicht steuern. Und dadurch ist es einfach so unglaublich vielfältig. Ich habe mit so vielen verschiedenen Kollegen und Kundenansprechpartnern zu tun. Und dadurch, dass ich generell ein sehr kommunikativer Mensch bin, bin ich hier einfach genau richtig. Und es macht mir Freude. Brinkmann: Und Freude macht es auch, Fragen zu stellen. Christian, jetzt bist du mal dran. Welche Fragen möchtest du Alena stellen? Was interessiert dich besonders? Meli: Ja, was mich interessiert, ist ja, sie arbeitet ja schon in dieser Richtung. Man muss ja sich am Ende entscheiden, ob man in die technische Branche einsteigt oder in die Management-Branche. Aber ich möchte gerne in die technische Branche einsteigen. Deshalb frage ich Alena, was sind die Voraussetzungen, um in die technische Branche einzusteigen? Was wird dann gefragt, wenn man als Einsteiger da ist? Kollorz: Ich glaube, es kommt darauf an, in welchen Bereich du in der Technik möchtest. Ob du sagst, hey, ich bin interessiert am Wartungsmanagement und möchte da operativer mit einsteigen. Ich bin in der Dispo vielleicht tätig, um unsere Kollegen da draußen zu steuern. Ob du sagst, du möchtest ins Key Account Management, also in die strategische Leitung mitgehen. Da gibt es ja auch nochmal ganz viele verschiedene Unterschiede. Beziehungsweise auch die IT spielt ja bei uns in der Technik mit ein. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man einfach mit Leidenschaft dabei ist, weil ich der Meinung bin, man kann alles lernen. Und wo ein Ehrgeiz ist und Wille, sich reinzuarbeiten, da findet man auch einen Weg. Und ja, es ist vor allem Fleiß, Präsenz und Lernen. Und ich glaube, dann schaffst du so oder so den Einstieg. Meli: Was würdest du im Rückblick im Studium stärker nutzen oder früher beginnen? Kollorz: Mir hätte es geholfen, wenn wir zum Beispiel im Projektmanagement früher eingestiegen wären, ich viel früher noch selbstständig hätte etwas erarbeiten können und dort meine Kompetenzen hätte weiterentwickeln können. Aber vor allem das Thema Risikomanagement ist etwas, was super wichtig ist, was ich unterschätzt habe, ehrlich gesagt, im Studium. Und deswegen glaube ich, würde ich das noch mal viel mehr vertiefen, welche Einflüsse es auf ein Projekt geben kann, um in die Projektsteuerung einzusteigen. Gerade hat die HRW auch parallel bei uns mit angeboten, dass wir verschiedene Management-Zertifikate und Prozesse durchlaufen können. Und das hätte ich intensiver nutzen sollen. Ich habe es zwar gemacht, aber ich glaube, ich hätte noch ein bisschen mehr Herzblut dabei sein können. Meli: Risikomanagement haben wir auch schon mal gehabt und das ist ein sehr interessantes Thema. Ich glaube, bei jedem Projekt muss man Risikomanagement machen, bevor man andere Sachen macht. Ohne Risiko einzuschätzen, dann weißt du auch nicht, wohin du gehst. Kollorz: Absolut, aber man lernt auch von Projekt zu Projekt. Ich muss sagen, man kann nicht immer alles beeinflussen bzw. alles mit einbeziehen. Und aus jedem Projekt lernt man von den Positiven sowie die negativen Einflüsse, die es hatte, dass man fürs Nächste noch besser gewappnet ist. Meli: Das ist sehr cool! Brinkmann: Alena, du arbeitest, wir haben es schon gesagt, in einem internationalen Unternehmen. Wie wichtig ist denn das Thema Ausland für dich? Kollorz: Für mich persönlich gar nicht. Ich bin in Köln zu Hause. Mir war es auch immer sehr wichtig, hier wieder meine Wurzeln zu schlagen. Ich bin auch sehr nach dem Standort mitgegangen. Natürlich macht es mir sehr viel Spaß, global zu arbeiten, auch international mal mit Kollegen zu telefonieren und zu schauen, wie läuft es denn eigentlich in anderen Ländern? Wie fortgeschritten sind die? Können die uns helfen bei einigen Themen? Das macht mir sehr viel Freude. Aber ich selbst kann mir nicht vorstellen, ins Ausland zu gehen. Dennoch ist es möglich. Also einer meiner besten Freunde hat mit mir gearbeitet. Er hat mit mir das Studium an der HRW gemacht. Und er ist mit dem Unternehmen nach Australien gegangen und heute dort für uns tätig. Alles ist möglich. Brinkmann: Und wenn du auf deinen Werdegang schaust, was bedeutet für dich der HRW-Leitsatz Never Stop Growing? Kollorz: Das ist etwas, was mich täglich begleitet. Gerade wenn ich mir so meine Projekte, meine Kunden, meine Kollegen anschaue. Wir wachsen jeden Tag zusammen, weil es so viele Fortschritte, Innovationen in der Branche gibt. Da kann man einfach nicht stehen bleiben, sondern man muss sich kontinuierlich weiterentwickeln. Von daher passt der Leitsatz der HRW eigentlich zu meinem Berufsalltag. Brinkmann: Christian, welchen Rat würdest du denn anderen geben, die mit dem Gedanken spielen, diesen Studiengang zu wählen? Welchen Tipp hast du für die? Meli: Einfach konzentriert bleiben. Brinkmann: Und das Stichwort sich ständig weiterentwickeln. Wie motiviert denn dich, Christian, persönlich der Gedanke, dich ständig weiterzuentwickeln? Meli: Es motiviert mich sehr und ich würde sagen, dass es auch zu meinem Unternehmen passt. Ich arbeite seit drei Jahren in einem Startup, wo wir zu acht angefangen haben und jetzt mittlerweile 22 Mitarbeiter sind. Das heißt, wir gehen immer hoch und ich versuche ständig, mich immer weiterzubilden. Wenn ich merke, dass ich etwas nicht hinkriege, frage ich Leute, die das schon hingekriegt haben, wie sie das gemacht haben, wie sie dazu gekommen sind. Und ich versuche immer hoch zu sein. Ich sage immer, auch wenn du nicht der Beste sein kannst, du kannst für diese Gruppe gehören. Das ist meine Perspektive vom Leben. Man muss immer hoch gehen. Brinkmann: Immer hoch gehen, immer wachsen, never stop growing. Lieber Alena, lieber Christian, wir sind am Ende der Folge. Ganz, ganz lieben Dank für die spannenden Einblicke und das tolle Gespräch. Dankeschön. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann abonniert unseren Podcast, teilt ihn mit euren Freundinnen und Freunden oder Kommilitoninnen und Kommilitonen und schaut auf unserer Webseite vorbei. Da findet ihr viele Infos zum Studiengang BWL Industrielles Dienstleistungsmanagement. Oder noch besser, kommt direkt auf unseren Campus und lernt uns kennen. Wir hören uns wieder in der nächsten Folge von "Karrieren - Made by HRW. Bis dahin. Tschüss, euer Olaf Brinkmann. (Transkribiert mit TurboScribe.ai)