Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Servicenavigation springen
Seite: https://www.hochschule-ruhr-west.de//blog/auslandspraxis-semester/
Datum: 20.04.2019, 02:17Uhr

Oktoberfest in Brasilien

Lars Pehnke berichtet über sein Praxissemester im Ausland

„Geht, wenn möglich, ins Ausland!“, hören die Studierenden immer wieder – bei der Begrüßung der Erstsemester, in Vorlesungen, von Professor*innen, vom International Office, das bei den Vorbereitungen eines Austauschsemesters unterstützt. Lars Pehnke, Student der Sicherheitstechnik hat sich ins Abenteuer gestürzt. Er absolvierte bis Dezember 2018 sein Praxissemester bei einem brasilianischen Unternehmen.

Vom 15. Juli bis zum 14. Dezember 2018 absolvierte Lars Pehnke im Unternehmen WEG Equipamentos Elétricos S.A. in Jaraguá do Sul in sein Praxissemester. Das 1961 gegründete Unternehmen produziert Motoren, Generatoren, Frequenzumrichter und andere Produkte, die im Bereich der Elektrotechnik genutzt werden. Die von den weltweit mehr als 30.000 Mitarbeitern hergestellten Produkte werden in mehr als 100 Länder exportiert. Damit ist WEG nicht nur einer der größten, sondern auch einer der einflussreichsten Arbeitgeber in Südamerika. WEG besitzt neben seinen Fabriken in Brasilien auch Dependancen in Argentinien, Mexiko, Kolumbien, Deutschland, Österreich, Portugal, China, Süd Afrika, Amerika und Indien. Pehnke war in der Abteilung „Segurança & Sensores“ tätig, in welcher sicherheitsbezogene Bauteile und Sensoren entwickelt werden.

Neben der Entwicklung und anschließenden Realisierung der Produkte spielt auch die Zertifizierung nach den Normen IEC 61508, EN 13849, IEC 61062 und den jeweiligen produktspezifischen Normen und Richtlinien eine wichtige Rolle. Ohne die entsprechende Zertifizierung können die Produkte nicht auf dem europäischen Markt angeboten werden. Der Zertifizierungsprozess wurde in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Prüfinstitut „TÜV NORD“ durchgeführt.

„Meine Hauptaufgabe bestand darin, am Verifizierungsprozess eines Lichtvorhangs mit zu arbeiten. Ein Lichtvorhang dient der Absicherung von Gefahrenbereichen an Maschinen und besteht aus mehreren Infrarot-Lichtstrahlen. Wird ein Lichtstrahl (oder auch mehrere Strahlen) von einer Person unterbrochen, kann zum Beispiel die Maschine angehalten werden, um Verletzungen zu vermeiden. Durch meine fachlichen Kenntnisse und meine Deutsch-Kenntnisse konnte ich in dem Prozess als Schnittstelle fungieren“, beschreibt Lars Pehnke seine Aufgabe.

WEG steht übrigens für Werner Ricardo Voigt, Eggon João da Silva und Geraldo Werninghaus – die Gründer des Unternehmens in Jaraguá do Sul im Bundesstaat Santa Catarina. Santa Catarina ist stark von deutschen und italienischen Einwanderern geprägt – und das ist bei heute in der Architektur und bei Veranstaltungen sichtbar. In Blumenau findet das zweitgrößte Oktoberfest der Welt statt.

„Das sechsmonatige Praktikum war für mich persönlich ein voller Erfolg. Neben den vielen beruflichen Erfahrungen konnte ich eine weitere Sprache lernen, habe viele neue Menschen, Freunde und neue Länder kennen gelernt“, berichtet Pehnke nach seiner Rückkehr.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier

Herausforderungen, die er gemeistert hat, war das Beantragen des Visums und die zweimalige Wohnungssuche. Doch der Aufwand war es definitiv Wert!

Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen WEG war hervorragend. Pehnke und das Unternehmen vereinbarten, dass er seine Bachelorarbeit ebenfalls dort schreiben werde. Und daher ist Lars Pehnke schon wieder auf dem Weg nach Jaraguá do Sul / Brasilien.

Jedem, der noch kein Unternehmen für ein Praxissemester gefunden hat, empfiehlt er „den Blick über den Tellerrand. Ich habe nicht nur mein Praxissemester erfolgreich im Ausland absolviert, sondern auch sechs unvergessliche Monate und Momente erlebt.“

Wer sich gern über einen Auslandsaufenthalt informieren möchte, spricht seine Professorinnen oder Professoren an.

Am 15.4.2019, von 12.00 - 13.30 Uhr, findet im Foyer von Gebäude 01 am HRW Campus Mülheim, ein Austausch zwischen Interessierten und denjenigen statt, die bereits im Ausland waren. Auch das International Office steht beratend zur Seite und unterstützt sehr gern.

Impressionen aus Brasilien