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Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//blog/auslandssemester-bilbao/
Datum: 17.07.2019, 03:24Uhr

Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Antonia Schwarz berichtet von ihrem Auslandssemester in Bilbao (Auszug).

Schon mit Studienbeginn war klar, dass ich ein Auslandssemester machen möchte. Meine Wahl fiel schnell auf Spanien, da ich bereits in der Schule und an der HRW Spanisch gelernt hatte und die Sprachkenntnisse auch verbessern wollte.

Ich hatte das große Glück mit einer Freundin an der Universidad del País Vasco (UPV) angenommen zu werden. Da wir beide Emerging Markets an der HRW im gleichen Semester studieren, haben wir uns auch zusammen an die Kursauswahl der Partnerhochschule gesetzt und die gleichen Kurse gewählt. Es gibt ein großes Angebot an englischen Kursen an der UPV, wobei sich viele Kurse zeitlich überschneiden und man gegebenenfalls mehrmals seine Kurse anpassen muss, was aber vollkommen unproblematisch ist. Die Wohnungssuche gestaltete sich leichter als gedacht. Es empfiehlt sich, ein paar Tage vor Semesterbeginn anzureisen und vor Ort nach einer Wohnung zu suchen. Das machen die meisten Erasmus Studenten so.

Ich hatte mich vorab auf einigen Wohnungsportalen umgeschaut (z.B. idealista.es) und bin bei Facebook der Gruppe „Flats & Rooms – Erasmus Bilbao“ beigetreten (die ich auch sehr empfehlen kann).

Studium an der Partnerhochschule

Die BWLer sind alle an der Wirtschaftsfakultät (Facultad de Economia y Empresa) in Sarriko untergebracht. Der Campus ist klein mit drei Gebäuden inklusive Bibliothek und Mensa/Cafeteria und liegt direkt an der Metrostation Sarriko. Drei Tage vor Beginn des Semesters (28.1.2019) wurde ein „Welcome Day“ für alle Erasmus-Studenten der Wirtschaftsfakultät veranstaltet. Dabei wurden die wichtigsten organisatorischen Dinge, z.B. Wahl der Module, geklärt. Außerdem bekamen wir einen Buddy von der UPV zugeteilt, einen Studenten, der immer für 2-3 Erasmus-Studenten zuständig ist und uns Fragen beantworten konnte.

Von Beginn des Semesters an hatten wir Erasmus-Studenten ungefähr zwei Wochen Zeit, unsere Kurse, die wir vorab gewählt hatten, nochmal anzupassen. Zwei Wochen hatten wir also Zeit, in jeden Kurs „hinein zu schnuppern“ ohne schon angemeldet zu sein. Generell können die Erasmus-Studenten an der Wirtschaftsfakultät Module aus jedem Studiengang der UPV wählen (Marketing, Wirtschaft oder BWL) und viele Module werden auf Englisch, Spanisch und manche sogar auf Baskisch angeboten. Ich habe insgesamt fünf englische Kurse (inklusive einem Spanischkurs) belegt, da ich mir das Studieren auf Spanisch nicht zugetraut habe, aber mein Spanisch mit dem Spanischkurs trotzdem etwas verbessern wollte.

Die Kursinhalte und Lehrmethoden waren auch angemessen und wirklich nicht schwer. Jedoch sprechen die Professoren und Professorinnen nicht perfekt Englisch und viele auch mit starkem Akzent, was aber nicht zu Verständnisproblemen führte. Das Studieren während des Semesters gestaltete sich etwas anders als an der HRW (oder grundsätzlich anders als an einer deutschen Hochschule). Die Gruppen, in denen man Vorlesungen hat, bestehen aus höchstens 30 Leuten, meistens sind es aber noch weniger. Die Vorlesungsgruppen bestehen aus größtenteils spanischen Studenten und den Erasmus-Studenten aus vielen verschiedenen Ländern.

Bilbao ist eine absolute Studentenstadt mit vielen Erasmus-Studenten aus vielen verschiedenen Ländern. Erasmus Student Network (ESN) und Happy Erasmus sind zwei Organisationen, die fast jeden Tag Aktivitäten für die Erasmus-Studenten organisieren. Dazu zählen zum einen sowohl Tagesausflüge als auch mehrtägige Ausflüge, z.B. nach Ibiza, Barcelona, Marokko, Andalusien, Portugal etc. als auch Karaoke- oder Quizabende oder einfach ganz normale Partys. Außerdem gibt es viele Sportangebote, z.B. Surfen, Kayak, Zumba, Yoga.

Das Metrosystem in Bilbao ist sehr gut und verbindet die gesamte Stadt und die Außenbereiche miteinander. Ich bin auch fast nur mit der Metro gefahren, da sie wirklich alle wichtigen Bereiche der Stadt abdeckt. Zur Uni konnte ich jeden Tag laufen.

Fazit

Das Auslandssemester in Bilbao war definitiv eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe neue Kulturen und Menschen kennengelernt und mich auch selbst besser kennengelernt. Wenn man sich für einen längeren Zeitraum in einem (zunächst) fremdem Ort mit (zunächst) fremdem Umfeld befindet, entwickelt man sich persönlich auf verschiedene Art und Weise positiv weiter. Ich kann es jedem wirklich nur ans Herz legen, sich für ein Auslandssemester zu entscheiden, um für ein halbes Jahr mal an einem anderen Ort zu leben und zu studieren. Ich kann jedem, der noch so einige Zweifel hat, ob er denn ein Auslandssemester machen soll oder nicht, nur sagen: Macht es einfach! Denkt nicht groß über die Nachteile nach (die es vielleicht mit sich bringen könnte), springt einfach ins kalte Wasser und entscheidet euch dafür. Im Endeffekt kann man wirklich nur Positives daraus mitnehmen.

 

Hier lest ihr den ganzen Bericht von Antonia Schwarz (pdf-Dokument).