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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//blog/studierende-entwerfen-digitalen-gesundheitsassistenten-fuer-die-tuerkische-community/
Datum: 25.03.2019, 01:35Uhr

Studierende entwerfen digitalen Gesundheitsassistenten für die türkische Community

Studierende der Mensch-Technik-Interaktion designen eine App mit Zukunft. Jetzt werden Wege gesucht, wie die Umsetzung der Idee finanziert werden kann.

Im Rahmen des Moduls Usability und User Experience im Interkulturellen Kontext (betreut durch: Vanessa Dümpel, Prof.'in Dr. Sabrina Eimler, Prof.‘in Dr.-Ing. Aysegül Dogangün) entwickelten Studierende des Studiengangs Mensch-Technik-Interaktion einen Prototypen zur Unterstützung und Empowerment in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. In einem partizipativen Gestaltungsprozess arbeiteten die Studierenden mit dem alevitischen Kulturzentrum Mülheim an der Ruhr e.V. zusammen, um Bedürfnisse und Bedarfe der Zielgruppe besser zu verstehen.

Das deutsche Gesundheitssystem ist für Personen, die aus der Türkei nach Deutschland migriert sind, oft schwer zu verstehen. Besonders ältere Personen sind unsicher, zum Arzt zu gehen. Probleme mit der deutschen und der medizinischen Sprache spielen hier oft eine große Rolle. Dies führt dazu, dass betroffene Personen meist nur in Begleitung zum Arzt gehen. Für die Begleitung ist dies eine sehr schwere Aufgabe: Sie muss zwischen Deutsch und Türkisch übersetzen, gleichzeitig wichtige Gesundheitsinformationen des Patienten oder der Patientin verstehen und behalten. Zudem müssen Arzttermine organisiert werden. Oft wechselt auch die begleitende Person bei jedem Arztbesuch. Dies stellt eine erneute Herausforderung in der Weitergabe der Informationen dar.

Diese Probleme werden von der neu designten Gesundheits-App gelöst. Neben einer Unterstützung der Terminorganisation und Dokumentation von Diagnosen wird die Übersetzung textuell und bildlich (durch einen anklickbaren menschlichen Körper) unterstützt. Zudem wird es verschiedenen Begleitpersonen ermöglicht, sich untereinander abzusprechen und zu organisieren. Die Studierenden stützen sich dabei auch auf Ideen und Gedanken der Arbeiten ihrer Mitstudierenden aus vorherigen Semestern, z.B. die Bachelorarbeiten von Rukiye Özdenoglu und Seyma Kocak.

Jetzt werden Wege gesucht, wie die Umsetzung der Designideen in eine Applikation für die türkische Community finanziert werden kann.